PeppermintOS auch mit Devuan als Basis

PeppermintOS wird seit 2010 entwickelt und basierte bis zum Februar 2022 auf Ubuntu. Dann folgte ein Umschwung hin zu Debian Stable, der mit PeppermintOS 2022-05-22 konsolidiert wurde. Im Juni versprachen die Entwickler eine Version, die auf Devuan aufsetzt und somit ohne Systemd auskommt. Diese wurde jetzt veröffentlicht.

Ohne Systemd

Jetzt ist also PeppermintOS erstmals im Doppelpack als PeppermintOS Debian-Based und PeppermintOS Devuan-Based erschienen. Es stehen für beide Varianten Abbilder in 32- und 64-Bit bereit, sodass auch ältere Rechner zum Zug kommen. Den Standard-Desktop stellt traditionell Xfce. Als Kernel wird Linux 5.10 ausgeliefert.

Stable oder Testing

Sowohl die Abbilder für Debian und Devuan können auf den Testing-Zweig umgestellt werden und somit aktuellere Pakete nutzen als dies bei Debian oder Devuan Stable möglich ist. Die Abbilder sind nur mit Kernpaketen ausgestattet und laden dazu ein, das System selbst auszubauen. Installiert wir per Calamares. Eine Besonderheit ist das hauseigene Paket ICE, das die einfache Erstellung von Site-Specific Browsers( SSBs) in Chrome, Chromium, Firefox und Vivaldi erlaubt.

Die Abbilder von PeppermintOS stehen mit einem Umfang von ~ 1.3 GByte im Download-Portal des Projekts zum Herunterladen bereit.

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8 Kommentare

      1. Tatsächlich etwas verstehen wollen ist ja noch eine Sache. Aber meistens geht es dann vom verstehen sehr schnell ins philosophische, WIE Leute etwas wollen, oder was sie warum nicht gut finden. Und da ist halt mittlerweile echt alles gesagt worden.

        zumindest solange, solange es nicht wirklich ne menge neuen code für initsoftware gibt, der das anders löst.

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        1. Da geh ich absolut mit dir einig! Solche Diskussionen bringen rein gar nichts. Aber mich hat es wirklich interessiert was “anders” ist. Und eigentlich ist es ja immer so, dass es (meistens) Vor- und Nachteile hat. Und manchmal können die Menschen halt auch einfach nicht los lassen… 😉 Bestes Beispiel hierfür ist die 1.44MB Diskette! 🙂

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  1. Eine Verständnisfrage: Gibt es einen Vorteil auf systemd zu verzichten oder ist das mehr eine, wie soll ich es nennen, “Glaubenssache”, oder “ich will das nicht Sache”? Oder anders: Gibt es dafür einen technischen Grund? Und ja, die Frage ist ernst gemeint. 🙂

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    1. Neben den Vorteilen von systemd bringt es eben auch Nachteile – man verliert ein bisschen Kontrolle (scheinbar oder tatsächlich), wenn man nicht mehr ein „überschaubares“ System aus einigen kleinen Einzelprojekten verwendet, die wild gegeneinander austauschbar sind; Nicht-Linux-Systeme müssen Aufwand betreiben, um Software zum Laufen zu bekommen, die sich auf systemd verlässt …
      Und es kann tatsächlich auch mal schiefgehen: https://blog.uberspace.de/systemd-anzuenden/

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      1. Das ist eine interessante Geschichte, aber da werfen sich mir gleich mehrere Fragen auf:

        • Warum haben die kein Backup/Snapshot? Ich bin ja beruflich gezwungen, mit Windows zu arbeiten, und da wird immer ein Backup von Produktivsystemen vor jedem Update gemacht.
        • Darauf folgt: Was wursteln die so lange herum? Du hast irgendwelche Probleme nach einem Update, die du vorher nicht hattest? Rollback das komplette Update. Das ist ein absoluter NoBrainer. Schritt 1! Debugging kannst du danach in einer VM machen, da kannst du ja den Snapshot einspielen, den du ja hast und dann nochmals updaten. Die Kunden wollen ihre Produkte Online!

        Ich will den Bug in Systemd, den es vermutlich gab, damit nicht kleinreden. Aber Computersysteme sind von Bugs betroffen. Ausnahmslos alle. Linux ist da keine Ausnahme. Von einer Firma, die Ihr Geld damit macht, erwarte ich, dass sie das immer einkalkulieren, egal wie Stable ihre Distro ist.

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