In letzter Zeit ist immer wieder zu lesen, Open Source sei in Schwierigkeiten, weil Entwickler sich bis zum Burn-out überlasten, während große Firmen die Früchte ernten und nichts zurückgeben. Um den Menschen, die aus Überzeugung oft viele Jahre in Open-Source-Projekte investieren, zumindest ein wenig Anerkennung zukommen zu lassen, hat Boris Hinzer eine Petition gestartet, die die Anerkennung von Open-Source-Arbeit als Ehrenamt in Deutschland zum Ziel hat.
Anerkennung als Ehrenamt
Open-Source-Software bildet die Grundlage vieler digitaler Infrastrukturen in Verwaltung, Wirtschaft und Forschung und ist ein wichtiger Baustein für digitale Souveränität. Trotz des gesellschaftlichen Nutzens wird die unentgeltliche Arbeit der Freiwilligen in diesem Bereich steuer- und förderrechtlich bisher nicht als Ehrenamt anerkannt.
Rechtssicherheit für Community-Arbeit
Hinzer, der selbst seit 2012 an der Entwicklung des CMS Typo3 beteiligt ist, fordert, dass Open-Source-Arbeit mit anderen freiwilligen, dem Gemeinwohl zuträglichen Tätigkeiten wie Vereins- oder Jugendarbeit gleichgestellt und als Ehrenamt anerkannt wird. Die Anerkennung würde Rechtsklarheit, Transparenz, Rechtssicherheit und Nachhaltigkeit im digitalen Ehrenamt schaffen. Damit würde Deutschland international auf eine Stufe mit anderen Staaten wie Frankreich, Großbritannien, Japan und den USA aufrücken, die Open-Source-Engagement bereits fördern.
Die Petition richtet sich an den Deutschen Bundestag und kann noch bis zum 23.05.2026 von euch unterzeichnet werden.
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