KDE Plasma

KDE Plasma 6.8 nur noch mit Wayland-Sitzung

Nachdem GNOME in Version 49 die X11-Sitzung entfernt hatte, war klar, dass Plasma eines Tages folgen würde. Bei KDE lässt man sich etwas mehr Zeit und wird X11 mit Plasma 6.8 im Jahresverlauf 2027 entfernen. Das erklärte KDE-Entwickler Nate Graham jetzt im Projekt-Blog.

XWayland-Unterstützung bleibt

Die Unterstützung von noch nicht an Wayland angepassten Anwendungen liegt dann ganz bei der Kompatibilitätsschicht XWayland. Überdies will KDE mehrere zusätzliche Kompatibilitätsfunktionen wie eine verbesserte Unterstützung für fraktionierte Skalierung und als Opt-in Abwärtskompatibilität mit globalen X11-Tastenkombinationen und Eingabeemulation.

Wenn wir weiterhin den besten kostenlosen Desktop auf dem Markt anbieten wollen, müssen wir flexibel genug sein, um uns an ein sich schnell veränderndes Umfeld mit vielen Möglichkeiten anzupassen, ohne dabei Altlasten mitzuschleppen, die uns viel Arbeit kosten. … Der Plasma-Desktop als Ganzes weist viele Stellen auf, an denen die Entwicklung dadurch behindert wird, dass der kleinste gemeinsame Nenner der beiden Fenstersysteme unterstützt werden muss.

Nate Graham

Diese Änderung betrifft nur die Entfernung der X11-Anmeldesitzung bei Plasma. Derzeit gibt es keine Pläne, die X11-Unterstützung in KDE-Anwendungen außerhalb von Plasma einzustellen. Somit lassen sich KDE-Anwendungen auch nach der Umstellung unter X11 in einer anderen Desktop-Umgebung ausführen.

Datum noch unklar

Das genaue Datum der Umstellung lässt sich bislang nicht festlegen, da die Entwickler für Plasma 6.7 möglicherweise einige zusätzliche Bugfix-Releases planen. Anwender, die nach der Umstellung weiterhin auf X11 angewiesen sind, finden ältere Plasma-Versionen in LTS-Distributionen wie Alma Linux 9, das noch bis 2032 unterstützt wird. Und wer ganz weit zurückmöchte, für den gibt es weiterhin Trinity mit KDE 3.5.

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