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PINE64 friert Produktion seiner Linuxgeräte ein

Der auf offene ARM- und RISC-V-Hardware spezialisierte Hersteller PINE64 legt die Produktion seiner Linux-Geräte vorerst auf Eis. Das gab der in Hongkong ansässige Hersteller kürzlich auf seinem Mastodon-Account bekannt.

Grund dafür sind nach Angaben des Projekts die derzeit hohen Preise und Lieferengpässe bei DRAM- und eMMC‑Speicher. Neue Geräte oder Nachproduktionen bestehender Modelle sind deshalb zunächst nicht vorgesehen. Ob sich daran etwas ändert, will PINE64 frühestens Mitte 2027 anhand der dann geltenden Komponentenpreise entscheiden.

Geringe Lagerbestände

Besonders von der Entwicklung betroffen sind das Linux-Tablet PineTab2 und der E-Ink-Reader PineNote. PINE64 rechnet damit, dass die vorhandenen Lagerbestände beider Geräte innerhalb der kommenden drei Monate ausverkauft sein werden. Eine anschließende Neuauflage ist derzeit nicht geplant. Damit dürfte das Angebot an größeren Linux-Geräten von PINE64 zunächst weitgehend verschwinden.

Angebot bereits vorher reduziert

Bereits zuvor hatte PINE64 sein Hardware-Angebot zurückgefahren. Das PinePhone Pro wurde 2025 wegen geringer Verkaufszahlen eingestellt. Im März 2026 erklärte das Projekt zudem, dass ein mögliches PinePhone 2 vorerst auf Eis liegt. Neben der angespannten Versorgung mit Speicher sieht PINE64 bei einem neuen Smartphone ein erhebliches finanzielles Risiko. Gleichzeitig habe sich ein Teil der Mobile-Linux-Community darauf verlagert, preiswerte und leistungsfähigere Android-Geräte für Systeme wie postmarketOS oder Sailfish OS nutzbar zu machen.

MCU-Gadgets nicht betroffen

Nicht betroffen sind Geräte, die ohne die derzeit problematischen Speicherbausteine auskommen. Dazu zählen unter anderem die Smartwatch PineTime, der Lötkolben Pinecil sowie PineVoice und weitere mikrocontrollerbasierte Hardware. Diese Produktlinien sollen weitergeführt und mit weiteren spannenden Geräten ausgebaut werden.

Auch die Entwicklung der PineTime Pro geht weiter. Deren Demo-Firmware unterstützt inzwischen grundlegende Funktionen wie Display, Touchscreen, Bewegungssensor, GPS, Tasten, Ladeelektronik, Vibrationsmotor, Mikrofon und Lautsprecher. Vor der Produktion einer ersten Kleinserie sind laut Hersteller allerdings noch einige Probleme zu lösen.

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4 Kommentare

  1. Gefühlt waren PINE Geräte immer nicht verfügbar. Es gab auch immer eine Warnung vor Unvollkommenheit wie Pixelfehlern. Wenn die das schon sagen, dann wird es auch garantiert so sein – also kaufen die grundsätzlich B-Ware. Beim Bildschirm mag das vielleicht noch gehen – andere Teile wie Speicher, SSDs oder sonstige Bauteile führen zum Komplettausfall und damit Elektronikschrott, denn ein solches Gerät wird niemand reparieren.

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  2. Eigentlich ist das ein Jammer. Pine64 hatte gut vorgelegt aber dann auch selbst einige Fehler gemacht. Und die Lieferengpässe in der Coronazeit haben dann noch ein Übriges getan.
    Es ist ja nicht so, dass gar keine neue Hardware mehr gekauft wird nur weil Speicher teuer geworden ist.
    Aber Pine64 hat es bei seiner billigen Produktion verpasst, die Qualität und Zuverlässigkeit seiner Produkte an zu heben und scheidet deshalb als Schnäppchen aus. Mein Pine Book Pro war nach 3 Wochen kaputt. Garantie Fehlanzeige.

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    1. Hardware wird schon noch verkauft, aber nicht zwangsläufig die gleiche. Da muss man halt gucken, welche Produkte sich unter diesen Bedingungen noch rentieren und ob man die Speicherpreise 1:1 an den Kunden weitergeben kann. Günstige Produkte mit verhältnismäßig viel Speicher fliegen dann im Zweifelsfall halt aus dem Sortiment, während der Anteil des Speichers an den Gesamtkosten bei sehr teuren Produkten meist geringer ist.

      IMHO sollte sich Pine64 auch wieder auf das konzentrieren, was sie mal konnten: Günstige Hardware für Entwickler.

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