Der Open-Source Web-Mailer Roundcube ist seit seinem ersten Erscheinen im Jahr 2005 vorrangig im Unternehmensumfeld eine der weltweit am häufigsten genutzten Webmail-Applikationen. Nextcloud gab heute bekannt, dass man mit Roundcube fusioniert und der Webmailer künftig unter dem Dach der Open-Source-Plattform für Content Collaboration entwickelt wird. Eine Übernahme von Roundcube steht aber vorerst nicht ins Haus.
Roundcube ist ein mehrsprachiger IMAP-Client mit einer Benutzeroberfläche, die MIME-Unterstützung, Adressbuch, Ordner, Nachrichtensuche und Rechtschreibprüfung bietet. Er bietet zudem umfangreiche Sicherheits- und Datenschutzfunktionen, einschließlich PGP, XSS-Resistenz und Brute-Force-Schutz.
Entwicklung beschleunigen
Im kommenden Jahr will Nextcloud in Roundcube investieren, um die Entwicklung dieser weitverbreiteten Open-Source-Webmail-Software zu beschleunigen. Der kurzfristige Plan besteht darin, die Entwicklung voranzutreiben und einige neue Teammitglieder für Roundcube einzustellen. Dabei soll Roundcube Nextcloud Mail aber nicht ersetzen. Nextcloud Mail soll sich so weiterentwickeln, dass es auf natürliche Weise innerhalb von Nextcloud verwendet werden kann. Roundcube wird seinen aktiven und neuen Benutzern weiterhin als eigenständiger, sicherer E-Mail-Client dienen.
Wie in der Ankündigung der Fusion auf der Nextcloud-Webseite zu lesen ist, sind sowohl Funktions- als auch Sicherheitsverbesserungen geplant. Die bestehenden Integrationen sollen verbessert werden und
es soll nach Synergien sowohl auf technischer Ebene als auch für die Implementierung und Community gesucht werden.
Laut Nextcloud-Gründer Frank Karlitscheck stärkt die Fusion auch die von Nextcloud auf den Weg gebrachte Kartellrechtskampagne mit dem Ziel, dem wettbewerbswidrigen Verhalten von Big Tech mit dem Ziel der Monopolisierung von Basistechnologien auf europäischer Ebene Einhalt zu gebieten. Auf der Webseite gibt es auch ein Interview mit den Machern.

bin mit Roundcube nie so richtig warm geworden.. bin da eher fan von SoGo und früher auch Horde, aber da scheint die entwicklung stark eingeschlafen zu sein – leider
autsch und sehr Schade, das jetzt eine Firma dort das sagen hat, denn bis dato war roundcube ein freies project.
echt schade.
Auch Nextcloud ist freie Software.
richtig aber opensource unterscheidet sich schon zwischen Firmensoftware und freie Projekte.
Firmensoftware ist an die Firma gebunden (kann man ggf. Forken), freie Projekte sind von freiwilligen weltweit in der Freizeit ohne jegliches bussines dahinter, mal so ganz grob gesagt.
Ich weiß jetzt nicht, was uns das sagen soll…
Also ist Roundcube wieder der Webmailer den man nutzen sollte? Dachte bislang, dass Rainloop Roundcube “beerbte” , gefolgt von “SnappyMail”, welches in Nextcloud als präferierter Webmailer bislang angeboten wird (weil Rainloop deprecated sei)
Ja leider. Ich benutze auch seit vielen Jahren Rainloop und Snappy weil der wolkeneigene Mailer leider noch ein wenig schwächelt:
Dafür nehme ich eine nicht so gute Integration in die Nextcloud in Kauf, die mich nicht stört – die Kollegen, die ich gern von dieser Plattform überzeugen möchte, dafür um so mehr.
Jetzt haben wir mit dem Runden Würfel noch ein weiteres Schweinchen im Stall. Leider weiß ich nicht, wie gut die Integration ist d.h. kann ich