Stellaris 15 Gen 4

TUXEDO Stellaris 15 Gen4 kann mit Wasser gekühlt werden

Mit dem Stellaris 15 Gen 4 bietet Linux-Notebook-Hersteller TUXEDO Computers ein Notebook der Sonderklasse, das sowohl Gamer als auch Anwender, die höchste Leistungsfähigkeit in einem Notebook suchen, ansprechen soll. Laut Pressemitteilung verfügt das neue Stellaris als erstes Linux-Notebook über 14 CPU-Kerne, bereitgestellt von Intels neuer Hybrid-Architektur der Alder Lake-Prozessoren.

Wasserkühlung für den stationären Einsatz

Das neueste TUXEDO-Notebook kommt überwiegend im Alu-Kleid daher und wiegt rund 2,2 kg bei einer Höhe von 26 mm. Die von außen auffälligste Neuerung versteckt sich rückseitig unter einer Gummiabdeckung: hier kann die optional erhältliche TUXEDO Aquaris Wasserkühlung angeschlossen werden. Derzeit funktioniert das externe Kästchen mit den Maßen 203 × 75 × 186 mm und einem Gewicht von rund 1,4 kg nur mit Windows 10 und 11, die Funktionalität unter Linux soll nachgeliefert werden.

Pipelines für die Wasserkühlung mit Anschlüssen

High End Power

Beim Stellaris 15 Gen4 hat der Kunde die Wahl zwischen zwei Intel-CPUs der 12. Generation namens Alder Lake: Intel Core i7-12700H und Core i9-12900H mit Taktraten von bis zu 4,7 GHz respektive 5,0 GHz. Deren 14 Kerne teilen sich in 8 sparsame Effizienz-Kerne und 6 leistungsfähigere Performance-Kerne, die die Summe der gleichzeitig nutzbaren Prozesse dank Hyperthreading auf 20 erhöhen. Dem stehen bis zu 64 GB DDR5-4.800-Arbeitsspeicher zur Seite. Eine Variante mit AMD Ryzen 6000 CPUs ist in Planung, wird aber wegen der derzeitigen Lieferschwierigkeiten noch einige Monate auf sich warten lassen.

Grafik aus dem oberen Regal

In der Grafikabteilung besteht die Wahl zwischen einer NVIDIA GeForce RTX 3080 Ti-Grafikkarte in der höchsten TGP-Konfiguration mit bis zu 175 Watt und 16 GByte GDDR6-Grafikspeicher und den etwas günstigeren Karten NVIDIA GeForce RTX 3070 Ti- oder NVIDIA GeForce RTX 3060 mit 8, respektive 6 GByte VRAM. Diese Karten bedienen ein hochauflösendes 3K-WQHD-Display mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln und einer Bildwiederholfrequenz von 240 Hz. Gekühlt werden die Wärme erzeugenden Komponenten mit 11 mm hohen Lüftern und der zusätzlichen Verwendung von Flüssigmetall als Wärmeleitmittel zwischen CPU-Chip und Kühlkörper.

Ausstattung

Das Gerät verfügt über zwei M.2-Slots, deren einer über PCIe 4.0 angebunden ist. Verbindungen nimmt das Stellaris Gen 4 per Thunderbolt 4, über einen USB 3.2 Gen2 Type-A Port, zwei USB 3.2 Gen1 Type-A Ports und per HDMI 2.1 auf. Weiterhin stehen ein Gigabit-Ethernet-RJ-45-LAN-Anschluss, ein 3,5-mm Mikrofoneingang sowie ein Kopfhörerausgang und ein vollwertiger Kartenleser bereit. WLAN wird nach Wi-Fi 6 unterstützt, Bluetooth ist in Version 5.2 an Bord. Für den Akku mit 93 Wh gibt TUXEDO eine Laufzeit von bis zu 6 Stunden bei mittlerer Helligkeit mit aktiviertem WLAN unter Arbeitsbedingungen an.

Als Betriebssysteme stehen unter anderem TUXEDO_OS 22.04 oder Ubuntu 22.04 vorinstalliert zur Verfügung, wobei TUXEDO_OS ab Version 22.04 nicht mehr auf Ubuntu Budgie, sondern auf Kubuntu und dem Plasma Desktop basiert.

Das Tuxedo Stellaris 15 Gen 4 kann ab sofort im Shop von TUXEDO konfiguriert und bestellt werden. Die Auslieferung beginnt am 16. Mai. In der Basiskonfiguration mit Intel Core i7-12700H, NVIDIA GeForce RTX 3060, 2x 8 GB Samsung 4800MHz DDR5-RAM und einer 250 GB NVMe PCIe 3.0-SSD kostet der Bolide 2099 Euro.

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19 Kommentare

    1. Der Handelsreisende der auf seinen Wegen über die Autobahnen der Republik abends im Hotel einkehrt und 3k Zocken will. Oder der junge Marinesoldat, welcher sich nach einem Tag erniedrigendes Deckschrubben unter dem Lachen seiner besoffenen Offiziere nun an der virtuellen Waffe in seiner beengten Kajüte abreagieren will.

      Es gibt viele Anwendungszwecke…

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  1. Wer kauft sich so etwas?
    Gamer nutzen i.d.R. Desktop Rechner.
    Quark dafür einen Laptop zu nutzen und eine H2O Kühlung finde ich affig für einen Laptop.
    Laptop ist mobil und H2O Kühlung macht daraus eine Workstation bzw. Desktop Rechner.
    Toll was technisch machbar ist aber am Thema vorbei.
    Sichert Tuxedo ein Update vertraglich zu das die H2O Kühlung für Linux nutzbar wird?
    Wenn nein, dann würde ich mich niemals auf so etwas einlassen.

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        1. Ein Kühlsystem ist unabhängig vom Betriebssystem. Denn es hat nichts mit dem Betriebssystem zu tun. Die Temperatur wird auf dem Mainboard ausgelesen, und entsprechend der Schwellwerte im BIOS/UEFI die Lüfterdrehzahl bzw. der Flüssigkeitsdurchfluss geregelt.

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          1. Normalerweise, ja. In diesem Fall läuft das System der Wasserkühlung als eigenständiges Gerät, sprich ohne die enstprechenden Konnektoren. Dazu ist eine gesonderte, betriebssystemabhängige notwendig.
            Leider – und das bedarf nunmal zusätzlichen Entwicklungsaufwand.

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            1. Garantiert Ihr einwandfreie Funktion ab Auslieferung für Käufer? Wenn ja, nur für TuxedoOS nutzer?

              Treiber benötigt heißt, ein BSD kann damit wohlmöglich nie was anfangen…

              Warum habt Ihr nichts eigenständiges genommen? Einen Luft-Wasser Wärmetauscher der auf den Temperaturunterschied zwischen Vor- und Rücklauf regelt. Kleine CPU-Last -> kleines Temperaturdelta. Braucht nicht mal Infos vom Laptop.

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  2. “TUXEDO Aquaris Wasserkühlung” – aber nur für Windows. OK -da braucht man sie vielleicht auch.

    Allerdings stellt sich die Sinnhaftigkeit einer solchen Konfiguration sowieso. Ein stationärer Rechner kommt mit der traditionellen Luftkühlung aus und ich stelle mir das Anschließen von Wasserschläuchen und der Kühleinheit beim Kunden irgendwie als eine Quelle der Belustigung vor – so wie etwa der mit Rohbraunkohle betriebene Herzschrittmacher aus der Spätzeit der DDR 🙂 “Komm’se mal mit der Wasserflasche, der Laptop von Herrn Beckert kocht gerade …” – Vielleicht kann man auch soetwas wie Kraft-Wärmekopplung anbauen und Kaffee damit kochen. Damit kann man seinen Nachhaltigkeitspreis bei Jugend forscht abholen 🙂

    Ich benutze den Laptop meist nur als dummes Terminal und habe meine Verarbeitung auf VMs – es ist mir aber klar, daß das nicht jeder so machen kann.

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  3. > Wichtiger Hinweis: Zum aktuellen Zeitpunkt ist TUXEDO Aquaris ausschließlich unter Microsoft Windows 10/11 verwendbar. Wir stehen mit dem Hardware-Hersteller in Kontakt, um von unserer Seite die Funktionalität unter Linux nachzuimplementieren.

    Warum bringen die jetzt sowas raus? Was hat das mit Linux-Laptop zu tun? Ich sehe auch auf der Produktseite nicht, dass bei Auslieferung eine einwandfreie Funktion garantiert wird. Ein ziemlich schlechter move.

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