Nach sieben Jahren Entwicklung erscheint mit Ubuntu 24.04 LTS am 25. April die stabile Version 1.0 des von Canonical entwickelten Netzwerk-Management-Tools Netplan. Dabei handelt es sich um eine Abstraktionsschicht für die Konfiguration verschiedener Netzwerkdienste, wie etwa NetworkManager oder systemd-networkd. Netplan will die Arbeit von Administratoren und Usern vereinfachen, die mehrere Server und Desktops mit unterschiedlichen Netzwerk-Backends betreiben. Die Konfigurationen in Netplan werden in YAML geschrieben und dann in die Konfigurations-Syntax der Netzwerkdienste der jeweiligen Geräte übersetzt.
Stabile API
Neben Verbesserungen bei der Stabilität und der Wartungsfreundlichkeit bringt Netplan 1.0 auch einige neue Funktionen. Dazu zählt neben der Einführung einer stabilen libnetplan1 API auch die Unterstützung von WPA2 und WPA3. Die neuen Parameter --diff und --diff-only des Befehls netplan status ermöglichen das Auffinden von Unterschieden zwischen Konfiguration und derzeitigem Systemzustand.
Integrationen
Bereits über die letzten Versionen hinweg wurde Netplan in Projekte wie Cloud Init und den Calamares Installer integriert. Das Debian-Cloud-Team hat Netplan als Standard-Netzwerkmanagement-Werkzeug in den offiziellen Cloud-Images für Debian 12 Bookworm und darüber hinaus ausgewählt. Der NetworkManager bei Ubuntu nutzt es seit Ubuntu 23.10 als Standard-Backend.

Ich finde das grundsätzlich erfreulich, dass man eine einfacher automatisch verarbeitbare Netzwerkkonfiguration hat. Oder gibt es einen Reader+Writer für ifupdown2?
Ich hatte letzte Woche einen Server mit Ubuntu neu installiert. Dann musste ich an Nertwerkeinstellungen. Ich habe 10 Sekunden überlegt, ob ich es anfassen will. Nö, dieses yaml-Format ist dämlich, also weg damit…
YAML ist äußerst penibel, wenn es um Einrückungen geht. Wenn man das Prinzip nicht kennt, macht man schnell was kaputt, was dann mühsam wieder in das richtige Format gebracht werden muss. Es gibt zwar Validatoren für YAML, aber auch mit deren Syntax muss man sich zunächst vertraut machen.
Das ubuntu Setup Script wird immer länger:
apt purge —auto-remove snapd netplan.io cloud-init ubuntu-avantage* update-motdDa muss ich dir recht geben, beim Kunden muss ich da erst jedesmal aufraeumen. 😉
Du meintest sicher das “ubuntu Setup Bereinigungs-Script”
Heist das, man muss sich die uebliches net-tools dann wieder selbst installieren zum arbeiten?
das “Net-Tools” (arp, hostname, ifconfig, ipmaddr, iptunnel, mii-tool, nameif, netstat, route) was ich kenne ist doch bereits einige Järchen nicht mehr maintained. Wenn man damit “arbeiten” will, muss man es unter Ubuntu bereits seit ein paar Versionen nachinstallieren. Zumindest ein Teil dieser Funktionalitäten ist in “IP” recht gut ersetzt.
Netplan ist wie im Artikel gut beschrieben eine eine Möglichkeit die gewünschte Netzwerk-Konfiguration im YAML Format zu formulieren. Netplan parst und validiert diesen Konfigurationswunsch und schreibt dann diese Konfiguration im Format des tatsächlich verwendeten Network-Manager.
Netplan ist schon länger an Bord. Die “Neuerung” ist der Versionssprung auf 1.0
Ich persönlich halte Netplan einen recht wertvollen Beitrag von Canonical an die Community
nee ich nicht, ich mach das lieber selbst. keinen Bock da auf Neues ist fuer mich nicht notwendig.
Wieder ein extra Programm auf der Platte.
scheinbar gibt es sogar einen Nachfolger: ifupdown2