Visionfive 2

VisionFive 2 mit RISC-V und 3D-GPU

Im Dezember letzten Jahres berichtete LinuxNews über den chinesischen Einplatinencomputer VisionFive V1. Der auf dem RISC-V Summit 2021 vorgestellte SBC war mit 149 USD das erste Risc-V-Board in dieser erschwinglichen Preisregion. Hersteller war das von RISC-V-Pionier SiFive mitbegründete Unternehmen StarFive Technology Co., Ltd.

VisionFive 2

Jetzt meldet sich StarFive mit dem Nachfolger VisionFive 2 zurück, der preislich fast in die Regionen eins Raspberry Pi rückt. Das Board kann derzeit auf Kickstarter finanziert werden, die Preise beginnen bei 47 EUR. Die Auslieferung des Early Bird Modells mit 4 GByte RAM ist für November angegeben, weitere Modelle sollen im Februar folgen.

3D-Grafikunterstützung

Das VisionFive 2 Board verfügt mit dem SoC JH7110 über einen 1,5 GHz Quad-Core-RISC-V-Prozessor mit 4 SiFive U74 CPU-Kernen, Unterstützung für bis zu acht GByte RAM und erstmals bei RISC-V über einen Grafikprozessor mit 3D-Grafikunterstützung. Dabei handelt es sich um die BXE-4-32 MC4 GPU von Imagination Technologies, die laut Hersteller Vulkan 1.2, OpenGL ES 3.x und OpenCL 3.0 unterstützt und einen Linux-Treiber vorweisen kann.

Anschlüsse satt

Der Arbeitsspeicher beim Einstiegsmodell liegt bei 2 GByte, weitere Modelle bieten Konfigurationen mit 4 und 8 GBYTE. Alle Modelle verfügen über einen microSD-Kartenleser und einen eMMC-Sockel sowie einen PCIe 2.0 x2 M.2 M-Slot für eine SSD. Ein QSPI-Flash-Modul für den U-Boot-Bootloader ist ebenfalls vorhanden.

Der 40-polige GPIO-Anschluss ist mittlerweile fast Standard bei SBCs. Darüber hinaus bietet das Board:

  • 2 x USB 2.0 Type-A
  • 2 x USB 3.0 Type-A
  • 1 x USB Type-C
  • 1 x HDMI 2.0
  • 2 x Gigabit Ethernet
  • 1 x 3.5mm audio
  • MIPI-DSI Display-Anschluss
  • MIPI-CSI Kamera-Anschluss
  • Lüfter-Anschluss

Was die Leistungsfähigkeit angeht, schreibt StarFive, sie liege unter der eines Raspberry Pi 4 und sei mit der eines Geräts mit ARM Cortex-A57 CPU vergleichbar. Als Betriebssysteme werden Debian, Fedora und später auch Ubuntu angeboten. Bei den angegebenen Preisen ist zu berücksichtigen, dass Versand, Steuern und Zollgebühren hinzukommen.

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4 Kommentare

  1. Mich interessiert eigentlich nur der Stromverbrauch und wie sichs damit Surft. Denn mit den PIs ist das eher eine Qual. Damit der große Tower nicht mehr so viel Strom schlucken kann, falls man mit so einem Board Strom sparen überhaupt kann. Arm kommt nicht in frage, weil da die Hardwareerkennung fehlt. Baut keiner mehr ein Rom/Image kann man das Gerät nämlich wegwerfen. Ich hoffe man hat bei Risc V nicht den gleichen Fehler gemacht.

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      1. Na ja, ARM ist schon relativ beschränkt …finde ich. Fängt schon beim fehlendem BIOS an. Weg schmeißen sehe ich aber auch nicht. Habe das erste mal wirklich Tuchfühlung mit einer Tanix T3 gemacht, wo ich CoreELEC drauf geflasht habe. Da gibt es nicht viele Möglichkeiten so wie vom BIOS gewohnt. LibreELEC auf einem NUC ist flexibler, kostet aber deutlich mehr und schluckt deutlich mehr Strom. Kommt einfach darauf an wofür Mann die Kistchen braucht.
        Immerhin fängt Lenovo bei den Laptops auch mit ARMs an. Nicht um sonst. Gut, schlecht, …K.A.

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