Die Welt ist gespalten, wenn es um die Frage geht, ob ein Browser einen E-Mail-Client mitbringen sollte oder nicht. Vor sieben Jahren erstmals angekündigt und ein Jahr nach einer Preview und einer Beta-Version wurde heute Vivaldi Mail 1.0 veröffentlicht. Damit hat Vivaldi CEO Jon von Tetzchner sein Versprechen eingelöst, den E-Mail-Client von Opera wiederzubeleben.
Nachdem Opera 2013 nach Version 12.18 seinen Zielen untreu wurde, nicht mehr auf die Community hörte und im Rahmen einer Neuorganisation beliebte Teile des Browsers fallen ließ, startete von Tetzchner auf Island ein neues Projekt namens Vivaldi, das weiter an den ursprünglichen Zielen von Opera festhalten sollte. Damals versprachen die Entwickler, aus Opera entfernte Komponenten wie den Mail-Client samt Kalender-App und RSS im Chrome-basierten Browser Vivaldi wieder einzuführen. Lange hat es gedauert, doch jetzt ist es so weit.
Drei in einem
Vivaldi Mail 1.0, das in Vivaldi 5.3 und Vivaldi Snapshot 5.3.2679.50 integriert ist, setzt sich wie das Vorbild aus E-Mail-Client, Kalender und Feed-Reader für RSS- und Atom-Feeds zusammen. Standardmäßig ist Vivaldi Mail ausgeschaltet, die Funktionen können in den Einstellungen zugeschaltet und umfangreich konfiguriert werden. Das erleichtert die Antwort auf die eingangs formulierte Streitfrage etwas, denn wer die Funktionalität nicht möchte, lässt sie einfach ausgeschaltet. Das ändert nichts an der Tatsache, dass der Code trotzdem vorhanden ist.
Umfangreiche Konfiguration
Vivaldi E-Mail unterstützt multiple Konten, unterstützt POP3 und IMAP, erkennt automatisch Mailinglisten und E-Mail-Threads und erstellt automatisch Ordner. Der Kalender arbeitet online wie offline und steht dem Mail-Client an Konfigurationsoptionen in nichts nach. So ist die Menge an Informationen, die für Events angezeigt wird, festgelegt werden. aus Events lassen sich Aufgaben erstellen und umgekehrt. Alle weiteren Funktionen von Vivaldi Mail 1.0, das für Linux, macOS und Windows verfügbar ist, sind in der Ankündigung und den Anleitungen detailliert erläutert. Eine App für Android ist zumindest angedacht.

Ich mag halt keine Eierlegende Wollmilchsau. Entspricht auch nicht gerade der/dem Unix Mindset.
Welche Gründe gibt es so eine Suite anzubieten?
Ich bin der Meinung das es den Vivaldi Browser aufgebläht und träger gemacht hat.
Kenne das noch von früher aus dem Opera Browser.
Eine Software kann ein Mindset besitzen? Sind das nur Deine schlechten Englischkenntnisse, oder weißt Du wirklich nicht wovon Du hier sprichst?
Ich denke das was Christopher damit meint ist die Idee, dass für jede Aufgabe genau ein abgestimmtes Programm existiert. Weiß gerade nich welcher Linuxer das mal sagte aber ich glaube es war Mark Shuttleworth. Aber wahrscheinlich weiß auch ich nicht wovon ich spreche.🙈
Wie “Nur so” sagte: Nicht die Software besitzt eine Denkweise sondern diejenigen die sie programmieren …und bei Unix war/ist der Grundgedanke bzw. eben die Denkweise: Designe eine gute Software für eine Anwendung. Um das mal vereinfacht aus zu drücken.
Da ich die Netiquette gelesen und verstanden habe, bleibe ich mal an der Stelle freundlich und beleidigen dich lieber Holger nicht.
Du darfst dich auch gerne entschuldigen. Ist sehr klar geschrieben und zu verstehen. Also besser vorsichtiger beim nächsten Mal.
Ich bin mir ganz sicher das es nicht Mark S. gesagt hat, sonden ein Urgestein aus der Unix Welt, aber ich komme gerade auch nicht drauf wer. Vielleicht weiß Ferdinand das.
Quelle: Wikipedia
Douglas McIlroy, der Erfinder der Unixpipes, fasste die Philosophie folgendermaßen zusammen:
Gewöhnlich wird das verkürzt zu: „Mache nur eine Sache und mache sie gut.“
Habs mal ausprobiert. Das Design gefällt mir. Nur den CalDAV Kalender kann das Programm nicht finden. Das hatte ich mit noch keiner von mir benutzten App. Schade auch, da man da keine Hilfe dazu findet. Wohl noch zu neu…
Vivaldi hat ein sehr gutes Forum und Community. Hatte da auch schon einmal ein Thema. Schnelle und kompetente Hilfe.
Super, danke für deinen Tipp!
Sehr gerne.