Videolan VLC

VLC Media Player 3.0.17 »Vetinari« verfügbar

Während die Webseite des beliebten Media-Players noch VLC 3.0.16 anbietet, kann die neue Version 3.0.17 bereits von der Downloadseite des Projekts VideoLAN als Quellcode heruntergeladen werden.

Zwei neue Funktionen

Bei VLC 3.0.17 handelt es sich um eine Veröffentlichung zur Fehlerkorrektur, die zusätzlich zwei neue Funktionen mitbringt. Damit wird das Abspielen von DAV Video-Dateien ebenso unterstützt wie das Anhören des Audioformats DTS LBR. DAV-Dateien werden von einigen Videorecordern erstellt und dienen hauptsächlich der Video- und Audioaufzeichnung von CCTV-Überwachungskameras. Sie sind verschlüsselt und werden nur von wenigen Media-Playern unterstützt. Für Windows gibt es DVR365-Player-Software zum Abspielen, unter Linux war bisher, wenn das Aufnahmegerät nicht zur Verfügung stand, die Umwandlung in ein anderes Format nötig, um diese Dateien abzuspielen. Jetzt ist VLC in der Lage, das Format wiederzugeben.

DTS steht für [wiki title=”DTS”]Digital Theater Systems[/wiki] und ist ein Audioformat ähnlich Dolby Surround des kalifornischen Unternehmens DTS Inc. Es kann von VLC bereits seit Langem decodiert werden. VLC 3.0.17 unterstützt nun auch das Decodieren der Erweiterung DTS-HD LBR, wobei LBR für Low Bit Rate steht.

Viele Fehler korrigiert

Weiterhin unterstützt die neue Version [wiki title=”FourCC”]FourCC[/wiki] für die Decoder AV1, E-AC3 und GeoVision. Die Hardware-Decodierung für einige AMD-GPU-Treiber wurde ebenso verbessert wie das Abspielen von AV1-Livestreams. Eine Absturzursache bei VP9-Streams konnte beseitigt werden. Zudem wurde die Unterstützung für FFmpeg 4 hinzugefügt und die UPnP-Kompatibilität erhöht. Die HTTP2 Speichernutzung konnte ebenso verbessert werden wie die SMB-Kompatibilität. Das YouTube-Skript wurde aktualisiert.

Alle Änderungen zu VLC 3.0.17 können im Changelog nachgelesen werden. Bei den Distributionen openSUSE Tumbleweed, KaOS, PCLinuxOS, Mageia Cauldron sowie in den Repositories von RPM Fusion und Debian Multimedia kann VLC 3.0.17 bereits getestet werden.

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6 Kommentare

    1. Die eine oder andere Site aus der Windows-Ecke bringt immer mal irgendeine Entwicklungsversion mit widerlich reißerischen Überschriften, so von vlc, gimp,…

      Von vlc (4) finde ich keine offizielle Roadmap (mehr), ein angestrebtes Release Date gleich gar nicht. Bei gimp (3, auch so ein Ewigkeitskandidat wie auch pidgin 3) gibt’s zumindest eine Roadmap bzgl. Funktionen.

      vlc-Nightlies kannst Du Dir ja täglich 😉 ziehen. Für Linux als Source Code oder Snap.

      Ausgerechnet vlc selbst kompilieren solltest Du freilch nur in Erwägung ziehen, wenn Du Dich von ständig wechselnden massiven Abhängigkeiten und Konfigurationen nicht abschrecken läßt. Ich habe das damals unter Lubuntu einige Jahre gemacht.

      Eigentlich müßte man jetzt, so man tatsächlich noch Ubuntu fahren sollte, erst recht selbst kompilieren. vlc (universe-Repository) ist als .deb nur mit Erscheinen einer Ubuntu-Version halbwegs aktuell, wird aber nicht aktuell gehalten. Es passiert einfach gar nichts. Wer snap nicht zuläßt, hat sehr schnell ein veraltetes und damit unsicheres System. Denn es geht längst nicht mehr nur um den Testballon chromium vor 4 Jahren oder hier um vlc (3). Es zieht sich durch’s gesamte System.

      Wo wir dann bei der snap-Möglichkeit für vlc 4 nighly wären.

      Das heutige vlc_4.0.0-dev-*_amd64.snap ist unfaßbare 586 MiB groß (so groß sind früher ganze Linux-Distributions-Images gewesen, inkl. gimp, LibO, vlc etc.). Weil eben jeder Abhängigkeitsmist mitgeliefert wird (sofern Devs nicht irgendwas vergessen, was nicht selten vorkommt). Wer sich das antut, muß schon sehr masochistisch veranlagt sein. Zumal das dann auch noch jeden Tag aktualisiert wird.

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      1. Die eine oder andere Site aus der Windows-Ecke bringt immer mal irgendeine Entwicklungsversion mit widerlich reißerischen Überschriften, so von vlc, gimp,…

        Du meinst Computerbase? Die “news” lesen sich wie aus einem Generator, immer gleiches Muster.

        Zum Glück ist Ferdinand da weg.

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    1. Man muß Tippfehler, zumal so offensichtliche, nicht als Comment absetzen (und damit den Inhalt ein Stück weit “entwerten”). Das kannst Du als kurze eMail erledigen (wobei devil noch über x verschiedene andere Kanäle erreichbar ist).

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