Ich arbeite täglich mit virtuellen Maschinen, sei es in Virtualbox, mit Qemu oder in Proxmox. Was mich vorrangig etwa in Virtualbox stört ist, dass das Teilen von Daten zwischen Host und Gast in der Vergangenheit oft genug nicht funktionierte. Hier kommt bei mir dann das bei Linux Mint entstandene Tool Warpinator ins Spiel, über das ich hier schon mehrfach geschrieben habe. Ich nutze Warpinator häufiger seit es eine Android-Version gibt als schnelle Lösung zum Teilen von Daten, wenn KDE Connect mich nicht mag.
Simpel und schnell
Das in Python 3 geschriebene Warpinator wurde bei Linux Mint auf der Grundlage des nicht mehr weiterentwickelten Tools Giver erstellt und bietet eine einfache GUI, um Dateien und Verzeichnisse im Heimnetz mit anderen Geräten zu teilen. In den Einstellungen kann unter anderem eingestellt werden, dass eine Übertragung am Zielgerät bestätigt werden muss, bevor sie durchgeführt wird. Zusätzlich lässt sich eine Bestätigung verlangen, bevor Daten am Zielgerät überschrieben werden.
Auch in VMs
Deshalb dachte ich letztens daran, dass es praktisch wäre, wenn man Warpinator auch zum Austausch zwischen Gast und Host virtuellen Maschinen nutzen könnte. Meine Recherche ergab, dass ich nicht der einzige war, der sich das wünscht. Eine Lösung fand ich allerdings nicht. Dabei ist es relativ einfach. In VirtualBox erzeugt man für die VM einen zweiten Netzwerkadapter als Brücke. Diese wählt man dann in Warpinators Einstellungen als zu benutzendes Interface aus.
Bei virtuellen Maschinen in Proxmox ist es noch einfacher, da installiert man Warpinator in der VM und es wird von anderen Rechnern im LAN automatisch erkannt. Für mich ist das eine wertvolle Arbeitserleichterung, vor allem, da Warpinator auch noch relativ flink agiert. Meine Durchsatzraten liegen um die 50 MB/s.
Warpinator ist nicht in allen Distributionen verfügbar. Allerdings steht es auf Flathub als Flatpak zur Installation bereit. Für Ubuntu gibt es ein Snap im Snap-Store.

Oft vergessen/übersehen weil früher kaum brauchbar, aber seit den 6.1x-Versionen sehr gut funktionierend: der Virtualbox-eigene Dateimanager. Aus dem Menü bei laufender Maschine starten, Name und Kennwort des in der Box angemeldeten Nutzers, öffnet sich ein Dual-Pane Dateimanager mit links Host- und rechts Gast-Dateisystem, Datenaustausch per Drag&Drop. Klappt hier problemlos mit diversen Linux/Windows-Home/Gast-Kombis in alle Richtungen.
Hab ich noch nie von gehört, da ich mich bereits vor einer Weile von VirtualBox entfernt habe. Nicht, weil es schlecht ist, sondern weil es nicht mehre in meinen Workflow passte.
Ich nutze immer den mc, der kann auf vielfältige Weise Verbindung zu anderen System aufnehmen. Es wäre wünschenswert, über den mc mal einen vertieften Artikel zu schreiben.
Genau das ist der Punkt. Zumindestens SSH sollte man auf VMs konfiguriert haben – die Keys entsprechend. Dann ist mc das bessere Werkzeug – schon einmal weil es an die guten alte Norton- Commander Zeiten erinnert 🙂 Ich installiere es mit vim (dem richtigen, nicht der Weichei- Version, die mit Ubuntu kommt) und ssh eigentlich immer gleich als erstes auf einem neuen Rechner/neuen VM. Man bräuchte es nicht einmal zu installieren denn mc erlaubt auch das Kopieren vom externen Rechner 1 zum externen Rechner 2 – meinetwegend dem 1 als ssh und 2 als cif. Wirklich praktisch.
Ansonsten laufen die ganzen LXD Container bei mir ohne GUI – ich tippe sowieso lieber als daß ich klicke. Dann ist auch scp ein schönes Werkzeug – zack ist die Datei auf der anderen Kiste.
Für meinen Workflow ist manchmal Warpinator besser, da VMs oft nur eine viertel Stunde leben. Da mach ich dann kein SSH klar. bei den langlebigen VMs oder Containern sieht das natürlich anders aus.
So ähnlich mache ich es auch. Nur nutze ich den kde Dateimanager Dolphin. Dort kann man dan über sftp oder fish einfach remote verbinden. Vorteil mit F4 ist man auch gleich auf der SSH shell. Zudem kann ich von jeder (kde) Anwendung drauf zu greifen.
Recht praktisch und funktioniert wirklich problemlos bei mir, nur wenn man es dann braucht, denkt keiner dran dass man es ja hätte 😉