Firefox 62 vereinfacht die Suche

Firefox 62
Bild: Firefox Logo | Quelle: Mozilla | Lizenz: CC BY-SA 3.0

 

Heute wird Mozilla Firefox 62 offiziell freigeben. War Firefox 60 eher zurückhaltend, brachte der Browser mit 61 Verbesserungen an mehreren Stellen, unter anderem auch bei den Tabs. Der jetzt bereits auf Mozillas FTP-Server verfügbare Firefox 62 bringt zwar viele, aber eher wenig spektakuläre Änderungen. Etwas anderes kann man aber auch nicht ernsthaft alle sechs Wochen erwarten. Die Höhepunkte sind weiter ausgebauter Tracking-Schutz, das System-Add-on Firefox Monitor und auf der Firefox-Startseite eine Kachel für Google mit direkter Suchfunktion.

Vereinfachte Suche

Diese neue Kachel und die bereits vorhandene von Amazon weisen als Besonderheit eine Lupe auf, wie Sören Hentzschel in seinem Blog schreibt. Diese Lupe führt dazu, dass  beim Klick auf eine dieser beiden Kacheln nicht die erwartete Webseite öffnet, dafür aber der Cursor in der Adressleiste landet, wo bereits @google beziehungsweise @amazon eingetragen ist. Durch Ergänzen mit dem Suchbegriff kann nun sofort gezielt auf der entsprechenden Seite gesucht werden, ohne deren Startseite zu besuchen. Diese Schlüsselwörter funktionieren auch, wenn sie manuell eingegeben werden.

 Have I been Pwned?

Hinter dem neuen System-Add-on Firefox Monitor verbirgt sich eine Sicherheitsfunktion, die Mozilla bereits im Juni ausgiebig getestet hat. Sie wird mit Firefox 62 langsam ausgerollt, und zwar zunächst nur für Anwender mit EN-US-Lokalisierung. In Zusammenarbeit mit der Webseite Have I been Pwned (HIBP) können Firefox-Nutzer künftig benachrichtigen lassen, wenn die E-Mail-Adresse bei einem Einbruch kompromittiert wurde.

Besserer Tracking-Schutz vorbereitet

Mozilla arbeitet seit geraumer Zeit an Verbesserungen beim Anti-Tracking, der Aktivitätenverfolgung der Werbenetzwerke, um uns mit personalisierter Werbung zu beglücken. Die Früchte dieser Arbeit werden aber erst mit Firefox 63 und 65 ausgeliefert. Mit Firefox 62 wurde lediglich eine kleine Erleichterung eingebaut. Ab Firefox 62 kann der Tracking-Schutz direkt im Hauptmenü eingeschaltet werden. Wenn der Browser Tracker auf einer Webseite blockiert, wird das optisch durch ein Schildsymbol in der Adressleiste signalisiert.

Vereinfachtes Löschen

Benutzer, die Firefox für den Desktop von der Synchronisation trennen, erhalten nun das Angebot, ihre persönlichen synchronisierten Daten wie Lesezeichen, Passwörter, Verlauf und Cookies und Site-Data von diesem Gerät zu löschen. Bisher musste das manuell nachgeholt werden. Die Möglichkeit, Cookies und Site Data für eine gerade besuchten Webseite zu löschen gibt es nun auch unter dem Info-Symbol links neben der URL.

Keine Legacy-Add-ons mehr

Drastische Änderungen gibt es für Anwender von Firefox ESR. Konnten Anwender der bisher unterstützten Version Firefox ESR 52 hier als letzte Möglichkeit noch die alten Legacy-Add-ons verwenden, so ist auch hier das  Ende der Fahnenstange erreicht. Mit der ab sofort gültigen Version 60.2 von Firefox ESR funktionieren nur noch Add-ons nach dem neuen WebEngines-Standard.

Gleichzeitig mit dem Release von Firefox 62 wird auch die Beta zu Firefox 63 verfügbar. Die ist zum Trost für Freunde der Firefox-Add-ons vollgepackt mit neuen Funktionen für Erweiterungen. Es gibt einige wichtige neue APIs, einige wichtige Verbesserungen an bestehenden APIs und eine große Sammlung verschiedener Verbesserungen und Fehlerbehebungen. Alles in allem ist dies das größte Upgrade der WebExtensions-API seit der Veröffentlichung von Firefox Quantum. Auch Anwender, die ständig viele Tabs geöffnet haben, können sich auf neue Funktionen freuen.

 

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