Firefox 72

Mit Firefox 72 erscheint heute die letzte Version von Mozillas Browser im bekannten Rhythmus von sechs Wochen. Künftig sollen nur noch rund vier Wochen zwischen den Veröffentlichungen liegen.

Beschleunigter Release-Zyklus

Laut dem Browserhersteller will man mit dem neuen Modell die Agilität erhöhen und neue Funktionen schneller zur Verfügung stellen. Firefox 73 ist dementsprechend bereits für den 11. Februar geplant.

Telemetrie unter Kontrolle

Oft wurde Mozilla für seine Datenerhebung mittels Telemetrie kritisiert. Mit Firefox 71 gab es einen erweiterten Opt-out in den Einstellungen in der Rubrik Datenschutz und Sicherheit unter dem Unterpunkt Datenerhebung. Hier hat Mozilla nun nochmals nachgebessert und verspricht, bei Entfernung des Hakens auch die gesammelten Daten innerhalb eines Monats zu löschen.

Dabei soll bei Entfernen des Hakens die Benachrichtigung »Sie erlauben es Mozilla nicht mehr, technische und interaktive Daten zu erfassen. Alle bisherigen Daten werden innerhalb von 30 Tagen gelöscht« erscheinen. Das passiert bei mir nicht, es kann aber sein, dass diese Funktion sukzessive ausgerollt wird und in Deutschland erst später verfügbar ist.

Weniger Pop-ups

Ebenfalls mit Firefox 71 wurde eine erweiterte Bild-in-Bild-Funktion für Videos eingeführt, die mit Firefox 72 nun auch für Linux und macOS verfügbar ist. Firefox ersetzt lästige Pop-ups für Benachrichtigungsanfragen gleich nach Öffnen einer Webseite durch eine Sprechblase in der Adressleiste, die weniger aufdringlich ist als die bisherigen Pop-ups. Diese Anfragen werden zudem künftig erst dann erscheinen, wenn der Nutzer in irgendeiner Weise mit der Seite agiert hat, etwa durch Anklicken einer Schaltfläche oder eines Links.

Firefox 72 verbessert Schutz der Privatsphäre
Standard-Tracking umfasst auch Fingerprinting

Verbesserter Tracking-Schutz

Der Tracking-Schutz wird, wie bereits in den letzten Versionen, auch mit Firefox 72 weiter ausgebaut. So wird Cross-Site-Tracking per Fingerprinting nun standardmäßig unterbunden. Zudem hat Mozilla mit der neuen Version rund ein Dutzend Sicherheitslücken geschlossen, von denen vier der Kategorie high angehörten.

Gleichzeitig mit Firefox 72 erschien heute auch Firefox for Android 68.4 sowie Firefox ESR 68.4, der übrigens vom neuen Release-Zyklus nicht berührt wird.

Firefox 72 verbessert Schutz der Privatsphäre

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Alle Kommentare
  • Uwe

    08.01.2020, 08:32 Uhr

    Wer fragt eigentlich immer nach “neue Funktionen” ?
    Auf Alt-Geräten (10Jahre+) wird m.M.n. der FF immer dröger. Statt das der entlich mal verschlankt wird, wird FF immer “dicker” ! Kopfschüttel

  • Klaus Meier

    08.01.2020, 17:20 Uhr

    Lieber Uwe, wenn du auf 10 Jahre alte Hardware stehst, dann benutze doch bitte auch 10 Jahre alte Software. Ansonsten, ich denke mal, Mozilla wird dir einen Browser programmieren, so wie du dir ihn wünscht. Musst denen halt nur ein paar Scheine rüber schieben, dann machen sie alles für dich.

    Kannst ja mal bei Microsoft oder Google nachfragen, was die so extra für dich programmieren. Sorry, der Firefox wird kostenlos zur Verfügung gestellt, ich bilde mir ein, dass der aktuelle mal wieder eine guten Hieb schneller geworden ist und es ist nicht die Zielsetzung von Mozilla, Computer aus dem letzten Jahrtausend zu supporten.

  • Uwe

    08.01.2020, 18:01 Uhr

    Hallo Klaus ,
    Warum sollte ich das tun, denn sooo schlecht waren die Kisten nicht.

    D900F Phantom i7: Notebook mit Core i7 und Geforce GTX 280

    02.02.2009 um 16:08 Uhr von Andreas Link – Innere Werte, die eher an einen Desktop-PC erinnern, als an ein Notebook: Das D900F Phantom i7 scheint schnell. Der Akku vermutlich auch – schnell leer. ….

    https://www.pcgameshardware.de/Notebook_Laptop-Hardware-201330/News/Core-i7-CPU-X58-Chipsatz-und-Geforce-GTX-280-674942/

    Unter Linux immer noch nutzbar.
    Meine Meinung, an Hand des Textes.

  • osware

    10.01.2020, 15:48 Uhr

    Hallo, ist NoScipt nun überflüssig?

    • Ferdinand Thommes

      10.01.2020, 16:00 Uhr

      Ich denke nicht, dass das überflüssig ist. Cross-Scripting kann ja mehr sein als nur Fingerprinting. Ich würde es behalten.

  • osware

    10.01.2020, 15:50 Uhr

    Es muss natürlich NoScript heißen, entschuldigung.