Am 1. Januar 2027 tritt, wie wir im März bereits berichteten, in Kalifornien der Digital Age Assurance Act (AB 1043) in Kraft, der die Altersverifizierung auf die Betriebssystemebene verlagert. Das Gesetz soll Kinder und Jugendliche vor Online-Gefahren wie unter anderem Cybermobbing und Sextortion schützen.
Ausnahme für Freie Software?
Die Nachricht löste Unruhe in vielen Open-Source-Communities aus. Besonders kleine Distributionen und Projekte diskutierten, ob sie den Anforderungen nachkommen wollen oder können. Die mittlerweile als AB 1856 bezeichnete Gesetzesvorlage erfuhr zwischenzeitlich mehrere Änderungsvorschläge, von denen der am 18. Mai vorgestellte Vorschlag für Open-Source-Projekte besonders wichtig erscheint. Denn er enthält einen Satz, der, vorausgesetzt, der Änderungsantrag wird angenommen, Freie Software von der Pflicht zur Bereitstellung von Vorkehrungen zur Altersverifizierung ausnimmt.
(j) (2) “Operating system provider” does not mean a person or entity that distributes an operating system or application under license terms that permit a recipient to copy, redistribute, and modify the software.
Weitere Ausnahmen
Auch aus anderen der insgesamt 25 Staaten, die Gesetze zur Altersverifizierung bereits haben oder solche planen, kommen ähnliche Nachrichten. So berichtet Carl Ritchell, Gründer und CEO des Linux-Notebook-Herstellers System 76, der Gesetzentwurf für Colorado sehe Ausnahmen für Open-Source-Betriebssysteme, -Anwendungen, -Code-Repositories und -Container vor.
Ob die Vorschläge für Ausnahmen von Open-Source-Betriebssystemen angenommen werden und wie sich das auf die Gesetzgebung in Europa auswirkt, bleibt abzuwarten.

Irgendwann ist auch mal gut. Ich finde es super das man sich um unsere Jungen sorgt aber ich wurde auch erwachsen. Damals gab es gar nichts solches. Für mich klingen diese ganzen Vorhaben immer nur nach purer Geldmacherei den eines ist klar, jemand wird daran verdienen. Ob das nun ein Hersteller ist der das ganze als “Super Feature” mit einer entsprechenden Preiserhöhung ist oder sonstwer.
Meine Vermutung ist, dass dies in erster Linie der Etablierung von Kontrollmechanismen dient.
So schauts aus. Erstmal alle anfixen mit dem digitalen Kram, bevor die Kids überhaupt die Werkzeuge haben, um sich mit den ständigen Digitalkrams auseinandersetzen können. Die Eltern, so wie früher, sind dazu auch nicht in der Lage, weil sich die Zeiten halt geändert haben.
Ich mein, wenn sich Kinder in der 4. Klasse noch nicht die Schuhe binden können und teilweise noch Windeln anhaben, ist doch gesellschaftlich die letzen 40? Jahre irgendwas schiefgelaufen. Klar, die rennen mit vollen Windeln und offenen Schuhen mit Smartphones rum, können irgendwas mit Apps nutzen, aber deswegen sind die noch lange keine erfahrenen Mediennutzer.
Im Endeffekt ist Jugendschutz das allerletzte, was man angehen müsste, vorher sollte man sich um Unterstützung von Familien und anständige Bildung für alle kümmern. Dann klappt das auch mit der Medienkompetenz, auch wenn es mittlerweile natürlich schwieriger und wesentlich vielfältiger ist als zu meiner Zeit.
Mehr Bildung für Alle!
> Mehr Bildung für Alle!
Kann man nur unterstreichen. Such’ doch mal Deutschland in der letzten PISA-Studie[1] (aus 2022, 2025 aktuell in Auswertung), da bekommt diese Aussage noch mal so richtig Gewicht.
[1] https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Thema/bevoelkerung-arbeit-soziales/bildung/PISA2022.html
Ja es gibt einen Grund warum immer mehr high tec Unternehmen von da nach TX gehen.
Tja, wieder mehr Reklame und viel mehr User für Linux. Kein Problem – HAHAHA!
Ich frage mich echt, warum die Welt gerade alles daran setzt, dass die Menschheit sich immer mehr Open-Source zuwendet. Steckt da ein Plan hinter?
Kein Plan, eher Kalkül. Das OS ist den Big Playern längst egal, das Geld steckt im Abo: Cloud, Office, Stores. Ein Linux-Nutzer, der Microsoft 365 im Browser nutzt und OneDrive einbindet, ist ein genauso guter zahlender Kunde – nur ohne dass jemand die OS-Kosten tragen muss. Linux ausnehmen kostet sie also nichts, solange das Abo läuft.
Bis dann die Unternehmen checken, dass es neben den ganzen Office-, Cloud- und Store-Zeug von MS und anderen Unternehmen auch hier Open Source gibt. Verstehe eh nicht, dass die Welt schon seit Jahren anders über diese Abhängigkeiten nachdenkt. Aber so langsam scheint es ja zu fruchten.