APT 2.9.3

APT 2.9.3 führt neuen Solver ein

In Vorbereitung auf APT v3.0 führt Debian mit APT 2.9.3 eine erste Iteration eines neuen Solvers namens solver3 in sein Paketmanagement ein, der fundamental anders arbeitet als der Vorgänger. Vor einem Monat war mit Apt 2.9.0 bereits eine Überarbeitung der UI erschienen, die dem Anwender etwas mehr Übersicht bietet als bisher.

Was macht ein Solver?

In Debians Paketverwaltungssystem APT (Advanced Package Tool) ist der Solver eine wichtige Komponente, die für die Auflösung von Abhängigkeiten und Konflikten bei der Installation, Aktualisierung oder Entfernung von Softwarepaketen verantwortlich ist. Insgesamt sorgt der Solver in APT dafür, dass die Paketverwaltungsvorgänge reibungslos ablaufen und die Integrität und Stabilität des Systems durch sorgfältige Verwaltung von Abhängigkeiten und Auflösung von Konflikten gewahrt bleibt.

APT 2.9.3 verbessert den Solver

Die meisten der tiefgreifenden Änderungen laufen still im Hintergrund ab und bleiben dem Anwender somit verborgen. Eine Neuerung wird sich jedoch in dem neuen nützlichen Befehl apt why manifestieren. Über den neuen Implikationsgraphen schreibt der Maintainer von Apt:

Die Erstellung des Implikationsgraphen ermöglicht es uns, einen apt why-Befehl zu implementieren, der zwar nicht so detailliert ist wie aptitude, aber zumindest den genauen Grund für die Installation eines Pakets anzeigt. Natürlich wird zunächst nur die stärkste Abhängigkeitskette angezeigt, denn das ist es, was wir aufzeichnen.

Julian Andres Klode

Um den neuen Solver zu benutzen, muss bei APT 2.9.3 derzeit noch die Option --solver 3.0 mit angegeben werden. Wer sich für die Details des neuen Solver interessiert, findet diese im Blog des Maintainers.

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9 Kommentare

  1. Schön dass Debian immer mal wieder etwas erweitert oder verbessert. Was mich bei apt aber immer stört (vor allem, wenn ich hinter langsamen Internetverbindungen an noch langsameren Rechner sitze): warum lädt apt erst alles nacheinander herunter bevor es mit der Installation beginnt?

    Macht aus meiner Hobbyanwender Sinn, damit zu Beginn der Installation sicher gestellt ist, dass alle Abhängigkeiten auch aufgelöst/installiert werden können; aber warum kann apt keine Pakete direkt nach dem Laden installieren, welche keine Abhängigkeiten haben und parallel dazu weiter im Hintergrund die anderen Pakete herunterladen? Oder direkt loslegen mit dem Installieren wenn eine Abhängigkeitsgruppe geladen wurde?

    Gibt es dazu einen Schalter den man umlegen kann?

    Gruß

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      1. Na ich denke ich habe mich missverständlich ausgedrückt. ich versuche es mal so: ich möchte gleichzeitig herunterladen und bereits fertig aufgelöste Pakete installieren während unaufgelöste im Hintergrund weiter heruntergeladen werden.

        Gruß

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    1. Sowas würde ich mir auch wünschen. Und ehrlich gesagt, mal wieder ein neuer Solver ist auch IMHO nicht das krasseste was es braucht.

      Aber: Ich könnte mir vorstellen, dass parallele Downloads halt auch die Server sehr belasten. Debian kann sich ja jetzt nicht einfach mal so ein CDN leisten vermutlich.

      Müsste man glatt mal nachfragen.

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      1. 2020 hatte Debian ~ 900k USD auf der Bank, aktuelle Zahlen hab ich grad nicht. Am Geld wird es also nicht liegen. Einen ersten Bugreport zu diesem Thema gab es bereits 2002. Tatsächlich wird Debian bereits von Fastly mit deren CDN gesponsort. Dazu muss deb.debian.org als Server in der sources.list eingetragen werden.

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