Am 30. Juni 2024 endet der Support für CentOS 7. Red Hat hatte im Dezember 2020 erklärt, CentOS durch CentOS Stream zu ersetzen. Schon bald darauf wurde das Fell des Bären verteilt. Mit Alma Linux und Rocky Linux erschienen zwei Nachfolger, die weiterhin bitgenaue Klons von Red Hat anbieten wollten.
Bereits 2022 vorgestellt
Bereits im Januar 2022 stellte SUSE das neue Support-Konzept »SUSE Liberty« vor, das angesichts überall in Unternehmen vorzufindender heterogener Umgebungen mit gemischten Linux-Umgebungen nicht nur den SUSE Linux Enterprise Server (SLES) und openSUSE unterstützt, sondern auch Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und CentOS.
Open Enterprise Linux Association
Im August 2023 gründete SUSE dann federführend zusammen mit Oracle und CIQ, dem Sponsor hinter Rocky Linux, die Open Enterprise Linux Association (OpenELA) mit dem Ziel, »die Entwicklung von Distributionen, die mit Red Hat Enterprise Linux (RHEL) kompatibel sind, durch die Bereitstellung von offenem und freiem Enterprise Linux-Quellcode zu fördern.« Dazu wollte SUSE 10 MIO. Dollar in die Hand nehmen. Im November 2023 wurde ein Repository mit RHEL-Quellcode bereitgestellt, mit dem Distributoren und Organisationen weiterhin RHEL-kompatible Distributionen erstellen können.
SUSE Liberty Linux
Anstatt des Umstiegs auf eine komplett neue Distribution mit allen Fußangeln, die ein solcher Umzug mitbringen kann, bietet SUSE Unternehmen, die CentOS nutzten, die Möglichkeit, mit SUSE Liberty Linux Support und Updates für CentOS 7 und CentOS 8.5 bis zum Jahr 2028 zu erhalten. SUSE verspricht, das sei ganz ohne Migration, Ausfallzeiten oder Unterbrechungen möglich.
Vishal Ghariwala, Senior Director und Chief Technology Officer für SUSE im asiatisch-pazifischen Raum, gab der Plattform iTWire dazu kürzlich ein Interview.

Clevere Sache von suse, wobei ich mir nicht sicher bin, ob man als Unternehmen da zu suse wechselt. Da werden die Admins streiken. 😉
Denke eher da machen alma und rocky das Rennen.
Sehe und bemerke ich genauso. Bei uns ist es Rocky, das CentOS ablöst. Evaluiert wird sogar, ob wir es als Standard-Distribution statt Debian verwenden.