ChatGPT on GNOME

ChatGPT als Gnome-Erweiterung

Wer gerne mit ChatGPT experimentiert, kann das jetzt direkt aus der GNOME-Shell heraus tun. Auf GitHub wurde ein entsprechendes Projekt gestartet, das erst ein paar Tage alt ist und entsprechend noch am Anfang der Entwicklung steht. Die Erweiterung sitzt als einfache Web-App als Icon in der Menüleiste und klappt von dort per Mausklick herunter.

Das Ziel von ChatGPT Gnome Desktop Extension ist, wie der Name erahnen lässt, offiziell auf der Webseite der GNOME Erweiterungen verfügbar zu sein. Zudem schließt der Entwickler eine Integration für KDE Plasma und andere Desktop-Umgebungen nicht aus, wie der Diskussion auf Reddit zu entnehmen ist. Doch zunächst soll die Umsetzung für GNOME fertiggestellt werden, denn es gibt noch einiges zu tun.

Voraussetzung für die Erweiterung ist die Installation des Pakets gnome-shell-extensions, die weiteren Schritte und einige Tipps zur Nutzung mit GNOME 43 sind auf der GitHub-Seite nachzulesen. Die Bedienung mit der Maus derzeit noch sehr wacklig. Insofern wird derzeit zur Nutzung per Tastatur geraten. Die Nutzung unter Wayland ist derzeit ebenfalls noch nicht getestet.

ChatGPT ist ein Chatbot, der vom Forschungsunternehmen OpenAI entwickelt wird und auf künstlicher Intelligenz nach dem Modell GPT 3.5 basiert. GPT steht dabei für Generative Pre-Trained Transformer. Elon Musk gehört zu den Gründern, Microsoft mit rund einer Milliarde USD zu den Finanziers von OpenAI. Die öffentliche Diskussion seit der Erstveröffentlichung von ChatGPT am 20. November reißt nicht ab, im Gegenteil, sie nimmt ständig zu.

Das Problem mit dieser Art von AI ist, dass man, wenn man mit dem Thema der Frage nicht vertraut ist, nicht unterscheiden kann, ob die Antwort korrekt ist, denn im Gegensatz zu einer Google Suche gibt es bei ChatGPT keine Quellenangaben. ChatGPT formuliert seine Antworten aus den ihm verfütterten Daten und führt dabei unter Umständen Auszüge aus vielen verschiedenen Quellen zusammen. ChatGPT ist dabei perfekt, die Grenzen zwischen den Quellen zu verwischen.

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13 Kommentare

  1. Ich denke einmal, man wird sich nach einer gewissen Euphorie mit dem Thema Wahrheit und Wahrhaftigkeit etwas gründlicher auseinander setzen müssen.

    Diese Maschine produziert mühelos all das, was bisher von Blendern wie Baron Münchhausen, Relotius und von gewissen Erfolgsmenschen auf allen Gebieten täglich produziert wurde. Und nachdem wir uns dann alle einmal gefreut haben, dass wir mit ChatGPT genau so mühelos eine Dokorarbeit schreiben können, wie das viele unsere Politiker gemacht haben, wird sich allgemeine Ernüchterung breit machen. Es wird sich auf allen Gebieten ein breites und tiefes Misstrauen einstellen.

    Ich hoffe doch sehr, dass wir dadurch alle sehr viel gründlicher lernen müssen was Wahrheit denn eigentlich ist, wie wichtig wahrheit ist und wozu sie gebraucht wird. Entwicklungen wie ChatGPT zwingen uns alle regelrecht dazu, hier nochmal gründlich zu forschen aus was diese Essenz Wahrheit denn eigentlich besteht und wie wichtig sie für unser ganzes Zusammenleben ist.

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  2. ChatGPT schreibt unglaublich schnell gute Texte – diese haben aber Nichts mit der Realität zu tun:

    Pobier mal “Bitte schreibe einen Motivationstext zur Hochschule Itzehoe” – der Text ist mMn gut geschrieben…nur gibt es in Itzehoe keine Hochschule…

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    1. Das stimmt mit IZ 😉, da gibt es keine Hochschule. Dann finde ich die AI aber schlampig bei solchen Fehlern. Da muss doch ein cross check erfolgen.
      Wenn da schon Fehler auftauchen und an die Grenzen kommt, dann verstehe ich die Euphorie nicht.

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            1. Naja ich finde, das was da gemacht wird allerdings sehr verantwortungslos.
              Ist wie mit den Wissenschaftlern und ihrem Gen-gepansche.
              Man sollte dem schnellstens Einhalt gebieten.
              Machbar ist vieles aber muss man es wirklich machen?

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