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Entlassungen bei der Mozilla Foundation

Die Mozilla Foundation, eine Non-Profit-Organisation, die mit ihren Tochterunternehmen Mozilla Corporation und MZLA für den Browser Firefox und den E-Mail-Client Thunderbird verantwortlich ist, entlässt im Rahmen der innerbetrieblichen Umgestaltung etwa ein Drittel ihrer Angestellten. Genaue Zahlen liegen bisher nicht vor, aber es soll sich um mehr als 30 Angestellte handeln.

Zweite Entlassungswelle 2024

Bereits im Februar hatte die Mozilla Corporation im Rahmen der Umstrukturierung rund 60 Stellen gestrichen. Während die Mozilla Corporation unter anderem für die Entwicklung von Firefox zuständig ist, legt die Mozilla Foundation die Richtlinien fest, nach denen Mozilla seine Mission umsetzt. Das umfasst prominent die Förderung des Datenschutzes und der Sicherheit der Anwender im Netz.

Zwei Abteilungen geschlossen

Im Rahmen der jetzigen Entlassungen werden auch zwei Abteilungen geschlossen. Neben Global Programs trifft es auch die Abteilung Advocacy, deren Arbeit gegen Zentralisierung, Überwachung, Ausgrenzung und andere Online-Bedrohungen nun »in alle anderen Funktionsbereiche eingebettet« wird.

Finanzierung gefährdet

Firefox hat derzeit laut Statcounter global einen Marktanteil von 2,65 %, bei uns in Deutschland sind es 10,5 %. Die Mozilla Foundation sieht einen Großteil der jährlichen Einnahmen, die aus dem Suchmaschinen-Deal mit Google stammen, durch ein derzeit vom US-Justizministerium gegen Google geführtes Kartellrechtsverfahren in Gefahr und sieht einer ungewissen finanziellen Zukunft entgegen.

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2 Kommentare

  1. Echt verzwickt, ich habe auch keinen guten Rat. Wir sind an einem Punkt, wo ein Browser ultrakomplex ist. Habe ich so anekdotisch von einem Firefoxinsider auf dem letzten 37c3 gehört: Das Regelwerk der aktuellen Top 3 Webstandards umfasst vergleichbar alle Steuergesetze weltweit. Inoffizielle ungeschriebene Dinge nochmal mehr, und diese sind alltäglich.

    So ein Monster kann keine Gruppe aus ehrenamtlichen Leuten mehr stemmen. Da bringen auch Spenden von Privatleuten (fast) nichts. Ist wie beim Linuxkernel.

    Und nun hat Mozilla auch viele Projekte versucht, kann natürlich nicht alles funktionieren. Ich kann mich noch an Firefox OS erinnern, ein eigenes Smartphone (?), gab aber auch gutes wie Rust und Servo.

    Wo Mozilla letztens eine Werbe/ Webanalyticsklitsche gekauft hat und erstmal Opt-out Telemetrie ausgerollt hat, entsteht nicht unbedingt wieder mehr vertrauen auf meiner Seite. Aber die Alternativen sind eben noch schlechter. Der neue aufstrebende Ladybird wurde im Sommer von den Mastodonaktivisten erdolcht…

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