Die für den 20. Oktober geplante Veröffentlichung von Fedora 45 wird sich um mindestens eine Woche verzögern. Das Fedora-Projekt hat beim ersten Go/No-Go-Meeting am 15. Oktober entschieden, die neue Version noch nicht freizugeben.
Grund für die Entscheidung ist, dass die erforderlichen Release-Candidate-Images nicht rechtzeitig zur Verfügung standen. Damit fehlte eine wesentliche Voraussetzung für die abschließenden Tests. Ob darüber hinaus noch kritische Fehler (Blocker Bugs) einer Freigabe entgegenstehen, muss sich zeigen.
Als nächster Veröffentlichungstermin ist der 27. Oktober vorgesehen. Sollte auch dieser Termin nicht eingehalten werden können, sieht der Release-Plan mit dem 3. November bereits einen weiteren Ausweichtermin vor. Das nächste Go/No-Go-Meeting ist für den 22. Oktober angesetzt. Dort wird erneut geprüft, ob Fedora 45 die Qualitätsanforderungen für eine Veröffentlichung erfüllt.
Worauf müssen Anwender noch warten?
Fedora 45 bringt einige interessante Neuerungen mit. Dazu gehören GNOME 51, der Einsatz von KMSCON als Ersatz für die bisherige virtuelle Linux-Konsole sowie Verbesserungen bei reproduzierbaren Paket-Builds. Hinzu kommt eine grafische Darstellung von Kernel-Abstürzen über DRM Panic. Zahlreiche aktualisierte Softwarepakete runden die neue Version ab.
Die Verschiebung ist im Fedora-Entwicklungsprozess nichts Ungewöhnliches. Das Projekt sieht ausdrücklich mehrere mögliche Veröffentlichungstermine vor und macht die Freigabe vom Bestehen der abschließenden Qualitätssicherung abhängig. Weitere Neuerungen bei Fedora 45 könnt ihr unserem Bericht über die Fedora 45-Beta entnehmen.
