Die Fedora-Community betreibt ein Games Lab, das laut einem gerade genehmigten Änderungsantrag der Revitalisierung bedarf, um Gaming unter Fedora aus der Versenkung zu holen.
In letzter Zeit lag das Games Lab im Dornröschenschlaf und hatte zuletzt kaum noch Mitglieder. Zuvor wurden einige Open-Source-Spiele auf der Basis des Xfce-Desktops vorgestellt. Die vier Antragsteller gesellen sich als Maintainer zum Game Lab hinzu.
Plasma statt Xfce
Der wichtigste Schritt zu mehr Gaming-Präsenz bei Fedora ist der Wechsel von Xfce zu KDE Plasma, um die aktuellen Wayland-Entwicklungen und bessere HDR- und VRR-Unterstützung mitnehmen zu können. Zudem setzen derzeit aktuelle Gaming-Distributionen wie die Fedora-basierten Bazzite und Nobara sowie das auf Arch Linux setzende Garuda ebenfalls auf den Plasma-Desktop.
Folgende erste Schritte sind für Fedora 44 geplant:
- Aktualisierung der Fedora-Gaming-Dokumentation, um die neuen Möglichkeiten von Linux-Gaming zu präsentieren und Hinweise zu Spielbetrieb, Emulation, Entwicklung, Installation, Verbesserungsmöglichkeiten usw. zu geben.
- Bereitstellung einer Umgebung für Upstream-Patches für gängige Spiele, die Funktionen für Handhelds und andere Gaming-Hardware bieten, die sonst nur in Downstreams verfügbar wären.
- Präsentation einer Reihe leistungsstarker Open-Source-Spiele und Erstellungstools, um zu demonstrieren, wozu eine offene Gaming-Plattform in der Lage ist.
- Nutzung der Arbeit der Fedora KDE Plasma Desktop Edition als Grundlage für den Aufbau unserer Erfahrung.
- Hervorhebung der Rolle von Downstreams wie Bazzite bei der Erfüllung der Bedürfnisse der Benutzer durch die Bereitstellung einer gemeinsamen Plattform für Fedora-basierte, auf Gaming fokussierte Downstreams, um gemeinsame Ziele zu erreichen.
Fedora Games Lab lässt sich entweder direkt als Abbild installieren oder von einer anderen Fedora-Installation umstellen.

Sicher eine gute Sache, also für alle, die unter Linux auch spielen wollen. Schade finde ich nur, dass es eben nichts an der generellen Linux-Unterstützung von einigen Herstellern für Linux ändert. Während einige Indie-Labels, Valve und andere auch schon native Ports für Linux bereitstellen, ignorieren das allerdings noch zu viele. Klar, das wine-Projekt, proton und Valve versuchen schon, einiges ohne “Gefrickel” zum Laufen zu bringen, aber die ursprünglichen Entwickler könnten da auch Vorarbeit leisten. Ich mein, Multiplattform ist ja in der heutigen Zeit keine Raketentechnik für Eingeweihte der Höchsten Stufen oder so.
Und wenn das Spiel dann über proton besser läuft als mit einer ordentlich optimierten nativen Version, ist ja den Gamern auch nicht geholfen. (leider schon einige Male erlebt)
Proton, FEX, Lepton entwickeln sich zu goldene Standards. Mit Proton erreicht man bereits bessere Performance als nativ unter Windows. Meine Erfahrungen was native portierung zu Linux betrifft hält sich gemischt. Als Beispiel ARK: Survial Evolved. Die Native Linux Version hatte erhebliche Bugs, einige davon waren grafisch, weil man eine alte OpenGL Version verwendet hatte. Ab einer gewissen Zeit war das Spiel dann unspielbar. Hingegen die Proton-Version garkeine Probleme hatte. Das gleiche galt für Rust oder Last Epoc usw. Ich bevorzuge mitlerweile nur noch Proton.
Ohne zu übertreiben: Linux ist im Gaming-Bereich derzeit in aller Munde – und für viele der entscheidende Grund für den Wechsel. Der nächste Erdrutsch kündigt sich bereits an, vor allem durch Valves SteamOS-Strategie. Ein Marktanteil von 6–8 % bis Jahresende ist mehr als nur Wunschdenken.
Ich hoffe du hast Recht holdon, wäre mega wenn wir stabile 8-10% bis Ende des Jahres an Nutzerbasis erreichen
Wieviel Prozent davon wollen sich mit einem anderen Betriebssystem – eben Linux – auseinandersetzen?
Das war z.B. überhaupt erst meine Motivation, überhaupt Linux mal auszuprobieren. Weil Windows 95 auf meinem ersten PC war “ok”, aber nicht das, was ich mir für ein OS vorgestellt hab. Da hatte ich echt Glück, ein halbes Jahr nach Erwerb des PCs mit Win95 hab ich schon mit Debian (und anderen Distris) probiert, bin dann aber bei Debian geblieben. Natürlich die Windows-Schiene wegen Schule/Ausbildung/Beruf weitergefahren. Aber parallel halt immer ein Linux. Und Gaming funktionierte zumindest für mich Anfang/Mitte der 2000er sehr gut unter Linux (RtCW:ET, Quake3, UT nativ, einige andere Spiele, vieles mit q3-Engine lief ja auch schon per wine damals). Und sowas wie xqf vermisste ich damals ganz massiv unter Windows, gab zwar andere Server-Browser, aber alle ziemlich überladen.