Noch ist Fedora 36 nicht generell verfügbar, da denken die Entwickler bereits über einschneidende Änderungen bei Fedora 37 nach, das im Herbst zur Veröffentlichung ansteht. Ein gestern eingereichter Änderungswunsch betrifft die Abschaffung des Legacy BIOS zugunsten von UEFI für die x86_64 Plattform.
Übergangsfrist ab Fedora 37
Demnach soll mit Fedora 37 Legacy BIOS für Neuinstallationen nicht mehr unterstützt werden. Bestandsanwender mit Legacy BIOS werden ihre Systeme noch auf Fedora 37 aktualisieren können. Damit will Fedora einen ersten Schritt in Richtung der Entfernung der Option gehen, eine Installation wahlweise mit Legacy BIOS oder UEFI durchzuführen.
Hersteller stellen Support ein
Die Hardwareanforderungen von Fedora erfordern bereits eine 2 GHz Dual-Core-CPU und somit Rechner, die nach 2006 ausgeliefert wurden. Obwohl bereits 1998 veröffentlicht, setzte sich UEFI aber erst ab 2010 gegen das herkömmliche BIOS durch, das mittlerweile von Branchengrößen wie Intel, Microsoft oder Apple als Altlast behandelt wird. So wird etwa der CSM-Kompatibilitätsmodus von Intel und anderen Herstellern seit 2020 weggelassen.
Es gibt keine Möglichkeit, Hardware in Rente zu schicken, ohne gewisse Reibungsverluste zu verursachen.
Fedora Entwickler
Die Fedora-Entwickler, die hinter dem Vorschlag stehen, sehen neben dem unabwendbaren Ende der Unterstützung durch Hersteller auch Vorteile für die eigene Codebasis. So würde der Code von GRUB2 und Anaconda schlanker und Syslinux könnte ganz verschwinden. Weitere Gründe, das herkömmliche BIOS in den Ruhestand zu schicken, sind laut den Entwicklern Secure Boot und der Firmware-Updater fwupd, der nur mit UEFI läuft. Auch die Support-Belastung würde sinken, da es nur noch einen Weg zur Installation gibt. Den Entwicklern ist dabei klar, dass sie damit künftig noch verwendete Hardware von der Nutzung von Fedora ausschließen werden, sehen aber keine alternative Vorgehensweise.
Fedora künftig ohne Legacy BIOS?
Noch ist der Vorschlag nicht vom Fedora- Leitungsgremium FESCo abgesegnet worden. Wann die effektive Entfernung von Legacy BIOS nach Fedora 37 stattfinden soll, ist noch unklar und hängt von den auftretenden Problemen ab. Die Diskussion über den Vorschlag zeigt seit gestern viele Einträge und wird kontrovers geführt. Einige Entwickler führen ins Feld, selbst Hardware zu besitzen, die mit UEFI Probleme hat.

Windows XP und FreeDOS wird die Nutzer retten müssen.
3,2,1 Los geht’s. Wann kommt der erste Kommentare, der darüber motzt, daß seine supertolle Hardware von 2008 nicht mehr supportet wird. Buhuuu und Secureboot und Firmware. Der Countdown läuft.
Genau. Ähnlich ist es ja mit den 32bit-Verfechtern. Irgendwann müssen einmal Altlasten beerdigt werden. Keiner kann mir sagen, dass 20 Jahre alte Hardware mit entsprechenden OS genau so performant und funktional arbeitet, wie aktuelle Systeme. Nur so ensteht Fortschritt. Allerdings geht es hier um Fedora. Diese Distri ist eh für Fortschritt und nicht für konservatives Festhalten am Alten bekannt, demnach sollte auch der Großteil der Nutzerbasis dahinter stehen.
Nunja, dank so einer Entscheidung kann ich nach ablauf von Lubuntu 18.04. eine neue Distro für mein Netbook suchen und testen. Wenn das Teil dann tatsächlich zu lahm ist kommts ausgeschlachtet in den Müll.
Ich habe bewusst, weil es nur Fehler macht, UEFI abgeschaltet. Seh ich auch beim derzeitigen Ubuntu 22.04 das UEFI gar nicht richtig funktioniert. Solange man als Endanwender diesen Securekram abschalten kann hab ich nix gegen EFI (mehr) es sollte aber stabil und ausgereift sein, was ich momentan nicht sehe. Daher würde ich mir wünschen das sich andre Distros dann noch Zeit lassen. Auf Fedora kann ich zur Not auch verzichten, das ist nicht wirklich ein Problem. Zum Problem wird es nur dann, wenn es unausgereift ist und alle Distros hinterher springen…
Bei Debian (Sid) kann ich nicht behaupten, dass UEFI instabil wäre oder sonstige Probleme verursacht.
Trozdem sollte man für ältere Geräte eine möglichkeit bieten. Sonst wachsen die Müllberge weiter. Das muss doch nicht sein! Deshalb hätte man den 32 Bit Support nochmal eine (halbe) Generation nach hinten schieben können. Das hätte Teils echt geholfen, so hat(te) man echt arbeit, wo das HomeOffice zuschlug und die Leute kein Geld für neue PCs haben und man nach ner passenden Distro suchen durfte… Wenn jetzt die Lebensmittlel- und Strompreise weiter explodieren wird das noch schlimmer werden und da will man den Leuten noch mehr vor den Kopf stoßen? Das wäre super dämlich.
Sicher, dass selbst in den ärmsten Regionen jemand noch auf ein 15 Jahre altes 32bit-Device angewiesen ist?
Angewiesen? Nein. Aber Spass machen die Dinger schon! Hier kommt demnächst ein Antix-21 32bit drauf.
Meine 17″ Multi-Media-Mouvie/Jukebox:
HP-PAVILION ZD 8000
(vor ner guten Woche geschenkt bekommen)
Bilder davon gibts im Web
Ok. Aber dafür gibt es ja noch genügend 32bit-Distributionen. Im Artikel geht es aber um Fedora, welches bekanntlich sich nicht auf Althardware fokussiert.
Ich kann alter Hardware überhaupt nichts abgewinnen. Aber jeder so, wie er mag. Bei der Kritik an solchen Entscheidungen muss man immer auch bedenken, dass alte Zöpfe auch immer Arbeit für die Entwickler/Maintainer bedeutet. Diese Zeit fehlt dann an anderer Stelle.
Fedora ist CUTting Edge, wie auch bei Arch (Beeding Edge) die Software von Morgen. Wer alte Hardware damit nutzt, hat überhauptnix begriffen und es ist auch völlig verschwendete Zeit darüber weiter zu diskutieren. Nutzt eine LTS Distro, wie Ubuntu 14.04. Kostet 40€ Support pro Monatm falls nötig.
Wenn Du jetzt noch begründest, warum alte Hardware und aktuelle Distribution nicht zusammen gehen sollen?
Den 32bit Support hat fedora schon 2019 eingestellt.
Jetzt geht es um 64bit Geräte die noch kein UEFI verbaut haben.
Da gibt es noch ein paar unverwüstliche Schätzlein die noch einigermaßen brauchbar sind. Das ThinkPad R500 zum Beispiel.
Nun, man kann bestimmt noch lange andere Distributionen dafür nutzen.
Lasst uns alle einfach für Zulauf zu Windows XP sorgen.
Wenn wir die ganze alte Hardware nicht mehr in Linux unterstützen, dann wird Windows XP mit seinen Sicherheitslücken zur nutzbaren Alternative.
Als Privatmensch ist es schließlich nur halb so schlimm, wenn der eigene Rechner zur Spamschleuder wird. Es trifft dann nur die Firmen wie IBM, aber die wollen das ja so.
Den Leuten bei Fedora fehlt somit einfach das nötige Zeugs für strategisches und taktisches Denken.
Das könnte daran liegen, dass UEFI nicht von den Distributionen implementiert wird, sondern von den Hardwareherstellern. Und da sieht jede Implementation qualitativ unterschiedlich aus. Teilweise sogar bei unterschiedlichen Serien des gleichen Herstellers.
Ganz im Gegenteil, es muss mitunter ziemlicher Aufwand in den Distributionen betrieben werden, um auch diese kaputten UEFI Umsetzungen lauffähig zu bekommen.
Hier keine Probleme mit UEFI.
Welche Distro?
Auf der Kiste lief ohne Probleme: Ubuntu 20.4, Debian 11 und jetzt Manjaro.
Ist von Tuxedo.
Das war die wichtigere Info! Manche Distis haben vielleicht auch bessere Workaround für miese UEFI-Implementierungen, aber vor allem kommt es doch auf eine gescheite Implementierung an!
Daher gibt es auch einige neue Hardware, die mit UEFI nicht startet/gut funktioniert.
Die Tuxedohardware ist nun keine spezielle Linuxhardware. Aber vermutlich Hardware die die UEFI korrekt anbietet.
Ja, so war es gemeint.
Also vor 1 Jahr.
Hat Canonical nicht vor kurzem angkündigt, die letzten LTS Ausgaben für 10 Jahre zu unterstützen*? Also bei Ubuntu 18.04 LTS wäre das EOL im April 2028.
*steht auch so auf der Ubuntu Lifecycle Seite
Na ja, mein Laptop ist von 2012 und würde nicht mehr supported werden. Aber ein Glück nutze ich kein Fedora.
Da hast du echt Glück gehabt!
OK, dann mache ich den Anfang und motze. Ja, ich verwende noch einen Notebook aus dem Jahr 2011. Da läuft zwar kein Fedora, aber Antix/Debian. Das Ding läuft problemlos und schnell. Wenn also andere nachziehen, dann muss ich das Ding wegschmeissen. Das finde ich schade. Gerade in Schwellenländern werden Notebooks/PCs sehr, sehr lange in Betrieb gehalten. Dort haben die Wenigsten die Kohle, sich von heute auf morgen einen neuen PC anzuschaffen.
Nimm einfach kein Fedora. Es wird genug Distros geben die altes Bios noch ewig supporten werden.
Selbst, wenn schlimmstenfalls Debian für die nächste Version entscheidet, 32bit bzw. Legacy BIOS rauszuschmeissen, wird Debian 11 noch bis 2026 supportet. Bis dahin wird es auch erschwingliche Altgeräte mit 64bit und UEFI geben. Selbst für die dritte Welt. Wie der Author bereits angemerkt hatte, die Altlasten bremsen langfristig den Fortschritt aus.
Wenn man aber kein Legacy betreibt macht man unnötige Resourcenverplämperung und Müllberge. Wennn dann eines Tages der Müllberg neben deiner Wohnung ist, wird das nicht mehr so Lustig sein. Kannst ja neu kaufen ist bei uns schnell gesagt. Bei armen Menschen aber ein Katastrophe.
So ähnlich war es auch mit 32 Bit Support Einstelung. Red Hat fing an und Ubuntu sprang hinterher und darauf folgten dann ganz viele, zum Glück aber nicht alle.
Entweder kriegt mein Netbook nach 18.0.4 Q4OS mit Trinity Desktop oder es fliegt wohl oder übel in den Müll…. Was unnötig wäre, weil es noch läuft. Ist zwar langsam, aber funktionieren tuts immer noch.
Wir schreiben hier über Hardware, welche frühstens in vielleicht 2 Jahren nicht unterstützt wird, die dann aber bereits mindestens 15 Jahre alt ist. Ich sehe ein, dass die meisten privaten Endnutzer bei den aktuellen Rechnerleistungen nie so häufig die Hardware upgraden sollten, wie es sich die Industrie wünscht. Aber nach 15 Jahren kann man schon den Stecker ziehen. Da werden eventuell bereits UEFI-Geräte der frühen Generation altbacken werden. Es geht hier doch wirklich nur um alte Bastlermaschinen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ernsthaft als seinen “Daily Driver” so einen Oldtimer einsetzt. Nicht umsonst setzt man in ärmerern Regionen eher auf günstige Smartphones, welche dann auch mehr Leistung haben.
In der Theorie gebe ich dir da gerne recht, aber oft fehlt auch in Deutschland mittlerweile das Geld. Da kann sich kein Schüler für über 1k € ein Laptop kaufen. Darunter ist das Spielzeug oder müsste in 3-4 Jahren wieder neu gekauft/getauscht werden. Das können die sich einfach nicht (mehr) Leisten. Also wird die alte Karre gefahren bis sie auseinander fällt und dann hat man das Dilemma das man kein Geld hat. Wenn die also ihr System nicht updaten können laufen die auch noch mit unsicherer Software rum. Dies konnte dank Open Source bisher sehr gut verhindert werden. Wenn man jetzt erst quasi vor kurzem 32 Bit abgekündigt hat und jetzt auch noch das Bios abkündigen will, dann kann das ganz schön stressig für diese Menschen werden. 32 Bit hat man Meiner Meinung nach zu schnell gekündigt. Das zeichnet sich jetzt erst ab. Da sind wirklich nur noch wenige Geräte am Laufen. So sollte das auch mit dem Bios sein. Was aber momentan nicht der fall wäre.
Außerdem sehe ich für Privatpersonen kein Vorteil bei Secureboot. Es schafft nur eine weitere Problemquelle in der Praxis. Es ist eine weitere Hürde um Linux dem unbedarften User nahe zu bringen. Dies ist aber unnötig…
Wenn du denen dann gerne einen neuen PC kaufst der nicht wieder in 2-4 Jahren unbrauchbar ist, dann freuen die sich sicher ein Loch in den Bauch und werfen die alte Gurke mit freuden weg.
Außerdem könnte Fedora damit strahlkraft ausgeben, also andre Distris auch dazu animieren das nach zu machen. Was Fedora da treibt ist erst einmal eigentlich unwichtig oder sogar egal. Wenn aber die Idee Schule macht, ist es nicht mehr egal was die da Treiben. Legacy Nutzer nutzen eh kein Fedora.
Die Idee wird natürlich Schule machen, aber bis das im Mainstream ankommt, werden Jahre vergehen.
PAE und NX Bit Suport wurde recht schnell von den gängigen großen Distributionen vorausgesetzt.
Warum sollte man nach 15 Jahren bei einem funktionierendes System den Stecker ziehen?
In manchen Fabriken werkelt noch ein Pentium Prozessor der als Daily Driver die 100 Mio Anlage noch am Laufen hält.
Auf der ISS ist es übrigens ein 386er.
Und nein, der kann nicht durch einen 486 ersetzt werden, weil der 486er einen 8 kB großen L1 Cache hat, der bei kosmischer Strahlung, wie sie im Weltraum herrscht, zu einem Problem werden könnte. Man hat schon damals den 386er gezielt für die ISS ausgesucht, als es den 486er bereits gab.
Dein Schawrz-Weiß-Denken ist doch völlig fehl am Platze, denn wie die Entwickler selbst anmerken, läuft die beste Linux Distribution nicht gut, auf einen schlecht-implementiertem UEFI.
Das ist ein Grund mehr den Legacy BIOS Support weiter zu unterstützen.
Du willst also ein System unterstützen, welches die Hardwarehersteller längst abgeschrieben haben? Ich bin gespannt, wie Du das umsetzen möchtest!
Wäre spannend ob der Fedora installer mit UEFI Emulatoren funktionieriert. Die kommen aus den alten Hackintosch Zeiten.
https://github.com/CloverHackyColor/CloverBootloader
Es gibt einen UEFI-Firmware Emulatior für den Pi 4: https://github.com/pftf/RPi4/releases
Beim Raspi 4 klappte noch die Installation des Fedora 35 aarch64 DVD ISO’s.
Dabei handelt es sich ja um eine sehr rudimentäre UEFI Firmware, die etwa dem “UEFI Legacy Mode” entsprechen dürfte.
Ich frage mich jetzt auch, ob diese Firmware dann den Ansprüchen von Fedora 37 noch genügten wird.
Also ich glaub, dass ein UEFI Emulator als Zwischenschicht wirklich viele Vorteile hat. Die Distributionen können einfach die ganzen Bioshacks raus hauen.
Und bei den UEFI Emulatoren kann man pro Maschiene die ganzen Hacks vorkonfigurieren und da die Energie rein stecken. Das kann dann wiederum jeder verwenden. Damit erhält man den Support für die ganzen alte Hardware an einer Stelle. Da es ja immer weniger Leute mit alter Hardware geben wird. Und gleichzeitig verhindert man die ganzen Müllberge weil die Distributionen keine Bios mehr unterstützen.