Mozilla hat turnusgemäß Firefox 154 freigegeben. Die neue Version des Open-Source-Browsers bringt neben kleineren Änderungen an der Bedienung vorwiegend Verbesserungen beim Schutz lokaler Netzwerke, bei der Profilsicherung und bei Webstandards. Die Einstellungen der KI-Funktionen können jetzt über die Schnellaktion KI-Einstellungen verwalten in der Adressleiste erreicht werden.
Firefox 154 ist zudem die letzte Version, die im Monatsrhythmus ausgeliefert wurde. Mit dem am 1. September erscheinenden Firefox 155 stellt Mozilla auf einen zweiwöchigen Release-Zyklus um. Damit sollen fertige Funktionen oder Verbesserungen den Nutzer schneller erreichen.
Startpage integriert
Für Anwender in Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz oder den Niederlanden hat Mozilla die Verwendung der datenschutzfreundlichen Suchmaschine Startpage vereinfacht. Sie zieht direkt in die Sucheinstellungen ein. Bisher mussten Anwender die Suchmaschine mit Ursprung in den Niederlanden manuell einrichten. Mozilla schreibt auf ihrem Blog, dass in Firefox bereits über eine Milliarde Suchanfragen pro Jahr über Startpage laufen. Die Suchmaschine liefert Suchergebnisse ohne Profiling und ohne KI. Versionen für Android und iOS werden für die Zukunft in Aussicht gestellt.
Schutz fürs lokale Netzwerk ausgebaut
Eine weitere Änderung betrifft das lokale Netzwerk. Der bereits vorhandene Schutz vor unerwünschten Zugriffen von Webseiten auf Geräte im lokalen Netzwerk greift nun auch bei WebSocket-Verbindungen. Versucht eine Webseite, darüber eine Verbindung zu einem Gerät im LAN herzustellen, fordert Firefox zuvor die Zustimmung des Anwenders an.
Kleinere Änderungen
Beim erzwungenen Neuladen einer Webseite leert Firefox 154 jetzt zusätzlich den Cache des Favicons und lädt das Symbol neu. Das behebt Fälle, in denen trotz eines Hard Reload weiterhin ein veraltetes Seitensymbol angezeigt wurde. Unter macOS angelegte lokale Profilsicherungen lassen sich künftig nicht nur dort, sondern auch unter Windows und Linux wiederherstellen. Firefox View verschwindet bei neuen sowie länger nicht verwendeten Profilen standardmäßig aus der Symbolleiste, bleibt aber über die Tab-Übersicht erreichbar und kann wieder zur Werkzeugleiste hinzugefügt werden.
Mozilla arbeitet außerdem weiter am Kontextmenü der Tabs. In Firefox Labs lässt sich ein experimentelles, deutlich kompakteres Menü aktivieren. Weniger häufig verwendete Aktionen wandern dabei in Untermenüs, während häufig genutzte Funktionen schneller erreichbar sein sollen. Der Test begann bereits im Nightly-Zweig von Firefox 154; das überarbeitete Menü gehört jedoch weiterhin zu Firefox Labs und ist damit noch nicht als neuer Standard festgelegt.
Dreimal ESR
Parallel zu Firefox 154 erscheinen Firefox ESR 153.1 und 140.14. Auch der eigentlich für ältere Systeme vorgesehene ESR-Zweig 115 wird mit Version 115.39 nochmals aktualisiert. Mozilla hatte die Unterstützung von Firefox ESR 115 für Windows 7, Windows 8 und 8.1 zuletzt bis März 2027 verlängert.
