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GNOME erhält 1 MIO. € vom deutschen Sovereign Tech Fund

Die GNOME Foundation hat eine Spende über 1 Million Euro vom Sovereign Tech Fund erhalten. Dabei handelt sich um einen Fördertopf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), um Open-Source-Software finanziell zu unterstützen.

Junge Institution

Dem Sovereign Tech Fund stehen für das Jahr 2023 insgesamt 11,5 Mio. Euro zur Verfügung, um kritische digitale Infrastrukturen zu unterstützen. Der noch junge Fonds hat seit Oktober 2022 Projekte wie unter anderem curl, Openssh, OpenMLS, Python, Sequoia PGP, WireGuard und das Yocto Projekt finanziell unterstützt.

Plattform modernisieren

Die GNOME Foundation will das Geld nutzen, um die Plattform zu modernisieren, die Werkzeuge und die Zugänglichkeit zu verbessern und Funktionen zu unterstützen, die im öffentlichen Interesse liegen. Konkret soll das Geld bis Ende 2024 in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

  • Verbesserung des aktuellen Stands der Barrierefreiheit
  • Entwurf und Prototyp eines neuen Zugänglichkeits-Stacks
  • Individuelle Verschlüsselung von Benutzerverzeichnissen
  • Modernisierung der Speicherung von Secrets
  • Erweiterung des Umfangs und der Qualität der Hardware-Unterstützung
  • Investitionen in Qualitätssicherung und Entwicklererfahrung
  • Freedesktop-APIs erweitern und ausbauen
  • Konsolidierung und Verbesserung der Plattformkomponenten

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21 Kommentare

  1. Der STF ist eine wirklich gute Institution. Ich hoffe der bleibt erhalten und wird weiter ausgebaut. Allerdings finde ich es schon spannend, wie sehr sie sich intern dann doch sehr stark in Abhängigkeiten begeben. Zumindest wenn man sich anschaut, welche Software sie so im Einsatz haben:

    Wir nutzen momentan: Apple Mac Anwendungen, iOS, Jira, Nextcloud, MS Office, 1Password, GitHub, Good Grants und Confluence

    laut Stellenausschreibung
    Apple, Atlassian und Microsoft. Klingt nicht gerade nach digitaler Souveränität.

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            1. Hast Du schonmal erlebt, das irgendwelche Gelder ohne ein Entgegenkommen etc. vergeben werden? Wäre etwas blauäugig dies anzunehmen, oder?

              Wer Geld gibt, der will auch etwas. Genau der Grund, warum ich niemals Gelder annehme für mein Business, auch Staatsgelder nicht. Nächstenliebe oder Volkswohlfahrt war gestern.

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                1. Die Frage ist aber schon legitim, wie wir in der Presselandschaft und bei Werbeanzeigen sehen. Der Staat hat durchaus ein Eigeninteresse welches auch mit unserem konträr gehen kann.

                  Glücklicherweise reden wir hier von Open Source Software – so wird der Einbau von Hintertürchen und irgendwelchen Überwachungsfunktionen kein Thema sein.

                  Wenn mit den Geldern die Barrierefreiheit von Gnome soweit verbesser wird, daß es bedenkenlos im öffentlichen Sektor eingesetzt werden kann – dann ist ja alles gut für beide Seiten. Die können Windows Lizenzen einsparen und wir bekommen ein besseres System. (und sei es daß “besser” weiter verbreitet bedeutet)

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              1. Wie funktioniert dann Open Source?
                Da werden Gelder gespendet, in eine Foundation eingezahlt und davon gefördert, Vereine gesponsert, …was auch immer. Da erwartet erst einmal keiner eine Gegenleistung. Es soll so etwas in unserer heutigen Zeit tatsächlich noch geben. Wir sprechen nicht von proprietären Produkten oder vielleicht von einer Crowd funding Initiative wo ich tatsächlich im besten Fall am Ende ein Produkt oder Dienstleistung erhalte.
                Nimm dir z.B. das Debian Projekt an. Die erhalten auch Spenden.
                Wenn du immer gleich setzt mit “ich spende etwas und erhalte dafür etwas”, dann ist das so, aber in dem Sinne wie ich das verstehe, dreht es sich um Spenden ohne Gegenleistung!

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                1. Ja versteh Dich schon. Gegen Spenden ist nichts einzuwenden. 😉
                  Was mir sauer aufstößt ist auch, das da Steuergelder verballert werden an der genau falschen Stelle.
                  Besser wäre es doch die in Deutschland ansässigen Support-und Customizing Firmen zu fördern, die dafür sorgen, das open-source im öffentlichen Bereich eingesetzt werden kann.

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                  1. Ja und nein mMn. Ohne solche Projekte, egal ob KDE, GNOME, XFCE4, … hättest du keine Grundlage. Deswegen ist es wichtig das diese Projekte gefördert werden.
                    Die Firmen, die solche Projekte nutzen um eine Dienstleistung zu verkaufen, profitieren schließlich davon, aber nur dann, wenn es die Projekte gibt und attraktiv sind.

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                  2. Viele Stadtverwaltungen und sonstige staatliche Strukturen setzen auf OpenSource – z.B. Nextcloud ohne viel Aufhebens darum zu machen und investieren auch Gelder in die Verbesserung dieser Software. Problem ist natürlich hier die Kirchturmspolitik – es wäre besser, wenn die da mehr zusammenarbeiten. (sind ja sonst auch nicht so zimperlich) Besser wäre es in der Tat, wenn sie eine Stadtverwaltung in einer Kleinstadt auf Linux Desktops umstellen (wenn die Fachanwendungen webbasiert sind, ist das risikolos möglich) und dabei die Ecken und Kanten von Gnome ausbessern – an konkreten Punkten – da kann ich mir Barrierefreiheit, Benutzerfreundlichkeit und Integration in ein Enterprise Umfeld gut vorstellen. Dann kann man das für die nächst größere Stadt einsetzen.

                    Einfach Geld über ein vermeintliches Problem zu kippen hat uns dahin gebracht, wo wir jetzt sind. (exorbitante Steuern und Schulden, disfunktionale Strukturen)

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      1. Weißt du welche Kriterien die Projekte/Einreichenden erfüllen müssen um gefördert zu werden?
        Bekommt KDE aus irgendeinem Fond oder ähnlichem Geld?
        Wie finanzieren die sich?
        Ach so: Nein, das wusste ich nicht, dass die Projekte sich bewerben müssen.

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              1. Ok, gelesen😉. Danke
                Da ist GNOME (natürlich wäre auch KDE oder Xfce4, …) perfekt als Projekt dafür geeignet.
                Ich erkenne hier aber keine Verpflichtungen anderen gegenüber, außer der Gesellschaft vielleicht (@ralf stephan).
                Euch einen schönen Sonntag noch.

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