Die Konzepte um Homeserver und NAS haben in den vergangenen Jahren umso mehr Fahrt aufgenommen, je mehr die Erkenntnis ins Bewusstsein der nicht so technik-affinen Masse dringt, dass die Cloud aus Servern besteht, die jemand anderem gehören.
Mit den eigenen Daten bezahlen
Oft genug sind das Unternehmen, deren bevorzugte Währung unsere Daten sind. Das führte dazu, dass Homeserver- und NAS-Software Konjunktur hat. Aber gerade die Varianten, die sich an weniger technik-affine Anwender wenden, erscheinen nicht wirklich ausgereift. Mir fallen da das noch in Beta befindliche UGOS von UGreen ein oder CasaOS und Umbrel.
New Kid on the Block
Bald wird es einen neuen Mitbewerber geben, von dem ich mir einiges erwarte. Es geht um HexOS, das von zwei ehemaligen Unraid-Entwicklern auf der Basis von TrueNAS Scale entwickelt wird. HexOS zielt darauf ab, Probleme zu lösen, die bestehende NAS-Lösungen wie Unraid und TrueNAS mitbringen. Es soll ein einfacheres, aber leistungsstarkes NAS-System sein, das keine umfassenden technischen Kenntnisse für den Betrieb erfordert. Zu den Hauptmerkmalen von HexOS gehören die Verwendung von ZFS, einfache NAS-zu-NAS-Backups und ein benutzerfreundlicher GUI-Ansatz zur Integration von Anwendungen, sodass auch Gelegenheitsanwender ihre eigenen NAS-Systeme sicher einrichten können.

Die richtige Balance
Derzeit ist die Software noch in einer frühen Pre-Alpha-Phase, noch wird eifrig an der Balance von Einfachheit und dem Maß möglicher Anpassung durch den Anwender geschraubt. Dabei geht es um Dinge wie: Wie viel von ZFS soll automatisiert werden und wie viel bleibt konfigurierbar. Auch das Storage-Modell ist in seinen Einzelheiten noch in der Diskussion.
Hinter HexOs steht eine neu gegründete Firma, in die der bekannte YouTuber Linus 250.000 US-Dollar investiert hat. Also ist davon auszugehen, dass HexOS zwar Open Source, aber nicht kostenlos sein wird. Wer die Entwicklung von HexOS verfolgen möchte, kann auf der unten auf der Webseite eine E-Mail-Adresse hinterlassen.

Klingt erstmal ganz spannend. Meine Syno pfeifft langsam aus dem letzten Loch und ich mache mir langsam Gedanken über einen Ersatz. Fragt sich halt, ob das Ding bis zum Release noch Unterstützung für BTRFS bekommt (und bevor einer Fragt, nein ich habe überhaupt nichts gegen ZFS, aber BTRFS kenne ich halt schon, nutze es auch auf dem Desktop und hab einfach keine Lust auch noch ZFS zu lernen). Plus eine GUI Verwaltung für Docker Container wäre niche to have
> Docker Container wäre niche to have
Dafür habe ich beim mir auf dem Synology am UI vorbei den – ebenfalls eingedockerten – portainer (portainer.io/) aufgesetzt. Das macht sehr viel mehr Laue als über das etwas umständliche UI der 6er. Vielleicht macht die 7er das besser, hab aber grade nicht vor ein Update zu wagen.
Ich habe den Newsletter einmal abonniert.
Meine Erfahrungen mit NAS(en). Angefangen habe ich mit einfachen Freigaben auf PCs, das ging dann über so einfache NAS von Zyxel NSA325 (insgesamt 3 Stück, Übertragung im 1GBit Netzwerk sehr sehr langsam, vielleicht 20-40MB/s), später dann alle Festplatten in ein Gehäuse mit Ubuntu Linux (später dann Ubunu Server). Die Freigaben waren dann immer “frei”, also jeder konnte im Heimnetzwerk darauf zugreifen, ansonsten lief nur Plex auf dem Server. Dieser wurde auch nur bei Bedarf eingeschaltet.
Später kam dann mal ein Raspberry mit nextcloud und externer Festplatte dazu, die ich auch über das Internet freigab, aber die Performance, naja, war nur ein Raspberry 3B, Geschwindigkeit im Heimnetzwerk bei vielleicht max. 10MB/s, da dieser nur einen 100MBit Anschluss hat.
Nachdem die SSD im Ubuntu Server kaputt ging, begann ich nach “richtigen” Systemen zu suchen, OMV, TrueNAS usw., aber keines konnte mich irgendwie überzeugen. Eine einfache Voraussetzung erfüllten sie nie, die komplette Verschlüsselung der Festplatten, bei OMV musste ich jede einzelne Festplatte verschlüsseln und nach dem Neustart wieder einzeln entschlüsseln, bei TrueNAS fand ich irgendwie keine Option dafür.
Irgendwann bin ich dann auf Unraid gestoßen, das hat mich total überzeugt, daher bin ich gespannt, wie HexOS sein wird, auch wenn es auf TrueNAS aufbaut. Ich konnte mir 2 Lizenzen von Unraid als Pro Version kaufen, bevor das Abo Modell kam, da ich 2 Rechner an 2 Orten stehen habe, die untereinander synchronisiert werden (LuckyBackup). Wenn ein NAS System, dann Unraid (noch :-)), die Festplatten sind voll verschlüsselt, wenn jemand den Server klaut sind die Daten sicher, Zugriff im Heimnetzwerk nur mit Passwort (klar, geht auch mit Samba etc.), bzw. für eine Freigabe Zugriff für alle. Kann als Spieleserver, Mediaserver, Nextcloud…. fungieren. Unraid ist für mich noch das beste System.
Ich schließe mich da mit der eigen Doofheit an.
Ein NAS besteht für mich immer noch aus einem schlichten rpi3, einer USB3-HD und nfs. Vielleicht ist das aber viel zu einfach und zu billig um als Produkt zu taugen. Und ja, man kann ja noch viel viel mehr machen und dann wird es halt ein wenig aufwendiger, aber genau das brauche ich eigentlich nicht.
Es gibt doch Lösungen für alle möglichen Anforderungen.
Wenn bei dir ein Raspi ausreicht, warum nicht.
Da kann auch ein Fileserver drauf laufen. Warum nicht. Ist vielleicht etwas aufwendiger in der Erstkonfiguration, aber wenn alles statisch ist, macht auch das durchaus Sinn.
Aufwendig und kompliziert wird es dann, wenn mehrere Dienste und Anwendungen darauf laufen.
Dann braucht es auch deutlich mehr Wissen.
Hier kommen fertige Lösungen oder gute Anleitungen zum Einsatz. Mit entsprechender Distro wird es auch deutlich einfacher.
Aber ja, alles geht😉.
Auf jedem Rechner hat ein bestimmter User auch die selbe UID. Das regelt von allein alle Rechte für den Datenzugriff. Das ist überhaupt kein Konfigurationsaufwand. Das bedarf einer einzigen grundsätzlichen Überlegung mehr nicht. Der Zugriff auf gemeinsame Daten wird mit Guppenrechten geregelt (Musik, Videos). Die Bedienung unterscheidet sich durch nichts vom Arbeiten auf dem Einzelrechner und Wartung brauch es auch nicht solange es läuft. Auf einer 2. HD findet die zentralisierte Datensicherung statt. Mit einem USB3-HuB lassen sich so viele HD’s an dem rpi3 mit Strom versorgen wie gebraucht werden.
Hey, ich glaube du hast mich falsch verstanden.
Für mich ist erst einmal jegliche Lösung Ok. Es braucht nicht immer eine NAS Distribution! Ein Raspi kann auch ausreichen. Alles gut! Ich bin für dich😁.
Was ich sagte: Fileserver, Ersteinrichtung kann, muss aber nicht, etwas aufwendiger bei der Konfi sein.
Aber, je nachdem was du mit dem NAS anstellst und wieviel Wissen und Übung du hast, kann, muss aber nicht😁, eine NAS spezifische Distribution für denjenigen, die bessere und einfachere Lösung sein.
Ich hatte seiner Zeit in einem Debian Forum (ich nutze Debian) nach einer NAS Distri gefragt und da waren empörte Antworten dabei. Wie könnte ich nur, ein auf Debian basierender Server sei doch viel besser, ….und eben auch wie hier: Je nach dem was du damit vor hast, deinem persönlichem Gusto und deinem Wissensstand.
Wir du siehst: Alles sehr individuell.
JETZT habe ich es, warum mich der Begriff NAS stört. Für mich ist ein NAS ein Speicher(-medium) auf das ich via Netzwerk (welches auch immer) Zugriff habe, und kein “full-featured-server”.
Ist natürlich Korinthenkackerei von mir und ich verstehe jetzt auch, dass es Leute gibt die keine Lust darauf haben, sich mit derm smb.conf rumzuschlagen. Und ich bin Communities, wie dietpi, über die “echte” Debianer nur lachen, sehr dankbar für deren Arbeit um mir das Leben zu vereinfachen.
Gruß
Wenn es so für dich passt und von der Performance ausreichend ist, ist es doch ok. Ob man nun einen Raspi mit einfacher Dateifreigabe nutzt, oder ein System mit x HDDs ist noch schnuppe. Bei mir werkelt auch noch ein Raspi2 mit Samba zum simplen Dateiaustausch im LAN und radicale als Kalender fürn Thunderbird.
Ansonsten habe ich bei mir noch einen älteren PC mit OMV. Funzt wunderprächtig und problemlos.
Mal so für doofe (ich schließe mich da ein):
Natürlich lassen sich obige Meinungen von mir diskutieren und sie stellen nur meinen Tellerrand dar, aber was ich verstehe: schnappe dir einen kleinen Rechner, installiere ein Linux deiner Wahl, installiere und konfiguriere Samba für Windowszugriff und schon habe ich ein N(etwork)A(ttached)S(torage)?! Oder?
Ach ja: die Frage für doofe: warum jetzt ein spezielles OS??
Gruß
ich ich vermute Du findest die Antwort auf Deine Frage durch das “Studium” des Artikel auf den Du Deine Frage beziehst 😉
(erster Hinweis in der Einleitung)
Wenn man ganz viel Zeit und Ahnung hat, kann man sich das selbst zusammenstricken. Ansonsten nimmt man halt ne Open-Source-NAS-Software, die es für Einsteiger und Fortgeschrittene gibt. Aber eigentlich erklärt das doch die News.
Natürlich könntest du z.b. auch ein Debian nutzen und würdest alle Dienste einrichten, die eine NAS Distri auch bereit stellt.
OMV (Open Media Vault) z.b. basiert auf Debian. Die installieren nur das, was du für den NAS Betrieb benötigst.
Zumal sie eine WebGUI bereitstellen, über die du das NAS administrierst.
Scripte sind angepasst, zusätzliche programmiert, Konfigurationen angepasst oder vor konfiguriert, …Pakete vielleicht angepasst oder zusätzlich aufgenommen, Container bereitstellen/ermöglichen, …also lässt sich sagen, dass dir OMV ganz viel Arbeit abnimmt, die du ansonsten selber erledigen müsstest, um ein betriebsbereites NAS zu haben.
Glaube mir: Wenn du nicht abtauchen möchtest, dann macht so eine Distro absolut Sinn.
Du müsstest dich viel zu viel damit beschäftigen. Ist ja auch unter Umständen ein Sicherheitsaspekt um den es geht.
Ich bin auch kein Freund von fix & fertig Lösungen.
Habe mir seiner Zeit eines selber gebaut (HW Konfigurationen abgekupfert) und OMV dafür aufgespielt.
Ich kann aber auch verstehen, wenn jemand fertige Lösungen nutzen möchte.
Unbedingt mMn zu unterscheiden: Läuft das NAS nur im LAN oder geht das auch extern? In beiden Fällen darfst du keine Lücken haben. Noch einmal schärfer ist aber wenn du Dienste (z.b. Nextcloud) nach außen hin öffnest.
Das würde ich mir immer überlegen und für mich bisher ein NoGo.
Liegt aber daran, dass ich mich nicht so viel darum kümmern möchte und das müsstest du für mein Verständnis. Wird bestimmt auch andere Meinungen dazu geben.
Ich bin der Meinung meine Grenzen gut einschätzen zu können.
Ich habe das ein paar Jahre lang gemacht.
Der Aufwand für mich, als mehr oder weniger Laien, war schon enorm.
Vor allem habe ich mehrfach auch Lehrgeld zahlen müssen, z.B. bei der Auswahl der Festplatten.
Nach einem größeren Hardwareschaden konnte ich ein damals schon gebrauchtes NAS-System für nur wenig Geld erwerben. Und da mußte ich mich um praktisch nichts mehr kümmern.
Das graue Kästchen tut heute noch. Allerdings nur noch als Backupspeicher.
Okay, dann denke ich jetzt den Gedanken hinter dem System zu verstehen 🙂
Vielleicht probiere ich ja mal das ein oder andere NAS-System aus.
Ist bei mir aber ähnlich, habe auf meinem kleinen Server einfach ein Dietpi draufgezogen da es so schön und einfach den Nextcloud-Server sowie das Docker-Grundsystem mit “einem Klick” installiert. Samba konfiguriere ich mir im Heimnetz immer selber, aber ich verstehe warum man da lieber ein System hat, dass einem die Benutzerkonten einrichtet.
Nach draußen geht aber grundsätzlich nichts, da ich keine Lust habe mich mit den Sicherheitsaspekten auseinanderzusetzen 😉 Unser Handys synchronisieren alle automatisch sobald im heimischen WLan und das reicht uns völlig aus.
Gruß
Gesunde Einstellung😁.
Es gibt viele Gute Beispiel Konfigurationen von NAS Systemen, wo oftmals OMV zum Einsatz kommt.
Such mal im Netz. Du wirst garantiert fündig.
So habe ich es auch gemacht und mit der Expertise einer Fachzeitschrift kombiniert.
Das NAS schnurrt seit vielen Jahren und ob wohl ich mich sehr gemäßigt darum kümmere. Läuft aber nur im LAN.
Bei allem anderen müssten meine Bemühungen deutlich intensiver sein.
ich sags nur ungern aber du hast recht, es geht auch einfach ihne truenas oder unraid oder dem hier.
debian installieren, cockpit installieren dann webrowser die ip eingeben und den raid per klick auswählen, unter filesharing nfs oder smb einrichten mit wenigen klicks, fertig, bei bedarf kann man noch das vm oder portainer addon nach installieren dann i alles abgedeckt
Ich bin ja grundsätzlich offen für Lösungen. Habe mich seiner Zeit für OMV auf einer selbst konfigurierten HW entschieden und fahre damit bis heute sehr gut. Dennoch bin ich a) immer an neuem interessiert und b) hat auch OMV das ein oder andere, was mich nervt.
Was ist für dich der Vorteil von einem Debian Server mit Cockpit im Vergleich zu einer NAS spezifischen Distribution?
Es geht mir da genau so, ich probiere und teste auch alles möglich aus, was in die Richtung geht. Ob nun ein klassisches Debian mit SMB/NFS Freigaben, oder TrueNAS, EasyNAS, XigmaNAS, Umbrel und und und. Es macht einfach Spaß, Spielkind eben.
Ich hinke bei OMV immer hinterher, weil das Update bzw. Upgrade auf die nächst höhere Version meist nicht gut für mich ausgegangen ist.
Da ein Backup der Konfigdateien bisher nicht möglich war bzw. das einspielen auf eine neue Version nicht funktioniert, bin ich sehr zurückhaltend.
Das ist nicht ganz so tragisch, da das NAS nur im LAN läuft. Dennoch mag ich es nicht, wenn das System nicht auf Stand ist.
Grundsätzlich läuft alles und ich bin auch mit der Performance zufrieden.
Allerdings fungiert das NAS bei mir lediglich als Familienspeicher (gemeinsame Ablage und einzeln), DLNA-Server für Musik und Video und Ablage der Aufnahmen vom TVHeadend der auf selbigem NAS läuft. LibreELEC befeuert das NAS, ist jedoch in einer Android SetTop-Box beheimatet.
Auf dem NAS läuft keine Nextcloud & Co. und auch keine HDDs im RAID Verbund (ist nicht ganz so wichtig und Datenbackup gibt es auch regelmäßig😁).
Eigentlich schreit das nach einem Server mit z.B. Cockpit. Nun weiß ich aber, dass Distris wie OMV, noch viel mehr im Hintergrund tun und da habe ich meine Zweifel wie gut ich das mit wenig Aufwand hin bekommen würde.
Auf der anderen Seite gibt es leider auch einige Dinge die bei OMV speziell zu Debian im Vergleich angepasst sind. Das mag ich eigentlich nicht so gerne.
Container benötige ich bisher nicht.
TVHeadend z.b. gibt es bei OMV leider nur noch als Container, was mir gar nicht gefällt.
Vielleicht probiere ich einfach mal ein Debian als Server mit Cockpit aus.
zu deiner frage weiter oben was für mich der vorteil ist, den hast du dir gerade selbst beantwortet.
du hast nicht haufen zeugs was im hintergrund lauft, musst nichts deaktivieren etc, zudem kannst alles machen wie bei debian und bist nicht limitiert durch spezielle repos oder sonstigem.
via Cockpit kannst auch easy ein raid erstellen zb 2x raid 5 wie bei mir, easy nfs oder smb freigaben erstellen, kvms verwalten, dockers, auch ecoten wie flatpaks etc die aber dann eher via konsole.
aber probiert es selbst mal aus wenn ihr lust und laune habt
Danke. Ich überlege schon seit Beginn der Diskussion. Habe noch einen älteren Rechner herum stehen (mein ehemaliger Arbeitsrechner) den ich zum testen nutzen könnte. Da tut es nicht weh😁.
Wie schaut es aus bzgl. Spin-off für die Platten bei Inaktivität, Wale on LAN, Shutdown, DLNA-Server Verwaltung (kenne miniDLNA), …das sind ha alles so Sachen, die möglicherweise nicht via Cockpit laufen.
bzgl spin off ka nie genutzt, hab ja raid platten für 24/7 drinn und strom verbrauch is auch ok,
wol, dlna nutz ich nicht,
shutdown nur beim strom ausfall ansonnsten 247 betrieb aber kannst auch einfach ausschalten
kann zu den themen leider ned viel sagen
Alles gut. Habe das Thema in einem geeignetem Forum diskutiert.
Ist hier einfach nicht der richtige Ort.
Ich werde das einfach mal ausprobieren inkl. Cockpit.