Jonathan Riddell hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Rollen in der Linux-Entwicklung ausgefüllt. Er war einige Jahre Release-Manager und Projektleiter bei Kubuntu, bis er sich 2015 mit Canonical überwarf und zurücktrat. Er warf Canonical falsche Markenpolitik vor und kehrte dem Unternehmen den Rücken zu. Im Jahr 2016 war Riddell zusammen mit Harald Sittler einer der Gründer von KDE neon, einem Projekt, das auf Ubuntu LTS basiert und obendrauf neueste KDE-Pakete in verschiedenen Reifegraden ausliefert.
Riddell tritt zurück
Seit 2020 war Riddell zusätzlich Release Manager für den KDE Plasma Desktop und war stark in die Entwicklung von Plasma 6 involviert. Bereits 2015 hatte er das erste Test-Image von Plasma 5 mit Wayland veröffentlicht. Jetzt gab er bekannt, dass er mit dem Abschluss der Reihe 6.3 als Plasma-Release-Manager zurücktritt. Das geht aus einer kurzen Notiz in einem Eintrag zur Veröffentlichung von Plasma 6.3.3 auf der KDE-Mailingliste hervor. Der Zyklus von Plasma 6.3 endet am 6. Mai mit der Veröffentlichung von Plasma 6.3.5. Bis zum Erscheinen von Plasma 6.4 Mitte Juni muss KDE also spätestens einen neuen Release-Manager finden. Über Riddells Gründe für den Rücktritt ist bisher nichts bekannt.

Mit Jonathan Riddell geht ein Urgestein der KDE Gemeinschaft. Da kann man nur alles Gute wünschen.
Nebenbei wäre für KDE neon m.M.n. damit eventuell auch die Zeit gekommen Überlegungen anzustellen, die Paketbasis auf Debian umzustellen, da Canonical mit snap zunehmend zu einem Spezialfall wird. Das neue Debian Realize bietet sich hierfür direkt an. Ist hierüber etwas bekannt?
Man wollte doch bei KDE weg von Neon bzw. weg von dem Ubuntu LTS Unterbau und eine neue auf Arch basierende Distro entwickeln.