Plasma 6

KDE Plasma 6 kommt gut voran

Die Entwicklung der auf Qt 6 basierten nächsten Generation des Plasma-Desktops des KDE-Projekts liegt im Zeitplan. Das berichtet KDE-Entwickler und Blogger Nate Graham in einem aktuellen Fortschrittsbericht.

Im Zeitplan

Das Aufräumen und die Portierung des Codes von Plasma 5 ist termingerecht zum größten Teil beendet, nun geht es an die Implementierung der geplanten Änderungen. Lediglich die Portierung einer Reihe von Applets weg von der noch aus KDE4-Zeiten stammenden Technik der DataEngines hin zu moderneren QML-Bindings steht teilweise noch aus.

KDE Frameworks 6

Auch bei den Frameworks 6, die technisch gesehen unabhängig von Plasma 6 sind, wurde viel Portierungsarbeit geleistet. Das meiste davon wird der Anwender später gar nicht bemerken. Eine Ausnahme bilden die dem User zugewandten Änderungen bei den Kirigami-Icons, die künftig nicht mehr dem Plasma-Stil, sondern dem systemweiten Icon-Set entstammen, um einen einheitlichen Icon-Stil sowohl für Plasma als auch für Anwendungen zu erreichen.

Eine weitere Ausnahme sind die KCM-Module, die die einzelnen Seiten der Systemeinstellungen darstellen. Hier sollen die Informationen, die jetzt noch im Footer sind, in den Header aufgenommen zu werden, sodass der Anwender alle Bedienelemente an einer Stelle vorfindet. Weitere geplante Implementierungen finden sich am Ende der Plasma-6-Wiki-Seite.

Plasma 6 und KF 6 als Vorschau

Das Projekt KDE neon bietet bereits seit einiger Zeit in seiner Unstable-Edition eine Vorschau auf Plasma 6. Jetzt werden durch die Installation eines experimentellen Pakets dort auch die aktuellen KDE Frameworks eingebunden. Dazu installiert man in der Unstable-Edition das Paket neon-settings-experimental, gefolgt von einem full-upgrade. Dabei werden laut dpkg angeblich viele Pakete einem Downgrade unterzogen, was aber nur an den Versionsnummern liegt. Tatsächlich findet ein Upgrade statt und diese Meldungen können getrost ignoriert werden.

Wenn das Tempo der Entwicklung aufrechterhalten werden kann, werden wir in diesem Jahr zumindest noch eine erste Beta-Version von KDE Plasma 6 zu sehen bekommen.

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12 Kommentare

      1. Also offiziell empfohlen wird immer Gnome. Stabil, zuverlässig und äußerst produktiv. Die Entwicklung ist geradeaus und durch und durch konsequent, man schaue sich nur die offiziellen Gnome-Apps an. Das merkt man aber erst wenn man wirklich mit GNOME arbeitet. KDE ist spielkram. Aber wenigsten haben die Entweickler nun auch begriffen das nicht jede Funktion wirklich sinnvoll ist und anfangen den Kern zu entschlacken 🙂

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        1. Na ich würde eher sagen, wenn man mit Gnome arbeitet merkt man, wie eingeschränkt viele der Gnome-Apps sind 😉

          Klar, was Konsistenz und Optik aus einem Guss angeht ist Gnome spitze. Ich bin aber eher im Team ‘Form follows function’ ^^

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        2. … produktiv … nun ja. Man ist auf einen, wie ich finde eher speziellen, Workflow eingeschränkt. Will man den anpassen, weil man eben anders “tickt” als die GNOME Entwickler, dann ist es Essig mit “produktiv”.

          … stabil … ja, wo nix ist, was kaputt gehen kann geht auch nix kaputt, die Funktionsdysplementierung hat GNOME jahrelang konsequent betrieben. GNOME Apps können nur noch das allernötigste (das aber gut).

          … zuverlässig … im Sinne von stabil, ja, aber man weiß nie so recht, was als nächstes weggespart wird.

          Und dass KDE “Spielkram” ist, kann nur jemand sagen, der sehr lange kein aktuelles KDE verwendet hat.

          Das alte Lied: GNOME ist für die, die damit klar kommen ganz prima, andere, die von einem System mehr Flexibilität möchten, können KDE nehmen, stabil sind (mittlerweile) beide. Ich bin halt von der Fraktion, die möchte, dass sich die Arbeitsumgebung ihrem Arbeitsstil anpassen soll, und nicht andersherum. That’s what freedom is (partially) about.

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          1. Seinen Workflow kann man wunderbar auf GNOME übertragen. Vanilla GNOME kommt mit nichts daher, das stimmt und die Handhabung mit den Erweiterung ist ebenfalls noch verbesserungsbedürftig. Aber eben mit diesen Erweiterungen wird GNOME zum Überflieger. Vermisst jemand die Taskleiste, dieman zudem auch noch mehr optimieren/konfigurieren kann als KDE&XFCE zusammen: Dash2Panel, oder ein Startmenü, ebenfalls höchst anpassbar: Arc-Menu. Möchte jemand ohne Maus arbeiten und seine Fenster automatisch anordnen lassen? Popshell, TilingManager etc. … Zuletzt installiert man sich SaveDesktop von Flathub und fertig. Also ich kenn mittlerweile so ziemlich alle DEs, aber an GNOME kommt nix ran und es gibt immer mehr Apps die allesamt auf Flathub zufinden sind, die genau eine Sache tun und das richtig.

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            1. Und, zumindest war das in der Vergangenheit “zuverlässig” so, wenn eine neue GNOME Version kommt, funktionieren die Hälfte der Extensions nicht mehr, oder müssen erst noch portiert werden (oder werden es u.U. nicht). Alternative Taskleisten kann ich in KDE auch haben (von Docks, die man überall installieren kann ganz abgesehen). Tiling gibt es bei KDE (etwas versteckt) out-of-the-box https://www.tuxedocomputers.com/de/Smarte-Fenster-Tiling-mit-KDE-Plasma-5-27.tuxedo und per Erweiterung … und dann gibt es oben drauf noch KDE Goodies, wie Activites …
              Aber wie gesagt, jeder nach seiner Facon. Der eine nimmt was rudimentäres und erweitert es sich (so GNOME will) und der andere nimmt was, was ihm per Default näher kommt und konfiguriert es sich.

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        3. Also offiziell empfohlen wird immer Gnome. Stabil, zuverlässig und äußerst produktiv

          Von wem? Hast du da eine Quelle dazu? Nur weil viele Distros Gnome als ihr Standard DE nehmen, ist es noch lange keine Empfehlung.

          Ich habe jetzt in meinen ca. 20 Jahren Linux Praxis, so ziemlich alles an Desktops und Window Managern bei mir auf den Systemen gehabt. Auch Gnome/Gnomeshell. Ich mag es nicht, weil es nicht zu meiner Arbeitsweise passt. Es ist einfach nicht meins.

          Aber ich würde niemanden davon abraten Gnome zu nutzen. Das steht mir nicht zu, andern vorzuschreiben, was sie zu nutzen haben.Es soll jeder selbst herausfinden, welches DE zu einem passt. Wenn aber leider eine Distro, nur und ausschließlich Gnome anbietet, muss man damit leben.

          Jedes DE hat seine Vor- und Nachteile. Der eine mag einen Desktop, wo man vieles einstellen kann und viele Gimmicks hat (Fensteranimation etc.). Ein anderer kann nur mit einem tiling window manager (i3, bspwm …) richtig arbeiten. Jeder wie es einem beliebt. Es ist doch schön, eine so eine große Auswahl zu haben.

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  1. Eigentlich ist das dich “nur” gegen qt6 kompilieren und die geworfen fehler entfernen, richtig?

    Ich hoffe die machen auch was an der PIM-suite, gerade wenn man KDE in Geschäftsfeld einsetzt, hakt es hier und da noch etwas

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