LXD 5.2

LXD Container-Software geforkt

Vor rund einem Monat beschloss Canonical, die Container-Software LXD aus der Betreuung durch Linux Containers herauszunehmen und in die eigene Infrastruktur zu integrieren. Zeitgleich hatte LXD-Hauptentwickler Stéphane Graber Canonical nach 12 Jahren verlassen. Im Nachgang hat Canonical dann die Betreuung von LXD auf die eigenen Angestellten beschränkt.

Fork als Reaktion

In Reaktion darauf hat das Linux-Containers-Projekt jetzt einen Fork von LXD namens Incus vorgestellt. Verantwortlich für den Fork ist Aleksa Sarai, der zuletzt LXD für openSUSE betreut hat und ansonsten an der Container-Laufzeitumgebung runc arbeitet. Zunächst war Incus ein persönliches Projekt, fand aber schnell Interesse in der Community. Damit erhält Incus nun Zugriff auf die gleiche Infrastruktur bei Linux Containers, die zuvor LXD zur Verfügung stand.

Community-Projekt

Das Ziel von Incus ist es, eine vollständig von der Community gesteuerte Alternative zu Canonicals LXD zu schaffen und eine Möglichkeit zu bieten, einige Fehler zu korrigieren, die während der Entwicklung von LXD gemacht wurden und nicht korrigiert werden konnten, ohne die Abwärtskompatibilität zu verletzen.

Gut betreut

Die Betreuung wird neben Stéphane Graber auch von den ursprünglichen LXD-Entwicklern Christian Brauner, Serge Hallyn und Tycho Andersen übernommen. Es gibt zu diesem frühen Zeitpunkt keine klar definierte Roadmap. Incus wird die Änderungen in LXD verfolgen und wird wahrscheinlich mit der Zeit davon abweichen, wenn abweichende Entscheidungen getroffen werden.

Ein stabiles Release von Incus wird wahrscheinlich noch einige Monate auf sich warten lassen, sodass bestehende LXD-Benutzer noch ausreichend Zeit zur Migration haben.

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