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KDE zieht Bilanz: Quartalsbericht zur Spende der Sovereign Tech Agency

Seit Anfang 2026 fließt Geld der deutschen Sovereign Tech Agency in die Weiterentwicklung von KDE. Jetzt gibt das Projekt zum ersten Mal öffentlich Einblick, wohin die Mittel konkret geflossen sind. Mit This Quarter in KDE Digital Sovereignty startet eine neue Blogreihe, die künftig regelmäßig über die geförderten Arbeiten am gesamten KDE-Software-Stack berichtet. Den Auftakt macht ein Rückblick auf das zweite Quartal 2026.

QA und automatisiertes Testen

Ein Großteil der Arbeit floss bislang quer durch Plasma, KDE Linux und KDE PIM in Qualitätssicherung und automatisiertes Testen. Bei PIM entstanden umfangreiche neue Testsuiten für IMAP- sowie CalDAV-/CardDAV-Ressourcen, wodurch unter anderem ein Bug bei wiederkehrenden Terminen mit Ausnahmen aufgefallen und behoben werden konnte. Bei der in der Entwicklung befindlichen Distribution KDE Linux läuft inzwischen ein openQA-basiertes Testsystem, das bereits eine versehentliche Regression in KWallet sowie einen KWin-Absturz durch einen kurzzeitigen GCC-Bug in Arch Linux aufgespürt hat.

KMail aufgebohrt

Auf der Mail-Seite wurde die Unterstützung für IMAP4 Revision 2 ausgebaut, mit neuen Erweiterungen. Das beschleunigt die Synchronisation von Postfächern spürbar und spart Bandbreite. Parallel entsteht eine Bibliothek zur automatischen Konto-Konfiguration, mit der künftig ein einziges Log-in aus E-Mail-Adresse und Passwort reichen soll, um Mail, Kalender und Identität einzurichten. Auch Push-Benachrichtigungen für DAV-Kalender sind in Arbeit, basierend auf einem Entwurf der DAVx⁵-Entwickler.

Entwicklung von KConfigXT

Weitere Baustellen betreffen Plasma direkt: Die FUSE-basierte Einbindung von Netzwerkfreigaben wird überarbeitet, sodass Freigaben künftig auch ohne vorherigen Dolphin-Zugriff eingebunden und über die Orte-Leiste erreichbar sein sollen. Für mehr Datensicherheit sorgt ein neuer Dienst zur Anbindung von Btrfs-Snapshots, der zunächst in Dolphin die Wiederherstellung älterer Dateiversionen ermöglichen soll. Auch das Backup-Tool Kup bekommt eine überarbeitete Oberfläche. Und schließlich läuft die schrittweise Umstellung auf das modernere Konfigurationssystem KConfigXT, das langfristig auch ein grafisches Verwaltungswerkzeug ähnlich GNOMEs DConf Editor ermöglichen könnte.

Die Entwickler bei KDE betonen, dass es sich bei diesem Quartal vor allem um Grundlagenarbeit handelte, um für die kommenden, stärker nutzerseitig sichtbaren Verbesserungen ein stabiles Fundament zu schaffen.

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