Librem Mini wird ausgeliefert

Librem Mini
Bild: Librem Mini | Quelle: Purism | Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Hardware-Hersteller Purism arbeitet seit Jahren an einem Portfolio von Geräten, die dem Besitzer den sicheren Betrieb von Hard- und Software und den Schutz der Privatsphäre weitestgehend garantieren sollen. Dazu gehören die Notebooks Librem 13 und 15, ein Server sowie das noch in der Entwicklung befindliche Linux-Phone Librem 5.

Workstation oder Home-Server

Jetzt gesellt sich der als Workstation oder Home-Server konzipierte Librem Mini dazu. Die Geräte werden ab sofort an die Vorbesteller ausgeliefert. Das geht aus einem Blog-Eintrag auf der Webseite des Unternehmens hervor.

Der Librem Mini ist ein kleiner Rechner mit den Ausmaßen 12,8 × 12.8 × 3.8 cm und einem Gewicht von rund zwei Pfund, der als CPU über einen Intel Core i7 8565U der Baureihe Whiskey Lake verfügt. Der Rechner bietet Platz für bis zu 64 GByte RAM sowie eine SATA-III-SSD und einen M.2-Steckplatz für SATA III oder NVME x4. Der Preis liegt bei 699 US-Dollar.

PureBoot, Coreboot und PureOS

Als Betriebssystem kommt das hauseigene PureOS, ein auf Datensicherheit und Schutz der Privatsphäre getrimmter Debian-Ableger zum Einsatz. Fast noch wichtiger für bestimmte Käuferschichten ist PureBoot, das einen hoch abgesicherten Bootprozess ermöglicht.

Lüfterregelung fehlt noch

PureBoot, Coreboot und der Librem Key sorgen im Zusammenspiel dafür, dass der Librem Mini beim Bootprozess nicht unerkannt manipuliert werden kann. Eines gilt es für Vorbesteller jedoch zu beachten, denn bisher ist die CPU nur passiv gekühlt, da die automatische Lüfterregelung noch nicht zufriedenstellend funktioniert. Das soll bald per Firmware-Update nachgereicht werden.

Kunden, die sich ein Firmware-Update mit dem hauseigenen Coreboot-Update-Tool nicht zutrauen, können die Auslieferung zurückstellen, bis das Update integriert ist. Bestellungen, die ab jetzt eingehen, werden innerhalb rund 10 Werktagen ausgeliefert.

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6 Kommentare

  1. EUR 700 auf den Tisch des Hauses (ist das brutto oder netto – vermutlich kommen noch Umsatzsteuer und Zoll darauf, da sind wie bei über EUR 800.) Das ist schon eine Hausnummer für einen “Home Server”. Dafür müssen sie dann schon etwas bieten. Sonst ist es nur ein Rechner mit Haltung für alle die, denen Apple zu poplig geworden ist. Bleibt mal daran, es würde mich interessieren, ob das Teil für etwas gut ist oder nur Geldverschwendung.

    Mein Homeserver ist ein Raspi und der treibt die Nextcloud – ok die Daten sind auf einer NAS und die war auch vierstellig – die hat dafür aber ein Raidset. Aber das brauche ich ja auch wenn ich mir einen Purism zulege. Ohne Himbeertortenfolklore würde ich die Nextcloud einfach als VM auf der Synology laufen lassen können 🙂

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      1. Hilf mir doch bitte auf die Sprünge. Ich habe den Artikel genau gelesen und kann keinen Grund für diesen exorbitant hohen Preis finden. Abgesehen davon, dass Intel inside schon ein Grund wäre, das Teil nicht zu kaufen.

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        1. “Hardware-Hersteller Purism arbeitet seit Jahren an einem Portfolio von Geräten, die dem Besitzer den sicheren Betrieb von Hard- und Software und den Schutz der Privatsphäre weitestgehend garantieren sollen.”

          Das Gerät hat kein Bios, sondern Coreboot und Intel ME ist deaktiviert. Die Entwicklungskosten sind sehr hoch und kleine Stückzahlen machen den Preis sehr hoch. Mir ist es auch zu teuer, ich habe bei meinem Rechner Intel ME im BIOS deaktiviert.

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        2. Exorbitant hoch im Vergleich mit? Da wirst du wenig finden, womit du realistisch vergleichen kannst. Die ganzen Sicherheitsfeatures wachsen ja nicht auf Bäumen, die müssen entwickelt, gepflegt und aktuell gehalten werden. das hat seinen Preis. Wenn du das alles nicht brauchst, kauf halt von der Stange,

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