Mintupgrade

Linux Mint Upgrade Tool als Beta

Im Ausblick auf Linux Mint 21 war von einem neuen Linux Mint Upgrade-Tool zu lesen, dass die Aktualisierung von einer Version auf die nächste mit grafischer Unterstützung vereinfachen sollte. Bisher müssen die Anwender dies mit einer Befehlsfolge auf der Kommandozeile erledigen, was gerade den bei Mint häufig anzutreffenden Linux-Einsteigern nicht immer leicht fällt.

Mintupgrade

Das Upgrade-Tool, das jetzt als Beta vorliegt und als Paket den Namen mintupgrade trägt, liefert neben der grafischen Steuerung der Updates selbst auch mehr Informationen, wie etwa die Anzahl der zu aktualisierenden Pakete und deren Größe, zusätzlich installierte sowie nicht mehr benötigte Pakete. Vor dem Upgrade überprüft die Anwendung, ob Notebooks mit dem Stromnetz verbunden sind und ob der freie Platz auf dem Speichergerät ausreicht, um die Aktualisierung durchzuführen.

Sicherung per Timeshift

Zudem bietet es in der Standardeinstellung an, vorab eine Sicherung mit Timeshift durchzuführen. Auch ein Simulationsdurchlauf gehört zum Repertoire. In den Einstellungen kann Timeshift als Bedingung ebenso deaktiviert werden wie die Voraussetzung, dass das System auf dem neuesten Stand ist. Bei Problemen, die das Tool einfach lösen kann, wird hierzu ein Button mit der Aufschrift Fix angeboten.

Das Tool soll nach einer kurzen Beta-Phase so schnell wie möglich öffentlich werden und kommt zunächst bei der Aktualisierung von LMDE 4 »Debbie« auf LMDE 5 »Elsie« zum Einsatz, bevor es dann sein offizielles Debüt bei Mint 21 hat.

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Beta bisher nur in LMDE

Die in Python verfasste Anwendung ändert nichts an den ausgewählten Spiegelservern und lässt auch installierte PPAs in Ruhe. Im Hintergrund werkelt Debians Frontend APT die Befehle ab. Die Entwicklung findet auf GitHub statt, derzeit sind dort drei Fehler gemeldet. Wer das Linux Mint Upgrade Tool als Beta bereits jetzt testen möchte, sollte am besten zu LMDE 4 greifen, in Linux Mint ist es noch nicht verfügbar. In LMDE erhält man es mit

sudo apt update && sudo apt mintupgrade

Dann kann es per Terminal gestartet werden, im Menü ist es noch nicht eingebunden. Nach dem Durchlauf muss vor einem Reboot das Paket wieder entfernt werden.

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22 Kommentare

  1. Komisch. Ich hätte wetten können schon mehrere Mint Updates gemacht zu haben ohne die Kommandozeile anfassen zu müssen. Das ging über einen Wizard, den man aus dem Software-Update Programm heraus starten konnte. Oder bin ich komplett auf dem Holzweg?

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          1. Genau das schrieb ich doch.
            Quelle ist das deutsche Wort für Source.
            Danke für die Bestätigung bzgl. Synaptic & Co.
            Da ich lediglich meine Updates und Upgrades von Hand auf der Kommandozeile erledige, denke ich zu wissen wie das funktioniert und wo das im Zweifel nach zu lesen ist. Danke dafür. Ist aber vielleicht für den ein oder anderen hier hilfreich.

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            1. Du wolltest wissen ob Synaptic das kann. Dass es an den Quellen scheitern könnte hast du zwar richtig vermutet, aber nicht gewusst, da du ja die Frage gestellt hast, ob das Synaptic alles automatisch selber kann, wozu es die Quellen ändern können müsste.
              Man kann neue Quellen in Synaptic zwar per Hand eintragen, aber einen einfachen Button wo man für ein Majorupdate draufklicken muss, wie er beim Ubuntu Updatetool schon lange vorhanden ist, gibt es in Synaptic nicht.

              Und das ist vielleicht auch besser so, denn ich habe mal vor vielen Jahren einem Anfänger Ubuntu als erstes Linux installiert und ihm die Möglichkeit gelassen kleinere Paketupdates selber durchzuführen, da ich nicht immer da sein konnte.
              Dass er irgendwann, wenn die neue Major ansteht auf diese per Mausklick wechseln konnte, wusste ich damals jedoch nicht und damit hat er dann sein installiertes Ubuntu System geschrottet, da die neue Major und das verwendete DE in der neuen Version Probleme mit der alten HW machte. Die DE benötigte plötzlich 3d Beschleunigung, was die Treiber der alten HW nicht konnten. Er hätte vorher die DE wechseln müssen, was er aber nicht wissen konnte. Also bootete er in einen schwarzen Bildschirm und nichts ging mehr.

              Heute wäre so ein Szenario zum Glück nur noch möglich, wenn die GPU bspw. eine NVidia GPU wäre und die neue Major die alte GPU mit proprietären NVidia Treibern nicht mehr unterstützen würde und Nouveau wie gewohnt scheitern würde.
              Auch da müsste man dann auf ein rein klassisches 2d DE wechseln und auf den VESA Mode hoffen.

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              1. Alles gut.
                Du hast schon Recht. Das kann böse ins Auge gehen.
                Ich hatte mal ein ähnliches Problem unter Debian. Da ging es auch um eine Nvidia GraKa (auch speziell) und der DE startete nicht. Ohne Konsolen Wissen keine Chance. Für jemand geübten steigt der Puls ein wenig, jemand ohne Wissen ist verloren und muss neu installieren.
                Ich habe auf meiner Reise mit Debian auch viel Lehrgeld gezahlt aber die Lernkurve war da. Das würde ich nicht von jedem erwarten wollen und nicht jeder kann und möchte das vor allem.
                Die meisten wollen einen Computer einfach nur benutzen und erwarten das ein Update / Upgrade einfach nur ohne Probleme durch läuft. Dafür ist Linux nicht unbedingt bekannt, zumindest nicht ohne weiteres Wissen. Dann kann es super funktionieren.
                Ich denke Apple und Microsoft könnten sich das nicht leisten.
                Es bleibt einfach schwierig und ich hoffe das sie mit dem Upgrade Tool Erfolg haben und einen Schritt in die richtige Richtung gehen.

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  2. Ein wenig Offtopic:

    habe grade ein MacBookPro 8,2 aus familiärem Nachlass erhalten:

    Debian-Live: nur Konsole, GUI startet nicht
    Siduction-Live: nur Konsole, GUI startet nicht
    Ubuntu-Live: GUI startet einwandfrei
    LinuxMint-Live: GUI startet einwandfrei
    LMDE-Live: nur Konsole, GUI startet nicht

    Ich lese in der Konsole immer was von “Radeon xyz” wenn es “hängen” bleibt.
    Warum läuft es mit “Mint auf Ubuntubasis” aber nicht mit “Mint auf Debianbasis”? Mutmaßlich was an den Patches der Kernel anders? Oder generell die Kernelkonfiguration? Dachte immer, dass beide Varianten angeblich “so gu wie” gleich sein? Würde schon gerne auf LMDE wechseln oder direkt auf Debian.

    Gruß

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          1. Ist nicht schlimm 😀

            Update: eine nonfree-iso macht keinen Unterschied, beim booten bleibt es nach ein paar Sekunden mit blinkendem Cursor hängen; ich mutmaße mal, dass Ubuntu/Mint beim Kernelbacken irgendwo nen Haken setzen, den Debian nicht setzt ..nur die Frage: welcher? 🙂

            Aber: erstmal nicht so wichtig, der Läppi verrichtet jetzt mit Mint seinen Dienst, der Anwender freut sich dass die “alte Möhre” sauschnell läuft und alles macht, was benötigt wird 🙂

            Gruß + trotzdem Danke für die Hilfe

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