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Mozilla stellt neue Roadmap für Firefox vor

Mozilla hat am 16. Juni 2026 eine öffentliche Firefox-Roadmap vorgestellt, die Nutzern einen näheren Einblick geben soll, was aktuell entwickelt wird und wohin der Browser als nächstes steuert. Die Roadmap soll nicht nur über die nächsten Entwicklungsschritte in Firefox informieren, sondern die Community auch zu Feedback und Mitgestaltung aufrufen.

Nova Redesign

Für die nähere Zukunft plant Mozilla unter anderem ein umfassendes UI-Redesign namens Project Nova, das die Oberfläche auf Desktop, Android und iOS modernisieren soll. Der Fokus liegt dabei auf besserer Bedienbarkeit, erweiterter Barrierefreiheit und mehr Personalisierungsoptionen. Auch der Kompaktmodus kehrt als Option zurück, ohne dass der Anwender in die Tiefen der Konfiguration abtauchen muss. Datenschutzfunktionen wie Enhanced Tracking Protection und der private Modus sollen sichtbarer und einfacher zu steuern sein. Nova steht in aktuellen Nightly-Builds bereits zum Test bereit und soll noch in diesem Jahr für alle Nutzer ausgerollt werden.

Funktionen für Poweruser aufgewertet

Weitere geplante Features sind die seit Langem geforderten anpassbaren Tastaturkürzel direkt in den Einstellungen, ein weiter verbesserter PDF-Editor mit Split-, Merge- und Sortierfunktion sowie die native Integration der beliebten Erweiterung Multi-Account-Container. Das integrierte VPN soll auf Android und iOS ausgeweitet werden. Für Linux- und Windows-Nutzer ist HDR-Video-Unterstützung geplant, außerdem soll der JPEG-XL-Support in Linux seinen experimentellen Charakter verlieren.

Neue KI-Funktionen

Auch die KI im Browser soll erweitert werden. Dazu arbeitet Mozilla an Quick Answers für Sprachanfragen und dem optionalen Smart Window. Das ist neben dem klassischen und dem privaten Fenster ein neuer Fenstertyp mit einem eingebauten KI-Assistenten, der Zugriff auf offene Tabs, den Browserverlauf und die aktuell angezeigte Seite hat. Neben den dafür angebotenen LLMs wie Gemini 2.5 Flash Lite oder Qwen3-235B lassen sich per Ollama auch lokal laufende Modelle einbinden. Auch die neuen KI-Funktionen lassen sich über den kürzlich eingeführten zentralen Kill-Switch vollständig deaktivieren.

Weiter sinkender Marktanteil

Ob die Umsetzung der neuen Roadmap dazu beitragen kann, den weiteren Absturz in der Gunst der Anwender zu bremsen, bleibt abzuwarten. In Deutschland liegt der Marktanteil des Open-Source-Browsers derzeit laut Statcounter bei knapp über 10 %, weltweit sind es nur noch 2,2 %.

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