Offener Brief

Offener Brief an die Ampel-Koalition zur Digitalen Souveränität

Ein offener Brief von Organisationen aus dem IT-Bereich an die Fraktionen der SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der FDP erinnert diese an die im Koalitionsvertrag angekündigten Initiativen in Sachen digitale Souveränität und Open Source.

Unterzeichner des offenen Briefs sind die Open Source Business Alliance (OSBA), die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V., die Free Software Foundation Europe e.V. (FSFE), Wikimedia Deutschland e. V., D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt e.V. und Vitako – Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.V.

Haushaltsentwurf weckt Zweifel

Wie Netzpolitik.org in der vergangenen Woche berichtete, lässt der vorgelegte Haushaltsentwurf der Ampel-Koalition für den Bundeshaushalt 2022 Zweifel aufkommen, ob die im Koalitionsvertrag verankerten Schwerpunkte zur Förderung des digitalen Wandels und Open Source auch wie angekündigt umgesetzt werden.

In diesem Sinne erinnert der offene Brief daran, wie wichtig es ist, Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu vermeiden. Die aktuelle Situation zeige dies überdeutlich, wie es in dem Brief heißt:

Nicht nur angesichts aktueller internationaler Krisen zeigt sich deutlich, welches immense Risiko von der Abhängigkeit von einzelnen Anbietern in internationalen Märkten für unsere Wirtschaft und Gesellschaft ausgeht. Dies gilt nicht nur für Produktkomponenten oder die Energieversorgung, sondern ebenso und insbesondere im digitalen Bereich. Investitionen in Open Source Software und offene Standards in Wirtschaft und Verwaltung sowie die Förderung digitaler Basistechnologien tragen entscheidend zur digitalen Souveränität bei und machen uns unabhängig, wirtschaftlich erfolgreich und krisenfest. Die Einbeziehung der diversen, zivilgesellschaftlich und wirtschaftlich organisierten Open-Source-Communities ist dabei essentiell.

Nicht weiter vertagen

Die Unterzeichnenden drängen deshalb darauf, das Thema der digitalen Souveränität mit besonders hoher Priorität anzugehen und nicht weiter zu vertagen. So sei es unverständlich, dass geplante Vorhaben, zu denen bereits umfangreiche Konzepte und Machbarkeitsstudien vorlägen, bisher im Haushaltsentwurf keine Berücksichtigung fänden. Als Beispiele nennt der Brief den Sovereign Tech Fund und das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS). Die Unterzeichner bieten den Fraktionen bei der Umsetzung der geplanten Ziele ihre Unterstützung an.

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14 Kommentare

  1. So lange sich die Politiker in Deutschland von der amerikanischen Regierung bestechen/erpressen lassen wird sich nie etwas ändern. Bevor wir Unabhängig werden, müssen wir erst mal den Ami los werden. Dann kann man über Open-Source nachdenken. Vorher wird das nur ein Lippenbekenntnis bleiben.

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    1. Und dann vermutlich das Grrrroßdoitsche Rrraich wiederrichten? Du hast ja wahrscheinlich Belege für deine Behauptung der Bestechung/Erpressung, dann kannst du ja alle diejenigen anzeigen.
      Ach nee warte, die Polizei und die Staatsanwälte und die Richter auch alle bestochen?

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      1. https://www.nachdenkseiten.de/?cat=107
        Einfach die Artikel mal lesen, dann erkennt man das Bild von selbst. Wenn man es nicht erkennt sollte man mal zum Psychiater gehen, denn dann hat man ein Problem die Welt richtig zu erkennen.

        Es ist doch logisch. Was war denn in München? Gekauft…. es passt halt, wenn nichts andres Logisch sich damit erklären lässt….

        Warum kommen amerikanische Systeme/Dinge immer verzögert bei uns an? Weil die Politiker der amerikanischen Politik so super hörig sind.

        Auch wenn man den Ukraine-Krieg sich anguckt, man will nur das machen was die amerikanische Regierung will und nicht das deutsche Volk zu schützen. Warum soll ich für die Ukraine frieren oder hungern. Die machen nicht ihren Job, weil die einzigste Logische Lösung das ist, das die Politiker U-Boote der amerikanischen Regierung sind.

        Ist halt meine Meinung. Wenn es dir nicht gefällt kannst ja wo anders hingucken….

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        1. Das ist mal wieder ziemlich typisch. Da äußert jemand Dinge, die hart am Rande der Legalität sind, kann keinen Nachweis liefern und tut dann beleidigt, wenn nachgefragt wird. Wie ist denn mit dir, von wem wirst du so bezahlt?

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      2. US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski: „Deutschland ist ein amerikanisches Protektorat und ein tributpflichtiger Vasallenstaat“.

        Die legendäre Episode der Anstalt über unsere Journaille:
        https://invidio.xamh.de/watch?v=y_bmegfMyVI

        GG Artikel 120 empfehle ich auch immer. 😉

        Sind denn eigentlich die US-amerikanischen Besatzungstruppen jemals abgezogen? Der Russe hat seine schon vor Jahrzehnten nach Hause geholt.
        Wer bezahlt eigentlich Ramstein, Dagger Complex und Co.? Warum sitzen Amis über unseren Internetknoten? Wieso haben wir so hohe Militärausgaben, aber nur eine schlecht ausgestattete und ausgebildete Bunzelwehr? Wo fließt das ganze Geld hin? Fragen über Fragen. Es lohnt sich mal, darüber nachzudenken. 😉

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        1. Der Russe ist auch nicht in der NATO, die Amis schon. Es sind unsere verbündete und deswegen gibt es noch US Basen in Westdeutschland. Eine Besatzungsmacht ist das schon lange nicht mehr. Im Gegenzug dürfen wir unsere Kampfpiloten in Arizona im Tiefflug ausbilden und wenn die Bundeswehr mal wieder Material irgendwo hinkarren muss, was sie selbst nicht kann, hilft die US Airforce aus.

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  2. Dabei sollten wir die aktuellen Themen nicht vergessen die sehr wichtig sind und unsere Zukunft maßgeblich beeinflussen können.
    Hier könnte auch gespendet werden und vor allem staatliche Abläufe verbessern und das Krisenmanagement nicht nur den privaten über lassen.
    Das ist traurig!

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      1. Für den Bitcoinmillionär und Grünenspender kann man sich schämen.
        Weiß er denn nicht, dass, um etwas bewegen zu können, ein Land eine starke Wirtschaft mit niedrigen Energiepreisen benötigt?
        Kein Wunder, dass er das Geld nicht selbst erarbeiten musste.

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    1. 50000€ an die FDP aber noch nicht mal 20€ an die Hungerhilfe.

      … Das mit der Hungerhilfe ist nur ne Annahme, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass Sixt und Co auch nur ähnliche Beträge für “wichtigere” Probleme ausgeben würden.

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