Vor einigen Tagen stellte Douglas DeMaio, Manager bei openSUSE, ein neues Paketmanagement-Tool mit dem Arbeitstitel YQPkg vor, das während der SUSE Hack Week 24 konzipiert wurde. Die Software wurde als eigenständige GUI entwickelt und soll Benutzern von openSUSE-Distributionen eine leichtgewichtige und intuitiv zu nutzende Alternative zum Standardtool YaST bieten.
Keine Abhängigkeiten zu YaST
YQPkg ist ein eigenständiger Qt-basierter Paketmanager, bei dem Abhängigkeiten zu YaST vollständig vermieden wurden. In der derzeitigen Alpha-Version unterstützt YQPkg Paketinstallationen, -aktualisierungen und -entfernungen mitsamt Abhängigkeitsauflösung.
Bisher nicht implementiert sind Aktualisierungsvorgänge für Repositories und die Handhabung von GPG-Schlüsseln. Repositories müssen daher vorerst vor dem Start von YQPkg manuell per sudo zypper ref aktualisiert werden.

Libzypp als Basis
An der Basis von YQPkg arbeitetlibzypp, eine in C++ geschriebene Paketverwaltungsbibliothek, die Anwendungen wie YaST, zypper und die openSUSE/SLE-Implementierung von PackageKit unterstützt und die Auflösung und Verwaltung von Paketabhängigkeiten übernimmt. Derzeit muss die Alpha-Version von YQPkg noch nach der Anleitung auf GitHub aus den Quellen gebaut werden. Der jeweilige Entwicklungsstand wird ebenfalls auf GitHub abgebildet.

Muss man nicht unbedingt selbst bauen. Ein User hat schon Pakete in sein OBS Repo gestellt:
https://software.opensuse.org/package/yqpkg?search_term=yqpkg
Weshalb sollte es überhaupt eine Abhängigkeit zu Yast geben?
Anders herum macht es schon mehr Sinn. Das kann man dann auch im Artikel unter Libzypp lesen.
Ist ein bischen wie Debian Synaptic Tool.
Warum man das machen muss entzieht sich meiner Logic.
Ok, aber wofür? Will SuSE Yast sterben lassen?
Die Fragen stelle ich mir auch. Vor allem: Wenn dann könnte man doch Yast zugunsten der KDE/Gnome Einstellungsapp auslaufen lassen und die “Software” Komponente zugunsten von Discover/Gnome Software Center.
Das wiederum waeren gewisse Abhaengigkeiten die man eingeht.
Glaube das ist nicht Sinn einer Distribution, schon garnicht einer Firmendistro.
Naja, Abhängigkeiten sind per se nicht schlimm, finde ich; die kommen eben natürlich wenn man etwas gemeinsam nutzt – das wiederum hat aber auch einige Vorteile, auch betriebswirtschaftlich, könnte ich mir vorstellen.
Außerdem sind die Abhängigkeiten hier gering (bilde ich mir ein?), da diese Settings und Software Apps immerhin quelloffen sind. Was soll passieren? Das sich die Projekte in eine Richtung entwickeln, die man nicht will? Dass die Projekte eingestellt werden? Kann ich mir nicht vorstellen, weil so viele Distros sie anbieten. Zur Not könnte man sie ja sponsoren, anstatt diese SUSE-only Entwicklung.
(Schonmal frohe Weihnachtstage allerseits!)
Ich denke, das ist eher Vorbereitung auf das neue openSUSE, wie immer es dann aussehen wird. Man möchte sich mit dem Standalone-Ansatz vermutlich auch die Option offen halten, Installationen auf Remote-Geräten via Webbrowser durchzuführen, wie beim neuen Fedora-Installer. Ist aber nur Spekulation meinerseits. YaST wird deswegen vorerst nicht sterben müssen.
> Will SuSE Yast sterben lassen?
Sieht so aus. Steht sowohl im README des Github-Projekts wie auch in dem verlinkten Artikel
> Motivation: Why?
>
> YaST will be phased out soon in favor of Agama and Cockpit, and then there will be a huge gap between low-level zypper in and high-level application installers of the desktop environments; those know and promote their own desktop’s video post-production software, but what about other packages?
[1] https://github.com/shundhammer/yqpkg?tab=readme-ov-file#motivation-why