Pine 64 PineNote

PineNote: E-Ink Tablet wiederauferstanden

Vor etwas über drei Jahren stellte Pine64 ein E-Ink-Tablet namens PineNote vor. Es sollte beim Lesen von Büchern, Comics, beim Skizzieren und Notizen machen, Surfen im Internet und mit externer Tastatur für produktives, augenschonendes Arbeiten in LibreOffice oder anderswo zum Einsatz kommen.

Risiko zu hoch

Wie bei Pine64 üblich, oblag die Entwicklung der Software überwiegend der Community. Über die dazu ausgelieferten Entwicklergeräte kam das PineNote allerdings nie hinaus. Laut dem Pine64-Blog befand sich das PineNote »in einer Henne-Ei-Situation, in der aufgrund der sehr hohen Herstellungskosten des Geräts (ePaper-Bildschirme sind leider immer noch teuer) das Risiko der Herstellung von Geräten, die kein funktionierendes Linux-Betriebssystem hatten und sich nicht verkaufen ließen, enorm war«.

Debian als Basis

Mittlerweile läuft auf dem PineNote ein zuverlässiges Debian-basiertes Betriebssystem, das von Maximilian Weigand entwickelt wurde. Das Pine-Blog bezeichnet die Software als »ein wirklich alltagstaugliches System, das einfach funktioniert«. Andere Ansätze arbeiten an Images auf der Basis von Mobian oder PostmarketOS, sind aber nicht so weit gediehen wie das Debian-System von Entwickler Weigand.

Spezifikation

Die Spezifikation für das PineNote umfasst ein 10,1-Zoll-E-Ink-Display, das bis zu 16 Graustufen unterstützt, eine Auflösung von 1404×1872 (227 DPI), einen Quad-Core-Rockchip-RK3566-SoC mit MALI G-52 GPU, 4 GB LPDDR4-RAM und 128 GB eMMC. Außerdem gibt es zwei Mikrofone, zwei Lautsprecher, einen USB-Typ-C-Anschluss für Daten und zum Aufladen sowie WLAN und Bluetooth. Eine Frontbeleuchtung mit 36 Kelvin-Stufen warmer und kalter Beleuchtung erleichtert das Lesen und Notieren im Dunkeln, und es gibt physische Tasten zum Blättern und Löschen. In die Hardware des wiederauferstandenen PineNote sind einige Rückmeldungen der ersten Entwicklereinheiten eingeflossen. Unter anderem soll der ursprüngliche Stift durch einen passiven Stift ersetzt werden, der über die gleichen Tasten verfügt.

Preis und Verfügbarkeit

Wann das PineNote endgültig im Handel verfügbar sein wird, ist bisher nicht bekannt, lediglich dass die Produktion in der Planungsphase ist. Auch der Preis ist unbekannt, ursprünglich war ein Endkundenpreis von 399 USD inklusive Magnet-Cover und Stylus angedacht.

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4 Kommentare

  1. Ich war zuerst am überlegen ob die Welt oder ich so etwas braucht, aber dann fand ich den Gedanken an eine solche Hardware recht sexy😁. Ich weiß, dass es von den eBook Readern einige auf dem Markt gibt …und auch recht gute. Super angenehm finde ich auch Debian als Basis.
    Was ich auf die Schnelle nicht gefunden habe, ob das unter Wayland läuft …aber ich vermute mal ja (vielleicht habe ich es auch übersehen🥸).
    GNOME als DE kommt mir auch gelegen😁, passt aber glaube ich für so ein Gerät auch sehr gut.
    Bleibt die Frage nach Konnektivität bzgl. div. prop Formate, Shops, … offen.

    Ich bin gespannt und würde mich freuen, wenn es was wird am Ende. Würde mir ggf. ein solches Gerät kaufen – versprochen😅.

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    1. E-Book Leser hier, seit über 10 Jahren Kindle mit Jailbreaks um offene Formate lesen zu können.

      Wenn da ein wirklich offener Reader mit Linux und langer Laufzeit kommt, wäre das tatsächlich eine Option. Ich hatte auch mal ein Jahr ein Onyx mit Android drauf. Der Vorteil der langen Laufzeit war leider weg, ich mußte den 1-2 mal die Woche aufladen.

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