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Proxmox VE 9.2 bringt Dynamic Load Balancer

Die Proxmox Server Solutions GmbH aus Wien hat ihre Virtualisierungs- und Containerlösung Proxmox Virtual Environment 9.2 in stabiler Version freigegeben. Die neue Version folgt auf Proxmox VE 9.1 vom November 2025.

Proxmox 9.2 basiert auf Debian 13.5 »Trixie«, verwendet aber den neueren Linux-Kernel 7.0. Das Update enthält zudem die neuesten Versionen von Grundlagen wie QEMU 11.0, LXC 7.0, ZFS 2.4 und neben Ceph Squid 19.2 auch Ceph Tentacle 20.2.

Dynamic Load Balancer

Der neue Dynamic Load Balancer ist eines der Highlights der neuen VE-Version. Er nutzt ein intelligentes Decision-Making-Framework, um die Platzierung von Gast-Instanzen für eine maximale Cluster-Balance und Ausfallsicherheit zu optimieren. Der Cluster Resource Scheduler (CRS) arbeitet in einem neuen dynamischen Modus und bezieht die Echtzeit-Ressourcenauslastung von Nodes und Gästen in jede Placement-Entscheidung ein. Der integrierte Load Balancer kann vom High-Availability-Stack (HA) verwaltete Instanzen automatisch migrieren, um das Ungleichgewicht zwischen den Cluster-Nodes zu verringern, während alle benutzerdefinierten HA-Regeln strikt eingehalten werden.

Administratoren behalten dank konfigurierbarer Optionen, die das Verhalten und die Sensitivität des Load Balancers über verschiedene Parameter festlegen, die volle Kontrolle, was Unternehmen eine präzise Übersicht über die Ressourcenauslastung in hochverfügbaren Umgebungen erlaubt.

Software-Defined Networking erweitert

Der Software-Defined-Networking-Stack (SDN) unterstützt in Proxmox 9.2 moderne Netzwerkarchitekturen. So sind WireGuard und BGP ab sofort direkt in den SDN-Stack integriert. Der Support von Route Maps und Prefix Lists ermöglicht eine feingranulare Kontrolle über die Routen-Redistribution. Weitere Neuerungen umfassen die Routen-Redistribution für OSPF-Fabrics, erweiterte Optionen zur Konfiguration von EVPN-Controllern sowie IPv6-Underlay-Unterstützung für EVPN.

Weitere Verbesserungen

Administratoren können jetzt benutzerdefinierte CPU-Profile direkt im Webinterface unter dem Reiter „Datacenter“ erstellen, bearbeiten und entfernen. Dies erleichtert die Anpassung der virtuellen CPU-Funktionen, die den VMs zur Verfügung stehen, was eine optimale Workload-Performance gewährleistet. Der HA kann clusterweit deaktiviert werden, um während eines Wartungsfensters unerwünschte Aktionen zu verhindern. Nähere Einzelheiten über diese und weitere Neuerungen sind in der Ankündigung im Proxmox-Forum zu finden.

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