Raspberry Pi

Raspberry Pi 5 mit 16 GB RAM wird erneut deutlich teurer

Raspberry Pi hat zum 2. November eine weitere Preiserhöhung angekündigt. Betroffen sind dieses Mal ausschließlich Modelle mit 16 GB Arbeitsspeicher. Der Raspberry Pi 5 mit dieser Speicherausstattung verteuert sich um 80 US-Dollar auf nunmehr 385 US-Dollar. Auch die 16-GB-Varianten des Compute Module 5 werden um jeweils 40 US-Dollar teurer.

Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die bereits Ende 2025 begann. Bei seiner Markteinführung im Januar 2025 kostete der Raspberry Pi 5 mit 16 GB RAM noch 120 US-Dollar. Seitdem wurde der Preis mehrfach angehoben und hat sich inzwischen mehr als verdreifacht.

Speicherknappheit als Ursache

Raspberry-Pi-Chef Eben Upton begründet den erneuten Preissprung mit den weiterhin stark gestiegenen Speicherpreisen. Besonders bei DRAM-Bausteinen mit hoher Kapazität fehlen alternative Bezugsquellen. Hinzu kommen Engpässe bei weiteren Komponenten. Bereits in den vergangenen Monaten hatte das Unternehmen mehrfach die Preise angepasst, um gestiegene Beschaffungskosten aufzufangen.

Die aktuelle Erhöhung beschränkt sich allerdings auf die genannten 16-GB-Modelle. Andere Speichervarianten bleiben dieses Mal verschont. Auch der Raspberry Pi 500+, der ebenfalls über 16 GB RAM verfügt, behält vorerst seinen bisherigen Preis.

Auswirkungen dürften begrenzt bleiben

Für die Mehrheit der Raspberry-Pi-Anwender dürfte die jüngste Preiserhöhung kaum unmittelbare Folgen haben. Das 16-GB-Modell richtet sich vorwiegend an Nutzer mit besonders speicherintensiven Anwendungen und dürfte gegenüber den günstigeren Varianten mit 4 oder 8 GB RAM eine deutlich kleinere Käufergruppe ansprechen.

Dennoch zeigt die Preisentwicklung, wie weit sich das Spitzenmodell inzwischen vom ursprünglichen Konzept eines preisgünstigen Einplatinencomputers entfernt hat. Für 385 US-Dollar kommen mittlerweile auch leistungsfähigere Mini-PCs auf x86-Basis als Alternative infrage.

Raspberry Pi empfiehlt Kunden, den tatsächlichen Speicherbedarf ihrer Projekte zu prüfen und gegebenenfalls auf kleinere Speichervarianten oder ältere Modelle auszuweichen. Upton geht weiterhin davon aus, dass die angespannte Lage am Speichermarkt vorübergehend ist. Sobald die Beschaffungskosten wieder sinken, sollen auch die Preiserhöhungen zurückgenommen werden.

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