Tor & Tails

Tails 7.3.1 erscheint anstelle von 7.3.0

Tails steht für »The Amnesic Incognito Live System« und bedient sich zur Anonymisierung des Tor-Netzwerks, durch dessen Knotenrechner der Netzwerkverkehr geleitet wird. Es basiert auf Debian und ist als Live-System für die Verwendung auf USB-Sticks oder DVDs ausgelegt und spezialisiert sich auf Anonymität und die Wahrung der Privatsphäre seiner Anwender.

Eigentlich ließ die logische Versionsabfolge Tails 7.3.0 erwarten. Die Entwickler haben sich wegen einer während der Release-Vorbereitungen geschlossenen Sicherheitslücke in einer mit Tails ausgelieferten Bibliothek für die Veröffentlichung von v7.3.1 entschieden.

Debian 13.2 »Trixie« als Basis.

Ansonsten werden in Tails 7.3.1, wie bereits beim Vorgänger 7.2, hauptsächlich die Kernkomponenten aktualisiert. Debian 13.2 »Trixie« dient jetzt als Basis. Der Tor Browser wurde auf v15.0.3 aktualisiert, während Tor selbst auf v0.4.8.21 hochgezogen wurde. Thunderbird ESR ist in v140.5.0 inkludiert. Ein automatischer Test stellt nun sicher, dass Thunderbird keinen Kontakt zu unerwünschten Diensten herstellt. Das Paket firmware-nonfree wird jetzt in Version 20251111-1 ausgeliefert.

Updates

Automatische Upgrades auf Tails 7.3.1 funktionieren für Bestandsanwender mit mindestens Tails 7.0. Manuelle Upgrades von älteren Versionsständen sind ebenfalls möglich. Das Changelog informiert über weitere Änderungen.

Umstellung von Tor auf Rust

Seit mindestens drei Jahren wird an der Umsetzung des in C verfassten Tor-Dienstes auf Rust gearbeitet. Schon früh hat Tails in einem Issue die Absicht geäußert, zu gegebener Zeit auf die Rust-Version, die auf den Codenamen »Arti« hört, umzusteigen. Noch ist unklar, ob dies im Zyklus 7.x von Tails stattfinden wird.

Ein Problem, das Tor in C aufwies, wurde gerade mit der Veröffentlichung von Arti 1.8.0 gelöst. Dabei geht es um die Funktionsweise des Timeouts der Circuits bei Tor. Diese Timeouts waren bisher bei genauer Überwachung des Datenverkehrs vorhersagbar. Arti 1.8.0 behebt dieses Problem durch die Implementierung von nutzungsbasierten Timeouts mit separaten Timern.

Teilt den Beitrag, falls ihr mögt

Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen