TUXEDO OS mit Debian-Testing-Unterbau

TUXEDO OS wechselt die Basis von Ubuntu LTS zu Debian Testing

Wie TUXEDO Computers heute mitteilte, wird TUXEDO OS in Zukunft Debian Testing anstatt Ubuntu LTS als Grundlage nutzen. Als Gründe für diesen aufwendigen Schritt geben die Entwickler sowohl technische als auch strategische Gründe an.

Hybrides System

TUXEDO OS verfolgt bisher ein hybrides Release-Modell, das die Vorteile von Rolling- und Point-Releases miteinander verbindet. Dabei unterliegen Pakete wie unter anderem Browser, der Grafik-Stack samt Nvidia-Treiber und der Kernel einem schnelleren Update-Zyklus als der Rest der Ubuntu-Basis.

Technische Schulden

Dieses Modell ist, je älter ein LTS wird, umso schwieriger umzusetzen, da die Lücken zwischen den verfügbaren und den benötigten Libraries immer größer werden. Davon kann auch KDE neon ein Lied singen und es ist einer der Gründe, die dort zur Entwicklung von KDE Linux führten. Zudem wurde es für TUXEDO auch immer schwieriger, Snaps aus dem System herauszuhalten, da Canonical immer mehr Pakete nur noch als Snap ausliefert.

Strategische Gründe

Auch die strategische Ausrichtung von Ubuntu spielte mit in die Entscheidung hinein. Laut Mark Shuttleworth soll Ubuntu zum Vorreiter bei agentischer KI in Distributionen werden. Neben der zunehmenden Snappifizierung ein weiterer Grund zum Wechsel, denn diese Punkte verursachen bei ihrer Umgehung unnötige Arbeit.

Warum Debian Testing?

Debian Stable kam für TUXEDO OS nicht infrage, da der Paketbestand zu sehr abgehangen für das TUXEDO-Konzept ist. Mit Debian Testing realisieren die Entwickler bei TUXEDO das, was sie Continuous Debian nennen. TUXEDO OS wird also nicht mit der Veröffentlichung von dem derzeit im Testing-Zweig heranwachsenden Debian 14 auf den nächsten Stable-Zweig wechseln. Stattdessen wird TUXEDO OS Debian Testing dauerhaft als Grundlage nutzen.

Systemrettung per Snapshot

Ein weiteres Schmankerl sind Snapshots auf der Basis von Btrfs und Snapper. Damit lassen sich nicht mehr funktionale Systemzustände auf einen als funktionierend bekannten Stand zurückrollen. Davon abgesehen ändert sich für die Anwender nur wenig, da Ubuntu bereits auf Debian basiert und dessen Paketverwaltung verwendet. Einen Pferdefuß gibt es dennoch: Der Wechsel gelingt nur mit einer Neuinstallation, das Umstricken von Ubuntu zu Debian Testing gelingt nur recht versierten Anwendern.

Beta-Phase folgt

Es wird zunächst eine Beta-Phase geben, in der die Anwender das interne Testing durch eigene Tests ergänzen sollen. Eine stabile Veröffentlichung von TUXEDO OS auf Testing-Basis (nein, das ist kein Widerspruch) erfolgt anschließend an die Beta-Phase. Weitere Einzelheiten werden in den nächsten Wochen verfügbar werden.

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44 Kommentare

  1. Langfristig die beste Entscheidung von Tuxedo. Alle auf Ubuntu basierenden OS haben erhebliche Bauchschmerzen wg. den erratischen Entscheidungen von Canonical.

    Wenn das was taugt, wechsel ich von Fedora 100 pro zurück zu TuxedoOS, weil Ubuntu auch der Grund war, warum ich weg von TuxedoOS bin. Ubuntu ist mir einfach zu corporaty.

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        1. Dann nicht lange uberlegen. Fedora ist herausragend. Ich nutze GNOME aber auch von der KDE Implementierung hört man nur gutes. Fedora wird jetzt auch offiziell als Vorzeigeobjekt gehandelt, was früher auschliesslich Ubuntu vorbehaltenen war.

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  2. Ich denke auch LinuxMint wird diesen Schritt früher oder später machen müssen. Der Weg den Ubuntu geht ist sehr fragwürdig. Ein Stern wird gebohren, ein Stern strahlt aber er kann auch verglühen.🤷

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  3. Interessanter und logischer Schritt, sich von Ubuntu zu verabschieden. Ubuntu ist keine gute Basis mehr, außer man will Snaps als Haupt-Paketformat. Ich hoffe, dass auch das Linux Mint Team das demnächst endlich endgültig einsieht. Und dann können sie sich auch gleich von Cinnamon und GTK3 verabschieden.

    Debian Testing ist allerdings eine sehr komische Wahl, da es keine gute Versorgung mit Sicherheitsupdates hat. Das Schreiben die Debian Entwickler ja selbst. Aber immerhin besser als das verbuggte Debian stable, das nie Fixes erhält. Das verursacht beim Benutzen nur Schmerzen – zumindest mit KDE. 😥

    Wird spannend, wie sich das neue Tuxedo dann schlägt. Ich bleibe aber weiterhin bei Solus.

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    1. Hi,
      ich benutze durchgängig Debian-Stable mit KDE und kann mit eigentlich an keine Situation erinnern, in der ich Probleme mit irgendwelchen Bugs hatte…

      Hast du da konkrete Beispiele, damit ich mich ggf. darauf vorbereiten kann?

      LG Jörg

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      1. Bspw die Benutzung eines Grafiktabletts und das gleichzeitige Aufnehmen des Desktops. Mit Debian 12 hatte ich die Wahl zwischen

        1. Grafiktablett konnte konfiguriert werden.
        2. Bildschirmaufnahme hat geklappt.

        In Upstream war das Problem längst behoben, aber die Debian Entwickler waren der Meinung, die Bugfix Releases von KDE 5.27 nicht einspielen zu müssen. Dazu gab es häufiger Abstürze als mit openSUSE Tumbleweed! Als ich das bemerkt habe, ist Debian stable für den Desktop für mich gestorben. Wer so einen Murks verzapft und weder Fehlerbehebungen noch Sicherheitsupdates einspielt (die es oft nicht gibt, siehe CVE Liste von Debian), der wird nicht benutzt.

        Ich bin mittlerweile bei Solus mit KDE Plasma. Da gibt es Updates + Stabilität! Das läuft flüssiger als jede debian-basierte Distribution, die ich bisher benutzt habe.

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    2. Ich nutze seit ~ 25 Jahren Debian stable, überwiegend mit GNOME.
      Ich kann deine Aussage weder verstehen oder bestätigen, noch nach vollziehen.
      Sicherheits Updates gibt es natürlich und vor allem immer dann, wenn es wichtig ist.
      Nutze doch einfach eine andere Distribution wo du dMn den Ärger nicht mehr hast.
      Das ist ja das tolle an Linux😁.

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      1. Ich habe Debian 12 ein Jahr die Chance gegeben, zu funktionieren und Bugs zu beheben. Die waren auch alle Upstream in KDE 5.27 behoben – aber halt nicht in Debian.

        Und wo die Sicherheitsupdates sein soll, muss mir irgendjemand mal erklären. Die Liste an ungepatchte CVEs in Debian passt auf keine Kuhhaut. 🤷‍♂️

        Ich benutze Solus und warne mittlerweile Desktop Nutzende vor Debian (stable).

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    3. Naja, das mit den Sicherheitsupdates ist relativ. Da in Debian Stable keine neuen Upstream Versionen landen, landen nur als wichtig erachtete Sicherheitspatches in stable, und das können wg. dem Aufwand nie alle Lücken abdecken. In Testing landen über lange Zeit während des Entwicklungszyklus relativ schnell neue Upstream-Versionen, die alle Fixes enthalten.

      Die richtigen Sicherheitsfixes des Debian Security Teams landen nur ins Stable und sind de facto schneller, als das Erscheinen des Upstream fixes via neuer Programmversion in Testing. Aber die Patches kommen so auch in Testing an, nur abhängig von der Arbeitsgeschwindigkeit des Maintainers.

      Im Vergleich dazu gibts bei Ubuntu auch Probleme. TuxedoOS hat ja kein “pro”, d.h. es gibt einfach eine Reihe an Paketen in TuxedoOS, zu denen Lücken bekannt sind, die aber ohne Pro Account nicht gefixt werden, obwohl da schon Patches vorhanden sind. In Debian Testing kommen alle Fixes irgendwann an.

      Und dann müsste man auch drauf schauen, wie viele der Lücken in testing so für Desktop User relevant sind, dass eine Wartezeit von x länger als in stable kritisch ist.

      Ich würde da auch drauf wetten, dass technisch im Durchschnitt bei Debian testing schneller Lücken gestopft werden als bei Solus, da dort viel weniger Maintainer arbeiten und es nach meinem Wissensstand nur wöchentliche Patchwellen gibt und nicht kontinuierlich täglich.

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      1. Du solltest echt die CVE Liste von Debian mal anschauen…

        Sicherheitsupdates gibt es bei Solus unabhängig von den Freitagen, wenn sie “kritisch genug” sind, sage ich mal. Für die libarchive Lücke gab es bspw in Solus schon längst den patch, während Debian noch darüber diskutiert hat, ob die Lücke bzw der Patch dafür relevant ist. 🤷‍♂️

        Dazu hat Solus deutlich weniger Pakete als Debian, sodass es auch weniger Maintainer braucht.

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        1. Ich glaube, da vergleichen wir Äpfel mit Birnen. Wenn dann sollten wir nur Testing mit Solus vergleichen. Stable hat ein anderes Ziel, und da muss mehr Arbeit investiert werden, weil die fixes zurück portiert werden müssen, da haben es RR einfacher und nehmen nur den Upstream patch und gucken nur, dass nichts crasht. Mein Punkt war, dass Sicherheit relativ ist, und man auf den genauen Fall schauen muss. Stable oder Testing sind nicht zwangsläufig sicherer oder unsicherer.

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          1. Das ist halt ein Nachteil von derart stabilen Distributionen und kann durchaus auch ein Sicherheitsrisiko sein, wenn Backports dann sehr spät oder womöglich gar nicht kommen, weil z.B. die Distribution zu spät dran ist bzw. das Problem nicht für groß genug hält oder womöglich niemand erkannt hat, dass sich ein behobener Fehler als Sicherheitslücke ausnutzen lässt.
            Inzwischen kann kann man Upstream-Patches direkt von der KI analysieren lassen, die dann auch gleich versucht, da irgendwelche Exploits zu bauen. Diese Probleme werden nur noch größer.

            Der Einsatz solcher Distribution kann natürlich trotzdem sinnvoll sein, man sollte das IMHO aber nur machen, wenn es wirklich sein muss.

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      1. Veraltete Basis (GTK 3 ist EOL), dazu überhaupt GTK (KP, warum man das nutzen will). Wayland kommt ja immerhin langsam, damit auch verbesserte Sicherheit, aber auch etwa 5 Jahre zu spät, um ernstgenommen zu werden.

        Aber insgesamt ist Cinnamon für mich nur der Versuch, KDE in GTK nachzubauen. Da kann man dann auch gleich KDE nutzen, das eine zuverlässigere, bessere Basis hat, eine größere Community und ein schöneres Theme.

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    1. Was ist denn der Vorteil von Devuan außer weniger systemd, was quasi jeder (leider) braucht, daraus folgend weniger Applikationen und einem monatelangen Hinterherhinken hinter Debian? Hat das überhaupt eine Zukunft?
      Ich Frage, weil ich noch nie was Gutes bzw Vorteilhaftes über Devuan gelesen oder gehört habe…

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      1. Ich kenne sicher nicht alle Vorteile. Auf meiner Hardware, Desktop und verschiedenen ThinkPads bootet es wesentlich schneller, fährt eben so schnell runter. Es gibt im Gegensatz zu Debian hier bei mir keinerlei Probleme mit internen, externen oder entfernten Speichern, die ich zahlreich eingebunden habe. Es ist (ich kann es nicht mit Zahlen belegen) schneller als Debian (ich habe Xfce und Plasma mit Wayland in Verwendung). Meine subjektive und möglicherweise falsche Empfindung ist, dass Devuan zuverlässiger ist als das zuverlässige Debian.
        Selbst der ehemalige Debian-Leiter Bruce Perens meint:
        „Ich war der zweite Projektleiter von Debian. Heutzutage bevorzuge ich Devuan, ein echtes Debian-Derivat, das so entwickelt wurde, wie ich es wahrscheinlich selbst getan hätte. Es ist effizient und problemlos zu bedienen. Vielen Dank an die Devuan-Entwickler für all die geleistete Arbeit!“
        Wen es interessiert, hier ist eine Anleitung zur Migration von Debian Trixie zu Devuan Excalibur:
        https://www.devuan.org/os/documentation/install-guides/excalibur/trixie-to-excalibur.html
        Ich denke, es wäre die ideale, solide und zuverlässige Basis für die Tuxedo-Rechner.

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    2. Ich frage mich eher, warum Tuxedo sich dafür entschieden hat auf Testing zu setzen. Ansonsten klingt das ganze Konzept und Ziel für mich sehr nach Siduction – nur eben auf Basis von Testing statt sid/Unstable.
      Sid und Testing sind sich aber von den Paketen ziemlich ähnlich, das ändert sich erst, wenn Testing in die ersten Freezes geht. Und gerade in dem Rahmen finde ich Sid als Basis für ein Rolling Release die sinnvollere Basis. Und wenn man seine Distribution auf Siduction aufbaut, spart man sich eine Mende doppelter Arbeit.
      Just my 2 Cents.

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        1. Wieso sollte man hundert Nutzer auf dem Schoß sitzen haben?
          Sid und Testing sind sich, wie bereits dargestellt, ziemlich ähnlich. Probleme, die man bei neuen Paketen, die nach Sid kommen hat, hat man teilweise auch, wenn sie in Testing gezogen werden. Siduction begleitet zudem die Paketupdates und sobald es Probleme gibt, werden die geteilt und Updates ggf. erst einmal nicht direkt weiter gegeben. Mit dem Vorteil, dass aber ansonsten auch dann ein Strom an Aktualisierungen rein kommt, während Testing in die Freeze-Phasen geht. Das bedeutet für Tuxedo OS dann, dass monatelang vor einem Debian Release auch Tuxedo OS dann keine Update bekommt.
          Wie gesagt, sehe Sid weiterhin als die geeignetere Basis für ein Rolling Release System, man muss es halt begleiten. Dass es ohne Aufwand wäre, hat ja niemand gesagt. Und es wäre, wie bei Siduction, ja nur die Basis, nicht 1:1 was Du bei Dir am Laufen hast.

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  4. Finde ich grundsätzlich super, auch wenn mich das nicht betrifft, aber ob Debian Testing wirklich so eine gute Idee ist🤔?
    Debian stable kann ich nach vollziehen, obgleich ich seit knapp 25 Jahren ein stable Verfechter bin.
    Das es LinuxMint als LMDE Version gibt,ist kein Zufall.
    Die haben sich bereits früher mit diesem Szenario beschäftigt😉.

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      1. Weil Testung nicht die Stabilität wie Stable hat🤗 …und ja, es gibt Behauptungen die sagen, dass Testung stabiler ist wie manch andere Distributionen in der stabilen Version😁.
        Ist eine persönliche Präferenz.
        Zumal, dass ist natürlich gewollt,öfters wie bei stable updates erfolgen (müssen). Ich mag es ja wenn wenig updates (nur was notwendig ist) rein kommt.
        Einfach nur nutzen und produktiv arbeiten😉.
        Auch so ein persönliches Ding.

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            1. Inwiefern Pech? In Debian 12 war KDE 5.27 LTS enthalten. Das hätte man einfach aktualisieren können innerhalb des 5.27-LTS-Zweigs. Und dann wären alle Fehler behoben gewesen. Aber selbst das macht man nicht. Warum!?

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                  1. Also in debian Forum ist man nur unfreundlich, wenn die entsprechende Eigeninitiative fehlt das problem zu loesen.
                    In Debian ist man nach wie vor der Meinung, das man sich schon intensiv mit seinem System befassen muss um das Wissen zu erlangen, was ich fuer absolut wichtig und richtig halte.
                    Fragen aus der reinen Clickibunti Franktion werden da mit wenig Begeisterung
                    beantwortet. 😉

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                    1. Man hat ja direkt das Problem als nicht existent wegdiskutiert. Mit so Leuten brauche ich mich nicht abgeben. Bisher habe ich Debian nutzende immer als sehr ignorant und eingebildet erlebt. Vielleicht ist man das auch, wenn man Debian tatsächlich zuverlässig zum Laufen bekommt. 🤷‍♂️

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              1. Das ist halt die Philosophie hinter Debian Stable. Es wird lange getestet, bis alles stabil ist und dann released und dann wird an dem, was im System steckt auch nichts mehr angefasst, um zu garantieren, dass das System exakt so ist und bleibt, wie es zu Release war. D.h. alles bleibt auf exakt der Version, es gibt allenfalls Backports von Patches für Sicherheitslücken oder gravierende Bugs.

                Was man jetzt genau davon hält, überlasse ich jedem selbst. Ich persönlich finde diesen Ansatz auf der einen Seite klasse, denn Du bekommst ein System, das auch in Monaten noch genau so funktioniert wie zum Release.
                Für ein Server OS ist es genau das, was Du willst. Es soll verlässlich und stabil sein.

                Auf dem Desktop kann man das genauso bevorzugen, ich hingegen bin hier ein Fan von Rolling Release. Du bleibst immer auf dem aktuellen Stand, Patches müssen nicht aufwändig gebackported werden, sondern man nimmt einfach die neuste Version von Upstream, wo die Fehler beseitigt wurden.
                Klar, das gibt dir halt kein verlässliches System. Es mag stabil laufen, aber Du wirst halt mit neuen Versionen deiner Software auch teilweise anderes Verhalten bekommen, manche Features werden aufgegeben und rausgenommen, andere kommen hinzu.
                Auf dem Desktop, selbst im Arbeitsumfeld, finde ich das aber absolut verkraftbar. Im Gegenteil, ich persönlich finde das klasse. Beispielsweise KDE Plasma 6.7 mit den jetzt virtuellen Desktops je Bildschirm – ein Killerfeature für mich. Andere mag es stören, weil plötzlich Plasma sich anders verhält als gewohnt.
                Muss jeder dann für sich selbst wissen und entsprechend seine Distribution wählen.
                Daher, wenn Debian 12 nicht für dich funktioniert hat, wie Du wolltest, ist das bedauerlich, aber es ist genau Teil von Debians Konzept, dass sich das auch nicht mehr ändert wenn Stable erst einmal einen Release hatte. Verlässlichkeit ist hier wichtiger, als einen Bug zu beseitigen, von dem offenbar nur sehr wenige Leute betroffen waren.

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        1. @Christopher
          TUXEDO verkauft Hardware. Debian stable funktioniert bei neuester Hardware nicht. TUXEDO OS benötigt aber den jeweils aktuellen Kernel und Firmware. Deshalb Debian testing.

          Es dürfte für den geübten User aber kein Problem sein die Repositorien von Debian testing auf das jeweils heranwachse Debian stable umzustellen.

          Ich begrüße den Schritt von Tuxedo sehr. Systemrettung per Snapshots auf der Basis von Btrfs und Snapper machen zudem auch für den Linux-Einsteiger die Sache leicht.

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          1. Ich sagte ja, dass ich den Schritt verstehe.
            Wobei ich zB Stable auf einem frischen FrameWork (gut, ist schon ein Jahr her) installiert habe.
            Läuft ohne Probleme.
            Ich verstehe aber das es Anforderungen gibt, die Testing erfordern.
            Ich würde mir eher ein etwas älteres Gerät kaufen🤗

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          2. Eigentlich ist der Grund ja ein anderer, wie auch im Artikel erklärt. Hier die ausführlichere Version aus dem Tuxedo-Blog:

            “TUXEDO OS verfolgt ein hybrides Release-Modell, das die Vorteile von Rolling- und Point-Releases miteinander verbindet. Wichtige Komponenten wie Browser, der Grafik-Stack inklusive Nvidia-Treiber und die Plasma-Desktopumgebung werden kontinuierlich aktualisiert, während die zugrunde liegende Ubuntu-LTS-Basis bewusst stabil bleibt und nur sicherheitsrelevante sowie ausgewählte Anpassungen erhält.

            Mit zunehmendem Alter einer LTS-Version wird es jedoch immer schwieriger, aktuelle Software zurückzuportieren. Häufig fehlen neuere Abhängigkeiten oder sie stehen nur in veralteten Versionen zur Verfügung. Dadurch steigt der Aufwand erheblich, moderne Software zuverlässig in eine ältere Paketbasis zu integrieren.

            Werden zentrale Bibliotheken wie Qt, auf denen KDE basiert, aktualisiert, kann dies dazu führen, dass andere Software aus den Ubuntu-Repositories nicht mehr korrekt funktioniert. Dieses Problem betrifft nicht nur TUXEDO OS – auch KDE neon steht regelmäßig vor denselben Herausforderungen.”

            Wenn man im deb-Ökosystem bleiben, aber nicht irgendwie Ubuntu-basiert sein will, bleibt dann halt nicht mehr viel. Jetzt müssen sie sich halt darum kümmern, dass Phasen mit größeren Veränderungen in Testing für die Nutzer so abgemildert werden, dass die sich um nichts kümmern müssen.

            Persönlich bin ich ja aber sowieso kein großer Freund von solchen Hersteller-Distributionen. Die Hardware-Anbieter sollten sich IMHO vor allem darum kümmern, dass sie alle Tools zur Konfiguration der Hardware für die gängigen Distributionen anbieten und den Rest dann einfach dem Kunden überlassen.

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        2. Dein Verständnis von “stable” ist falsch. Stabil bedeutet “stabil bleibendes Verhalten” im Sinne von ABI und API Kompatibilität. Debian Stable verhält sich an Tag 1 genau gleich wie am letzten Tag des Supports. Das bedeutet nicht Debian Stable ist stabil und crasht nicht und hat keine Fehler. Nicht-Stabil in Testing bedeutet, dass du halt auch neue Programmversionen bekommen kannst, die das Verhalten ändern und ggf. das UI umgebaut haben. Bspw. wie Gimp damals, oder neue Libreoffice Versionen, oder generell neue Versionen der DEs, die auch viel ändern.

          Debian Testing is erfahrungsgemäß sehr stabil im Sinne von crasht nicht wie ein Arch oder Tumbleweed.

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          1. Steht alles oben im Artikel… Am besten alles nicht zu ernst nehmen. In den Köpfen der Menschen wächst Elektronik noch immer am Kartoffelchip-Baum. Bisschen gießen, ernten, fertig! Neulich verkündete mir jemand stolz, sein Laptop sei ne Spülmschine. Muss genetisch bedingt sein… Was willst denn da noch sagen?

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