Wie immer im Frühjahr stand auch in diesem Jahr kürzlich die Wahl eines neuen Debian Projektleiters (DPL) an. Nach vier Jahren als DPL stellte sich Jonathan Carter nicht mehr zur Wahl. Stand dieser 2023 für seine vierte Amtszeit alleine auf den Wahlzetteln, so stellten sich jetzt zwei Kandidaten zur Wahl.
Sruthi Chandran
Andreas Tille und Sruthi Chandran hatten ihre Wahlplattformen im März vorgestellt. Die in Indien beheimatete Chandran ist seit 2016 in Debian aktiv und stellte sich bereits 2020 und 2021 zur Wahl. Erneut ging es ihr auch in diesem Jahr hauptsächlich um Diversität und die Geschlechterrollen innerhalb der Freien-Software-Bewegung insgesamt. Sie bemängelt, dass es in der Geschichte von Debian bisher keinen nicht-(cis)männlichen DPL gab.
Andreas Tille
Andreas Tille, ein deutscher Physiker ist seit mehr als 25 Jahren in Debian aktiv und gründete dort unter anderem das Projekt Debian Med, dass sich zum Ziel gesetzt hat, ein vollständig freies und offenes System für alle denkbaren Aufgaben des Gesundheitswesens und der Forschung zu sein. Außerdem betreut er über 1.500 Pakete in Debian.
Relevanz von Debian
Als ersten Punkt seiner Plattform wählt er das Sicherstellen der Relevanz von Debian in einem sich verändernden Ökosystem. Ihm geben die vielen Linux-Anwender zu denken, die Ubuntu nutzen, aber von Debian nie gehört haben. Er möchte deshalb mit Debian-Derivaten in Kontakt treten und »eine Art Wunschliste erstellen, was wir als deren Upstream besser machen oder möglicherweise lernen können«. Auch zu Distributionen mit anderen technischen Grundlagen will er Kontakte pflegen, um zu lernen, wie diese »Probleme in Bezug auf Arbeitsorganisation und Infrastruktur zu lösen«.
Teamarbeit stärken
Darüber hinaus will Andreas mit den Infrastruktur-Teams wie DSA, Release-Team oder FTP-Master zusammenarbeiten, um etwa die Integration neuer Pakete zu verbessern. Insgesamt soll die Teamarbeit verbessert werden. Pakete sollen seiner Ansicht nach von mindestens zwei Personen betreut werden. Andreas stellt von vornherein klar, dass er nicht 24/7 erreichbar sein wird. Er schätzt seine Freiheit und besitzt kein Smartphone.
Durchschnittliche Beteiligung
Vor wenigen Tagen wurde Andreas mit 66 Stimmen Vorsprung zum neuen DPL gewählt. Es nahmen 362 Debian-Entwickler an der Wahl teil, was in etwa einem Drittel der rund 1.000 Entwickler und der Durchschnittsbeteiligung der letzten Jahre entspricht. Wir wünschen Andreas viel Erfolg bei seinen Vorhaben.

Gute und klare Entscheidung.
Diversität und Geschlechterrollen stehen in keinem Bezug zur effektiven Entwicklung von Software.
Lediglich die Fähigkeiten der Mitwirkenden sind ausschlaggebend.
Alles andere ist Symbolpolitik als reiner Selbstzweck.
Wo das endet kann man auch in vielen anderen Bereichen sehen. Die Qualität leidet IMMER wenn man seinen Fokus auf progressives Virtue-signalling setzt und nicht auf die wesentlichen Punkte.
Wählt die Menschen nach ihren Fähigkeiten aus, in Projekten wo Fähigkeiten gefragt sind. Und nicht nach Geschlecht, Hautfarbe oder sonstigem!
Im übrigen gibt es nur zwei Geschlechter.
Eine Frau in ein weiblicher, ausgewachsener Mensch.
Ein Mann ist ein männlicher ausgewachsener Mensch.
Mir scheint, die vehemente Ablehnung – wie auch hier in dieser Diskussion zum Artikel zu sehen – dem Kern der Sache auf den Grund zu gehen wird auch in Zukunft weiter in Richtung Spaltung der OSS Communities führen. Auch wenn die Maßnahmen ungeeignet sind: Das Problem existiert und entweder es wird bearbeitet oder es zunehmend mehr für Unmut.
Ich verstehe nicht was diese Diskussion hier zu suchen hat. Ist ja ganz nett, aber ich finde das hat mit dem eigentlichem Thema schon lange nichts mehr zu tun.
Nur gut, dass diese Welt keine anderen Probleme hat.
So, wie hier rumgekeift wird ob des Genderthemas, würde ich mich als quere/trans person ja nicht zu erkennen geben, Freundlich oder akzeptierend ist anders.
Meine Güte, als ob man euch was wegnehmen würde.
Ja so wie man das Thema behandelt nimmt man den weitaus meisten Menschen etwas weg. Naemlich z.b. ihr schoene klare Sprache.
Davon abgesehen, wollen das die wirklich meisten Betroffenen garnicht, es sind nur die bis zur Selbstaufgabe Tolleranten nicjht Betroffnen, die das wollen.
Mit jeder neuen Jugendgeneration wurde den Eltern ihre “schöne klare Sprache” weggenommen. Sprache ändert sich schon immer.
Und ich glaube du unterschätzt, wie sehr sich viele Betroffene eine Repräsentation in der Sprache wünschen. Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass die momentanen Lösungen der Weissheit letzter Schluss sind, aber die werden jetzt aktiv unterdrückt, anstatt dass die Leute damit experimentieren und man neue Wege findet.
Finde ich von der Gesellschaft und den Leuten ziemlich erbärmlich.
Ich denke, es besteht eine grundlegend falsche Auffassung zu dem Thema bei vielen Menschen. Gendern ist keine Vorschrift. Im Gegenteil. Du darfst es tun, wenn du möchtest, wenn nicht, dann lass es einfach. Es ist ein Zeichen von Respekt Menschen wie mir gegenüber.
Das hat nichts mit Respekt zu tun. Ich persoelich habe auch so den Respekt vor den Menschen, wenn sie ihn sich verdient haben durch Leistung und entsprechendes Auftreten und Benehmen.
Doch natürlich. Wenn ich mir wünsche, in einer bestimmten Form angesprochen zu werden, hat das sehr wohl mit Respekt zu tun. Wenn bestimmte Gruppen in der Gesellschaft unterrepräsentiert sind, hat es ebenfalls mit Respekt zu tun, diese sichtbar zu machen. Dazu muss man auch gar nichts ‘leisten’.
Du denkst nur weil Du zu einer extremen randgruppe gehoerst muss man automatisch einen riesen Respekt haben?
Genau das ist eben das Problem und auf diese Art und Weise wird es auch nicht besser, sondern eher schlimmer.
Restpekt muss man sich erst Verdienen, ob im Job oder im Leben.
Wenn Du mir sagst Du moechtest gern mit xxx angesprochen werden ist das fuer mich kein Problem, aber von vornherein es einzuvordern das ist ein problem.
Es geht nicht um Respekt vor einer Randgruppe, sondern um Respekt anderen Menschen gegenüber. Unabhängig übrigens davon, was diese geleistet haben.
Ja sicher, den habe ich doch, wenn du mir sagst, dass du so und so angesprochen werden moechtest. Dann werde ich das tun und dich so ansprechen. Sonst werde ich dich eben wie einen ganz normalen Menschen(jeden anderen) behandeln.
Und das ist nicht respektlos, es ist die normale Achtung meines Gegenuebers, das hat mit Respekt nix zu tun. Respekt muss man sich verdienen, Achtung kriegt man als Mensch umsonst, solange man sie nicht wegen seines Benehmens verliert.
Aber ich glaube wir koennten noch ewig so weiter disskutieren und kaemen nicht zusammen. alles gut. 😉
Was du meinst, ist sicher Wertschätzung. Diese kann durchaus von der Leistung der Person abhängen. Achtung und Respekt würde ich in diesem Zusammenhang gleichsetzen.
ja nee wertschaetzung ist wieder etwas Anderes.
Ich meine schon Achtung, die hat man vor jedem Menschen. Respekt hat man vor Menschen die sich den Verdient haben, z.b. mit Leistung, alte Menschen (durch Lebenserfahrung).
Und wertschaetzen tut man Menschen die man kennt und die einem wichtig sind.
So habe ich es gelernt und habe es die ganzen 60 Lebensjahre so gehalten.
Ich komme ja noch aus einer generation bei der wirkliche Werte zaehlen. 😉
Kant kannte die Definition schon damals recht genau 😉
“Achtung, die ich für andere trage, oder die ein Anderer von mir fordern kann, ist die Anerkennung einer Würde an anderen Menschen, d.i. eines Werths, der kein Preis hat, kein Äquivalent, wogegen das Object der Werthschätzung ausgetauscht werden kann.” — Immanuel Kant
Schau, wenn ich Sage: Ich gruesse sie…wie geht es ihnen… dann drueckt es meine Achtung aus und es ist ungeschlechtlich. … also das Problem schon mal geloesst.
Das drueckt aber noch keinen Respekt aus und schon gar keine Wertschaetzung
Wie zuvor erwähnt ist die Definition recht klar und Teil der deutschen Sprache, die du ja mit aller Gewalt vor dem ‘Übel’ Gendern schützen möchtest.
Leider ist dies keine Definition, sondern ein Ausspruch eines Philosophie Prof’s.
Und Gendern muss man nicht, die deutsche Sprache ist sehr genau und bietet genug Moeglichkeiten.
z.b. das Kind, die Kinder; der Mensch, die Menschen, ist absolut ungeschlechtlich, weil damit alle gemeint sind.
Aber ich sagte es ja wir kommen nicht zusammen in dem Fall. 🙂
Der Duden unterscheidet diesbezüglich übrigens gar nicht: https://www.duden.de/rechtschreibung/Achtung
Nehmen wir mal das Beispiel: der Bäcker, dort sind Bäckerinnen beispielsweise nicht eingeschlossen. Menschen, die weder Mann noch Frau sind, finden dort gar keinen Platz. Die Sprache deckt die Fälle einfach nicht ab und ist sehr wertend. Das schafft gesellschaftliche Strukturen, unter denen wir heute immer noch zum Teil leiden. Das richtige Gendern trägt dazu bei, diese verkrusteten Strukturen aufzubrechen und Sprache inklusiver zu gestalten. Ob sich dies in irgendeiner Form auch in der Sprachdefinition widerspiegeln muss, lasse ich bewusst offen.
Dann sagt man einfach “die Baecker” und der Kaas ist gegessen.
War gerade bei die Bäcker und hab noch ein Brot gekauft. War sogar noch warm.
“Schöne klare Sprache” (das ö ist von mir) und dein Beitrag passen nicht so recht zusammen. Stören mich deine Rechtschreibfehler? Nein. Finde ich deinen Beitrag unfreiwillig komisch? Ja. Generell habe ich ein Problem mit Intoleranz.
Schon mist, wenn man nicht weis, das es auf einem amerikan. tastaturlayout keine Umlaute gibt, oder? Ausserdem ist die schreibweise oe etc. genau so gebraeuchlich, schon immer. Aber man kann nicht erwarten das das eben jeder weis.
Du weist aber schon was die Psychologie ueber rechtschreib und Grammatikverbesserer im Internet sagt, oder?
Und das mit der intoleranz ist ganz allein Dein Problem. 😉
Die Umlaute sind bezogen auf deine Rechtschreibung nicht das einzige Problem. Wäre für mich überhaupt kein Thema, wenn du nicht selber von schöner Sprache geschrieben hättest. Und ja, ich gestehe: Ich wollte, dass du spürst, wie sich Intoleranz anfühlt. Warum arbeitest du dich so sehr an den Themen Gendern und Trans ab? Mit dem Thema des Artikels hat das eigentlich nichts zu tun. Was ist schwierig am Wunsch von Sruthi Chandran nach mehr Diversität in einem nun wirklich sehr männerdominierten Umfeld, in dem nicht selten ein sehr rauer Ton herrscht?
Also ich hab nix gespuert, ich messe dem keinerlei Bedeutung bei.
Es ging nur um die Frage, ob man so jemanden auf dem Posten sehen moechte.
Daraus wurde dann so eine Ausufernde Disskusion. Aber schlimm finde ich die nicht. Es ist ja jedem seine Sache ob er es befuerwortet oder nicht.
Ich habe in meiner Firma keine guten Erfahrungen mit solchen Leuten oder mit Veganern gemacht und daher meine Argumentation. Bei mir gibt’s auch kein Gendern und wer denkt es unbedingt machen zu muessen ist falsch am Platz. Die MA sollen sich auf ihre Arbeit konzentrieren und keinen Schwachfug machen.
Ist auch legitim, also alles gut. 🙂
Es ist übrigens gar kein Problem, Umlaute auch mit einem englischen oder amerikanischem Tastaturlayout zu schreiben. Das funktioniert hier wirklich ohne Probleme, sollte man als so erfahrener ITler schon hinbekommen.
Bei aller Aufregung, sollten wir aber nicht vergessen,dass Al Bundy 1966 4 Touchdowns in einem Spiel gemacht hat und den Polk High School Panthers damit zur Stadtmeisterschaft verholfen hat!
Immerhin hat Andreas Tille nur 66 Stimmen mehr gehabt als Sruthi Chandran. D. h. da sind eine ganze Menge Menschen der Ansicht, dass das Thema “Diversity” wohl sehr wichtig ist, weil das ja mit Abstand das Schwerpunktthema von Sruthi ist.
Ich persönlich bin der Meinung, dass das Thema “Diversity” nur wahlweise falsch abgebogen oder Lichtjahre über’s Ziel hinaus geschossen ist. Aber einen Kern der Sache muss es definitiv geben. Ich kenne den nicht. Aber “Die sind ja alle bescheuert!” ist für mich kein ausreichender Erklärungsansatz.
Ich könnte mir vorstellen, …
… dass es mit Respekt bzw. dem durchaus üblichen rauhen Ton in der IT-Szene zu tun hat: Derjenige, der sich in Kombination von Aggressivität und sachlichen Argumenten am besten durchsetzt, hat üblicherweise bislang Erfolg. Mein persönlicher Wunsch ist da mehr Ruhe und auch Alle zu Wort kommen zu lassen – sprich auch die leisen.
Bevor Sie sich alle hier weiterhin aufregen. Die Diskussion über das Gendern gab es schon vor über zweitausend Jahren.
“Ich möchte, dass ihr … dass ihr mich von jetzt an Loretta nennt.”
Quellenangabe gefällig? Ich denke, dass erübrigt sich.
War das die Volksfront von Judea oder die judeische Volksfront? 🙂
Wenn ich einer schwarzen Kuh weisse Streifen aufmale, dann wird dadurch kein Zebra.
Vielleich redest du einfach mal mit Transpersonen, bevor du sowas von dir gibst. Transmenschen würden vermutlich was drum geben, wenn für sie das einfach nur dummer Fasching wäre.
Gute Idee, aber schreib doch bitte trans Personen oder trans Menschen.
Was ist denn hier los?
Von so einer aggressiven “Kenne ich nicht, will ich nicht, weg damit!” Haltung bin ich doch ziemlich überrascht.
Man könnte ja fast meinen, ihr habt Angst, dass euch eure eigene Geschlechtsidentität genommen werden soll. Das ist nicht der Fall.
Es geht doch nur darum, dass Menschen, bei denen es nicht ganz so einfach ist, auch ein ganz normales und gutes Leben führen möchten.
> Es geht doch nur darum, dass Menschen, bei denen es nicht ganz so einfach ist, auch ein ganz normales und gutes Leben führen möchten.
Ich denke, dass dies außer Frage steht bzw. außer Frage stehen sollte. Niemandem solle dies verwehrt werden. Nur was hat das mit dem Posten des DPL zu tun?
Edit: Um es klarzustellen, das Geschlecht des DPL ist völlig egal. Die Frage ist, warum es ein Problem ist, dass eine solche Person sich nicht darum bewirbt.
“Kenne ich nicht, will ich nicht, weg damit!”
Das Gegenteil ist der Fall: “Kenne ich, will ich nicht”
Die Menschen hatten nun Zeit genug die Agenda und Auswirkungen der Trans-Politik sowohl in Gesellschaft als auch im privaten mit anzusehen. Und sie wollen es nicht.
Und mit “es” meine ich dass Leistung, Eignung und Befähigung hinter irgendwelchen Identitäten, Geschlechtern, Geschlechterrollen oder sonstigen Belanglosigkeiten im Bezug auf die Entwicklung einer Linux Distribution hinten anstehen.
Leistung, Eignung und Befähigung sind sicher wichtige Kriterien in Bezug auf die Entwicklung einer Linux Distribution.
Wäre Sruthi Chandran in all diesen Punkten unterlegen und hätte sie allein aufgrund ihrer Agenda die Wahl gewonnen, könnte man das sicher kritisieren. Sie hat aber nicht gewonnen und hier hat niemand geschrieben, sie hätte gewinnen müssen.
Weiterhin frage ich mich, was Trans-Politik überhaupt sein soll und woher du weißt, dass “die Menschen” es nicht wollen?
Interessant wäre es mal die Stimme einer nicht-cisgeschlechtlichen Person zu der Sache zu vernehmen. Gibt es hier vielleicht eine? Ist es wirklich ein Problem, dass ein solche Person nicht DPL ist, oder sich darum bewirbt?
Sorry, nicht falsch verstehen, aber wuerdest Du jemanden so einen wichtigen Posten anvertrauen, der nicht einmal weis was er ist und in einer virtuellen Realitaet steckt?
Ich persönlich finde ja die Diskussion um Diversity in den Distributionen auch zu hoch gehängt, aber dein Kommentar schießt ja wohl den Vogel ab. Schäm dich was.
Beruht allerdings auf einer persoenlichen Erfahrung in meiner Firma.
Sorry wenn es nicht ins Weltbild passt.
Die Frage des eigenen Geschlechtes sollten sich wohl nicht auf die Kompetenzen in einem ganz anderen Bereiche auswirken. Entweder man hat Kompetenz in einer Sache oder nicht. Da würde ich das Geschlecht als irrelevant einstufen.
Was mich etwas irritiert ist eher, wieso es ein Problem sein soll, dass jetzt Angehörige einer bestimmten Minderheit nicht in einer solchen Position sind. Warum wird sich eigentlich nicht so vehement dafür eingesetzt, dass beispielsweise ein Rollstuhlfahrer DPL wird oder ein Obdachloser oder sonst eine Person einer anderen Minderheit. Das ist der für mich interessante Punkt.
Keinesfalls geht es mir hier um die Frage, ob Minderheiten generell zu wenig berücksichtigt werden.
Debian hatte mit Sam Hartman 2019 einen DPL ohne Sehvermögen. Früher hätte man gesagt, Sam ist blind.
Das ist gar kein Problem, solange die Person aufgrund dessen einfach falsche Entscheidungen trifft oder es auch auf seine Umwelt projiziert.
(steht doch ausser Frage, das nur die Kometenz zaehlt)
Das mögen individuelle Charaktereigenschaften sein, aber diese Problem hat man ja wohl mit jeder Person. Kenne persönlich zwei Abteilungsleiter bzw. Technikvorstand, beides glasklare Männer, aber beide völlig daneben, sowohl in der Mitarbeiterführung als auch der fachlichen Kompetenz. Also solche Verhaltensweisen sind nicht vom Geschlecht abhängig.
Das meine ich nicht, eher an solche, die jeden bekehren zu muessen und es jedem sagen und so fuer jede Menge Missmut, Unkonzentriertheit im Team sorgen. Also ihr ureigenes persoenliches auf alle projizieren.
Mein bester Datenbankprogrammierer z.b. ist schwul, na und er traegt das weder spazieren noch belaestigt er andere damit. (Er selbst findet diese Debatten und und den ganzen Zirkus darum und auch das Genderzeugs ueberhaupt nicht gut.)
Wegen solchem Verhalten musste ich auch schon gute Mitarbeiter kuendigen, weils einfach nicht ging.
Ja, Dogmatiker, Fanatiker oder Missionare waren nie besonders förderlich.
Ansonsten kann ich ähnliches bestätigen. Ein Freund von mir ist Schwul und er sagt selbst, dass ihm die ganze “Scheiße” tierisch auf den Sack geht. Seine Homosexualität war nie ein Thema und erst seit dieses “queer”-Ding hochgekommen ist, fühlt er sich so richtig exponiert. Er ist jetzt “der Schwule” (irgendwas “Besonderes”) in der Abteilung und hat seinem Chef mit Kündigung gedroht, wenn er noch ein mal auf die Idee kommt ihn öffentlichkeitswirksam als Beweise einer diversifizierten Mitarbeiterschaft anzuführen. O-Ton: “Hä? Wieso bin ich auf ein mal irgendwie anders als vorher, spinnen die?”
Deine schwulen Bekannten können froh sein, dass die Gesellschaft soweit gekommen ist und sie sich nicht in schummrigen Bars rumtreiben müssen oder nicht zwangsbehandelt werden mit Elektroschocks…
Er hat schon irgendwo recht, und der chef ist wohl auch ein depp, aber es ist noch gar nicht so lange her, da war das ein echtes Problem
Also da wo ich herkomme gabs noch nie Probleme mit Schwulen Menschen. Und viele sind sogar jetzt noch viel eingeigelter als vor dem ganzen Trara.
Da bin ich mal gespannt aus welcher kleinen Blase du kommst, dass einerseits dein herablassendes Gerede über die Leute und über von deiner Meinung abweichende Meinungen akzeptiert wurden und andererseits Schwule “noch nie” Probleme hatten.
komm schon, sag mal.
Das mit den Elektroschocks ist aber schon sehr lange her.
Ich kenne den Freund schon seit Anfang der 90, als wir gemeinsam Party gemacht haben. Da war sein Schwulsein praktisch Avantgarde. Wir (die ganze Gruppe) haben Zoten gerissen und uns köstlich amüsiert wenn er mal wieder davon erzählt hat welchen Club mit “darkroom” er besucht hat und das man da so herrlich anonym und ungezwungen vögeln könne, was bei den Heteros ja immer so schrecklich kompliziert wäre.
Zu der Zeit waren immer so 30 – 40 Leute am Start und es war nie ein Thema im Sinne einer Herausstellung oder einer Herabwürdigung. Es war schlicht Normalität und alle waren Teil davon, die sexuelle Orientierung war völlig gleichgültig … außer beim Zoten reißen halt … Wovon er jetzt angepisst ist, ist, dass er jetzt plötzlich im Licht steht und damit praktisch aus der Normalität in eine exponierte Stellung kommt, was genau das Gegenteil ist von dem, was durch die Treiber dieser Welle wohl erreicht werden soll.
Ich verstehe, dass alle Mensch gleich sind und je nach Fasson ihr leben gestalten sollen können. Und ich sehe, dass diese aggressive Herausstellung einer geschlechtlichen- oder sexuellen Orientierung die Diskriminierung der betreffenden Personen eher noch zementiert als normalisiert.
> Das mit den Elektroschocks ist aber schon sehr lange her
Teile in Amerika und Grossbritannien haben das überraschend lange gemacht.
Und noch ende der 90er gabs in Deutschland im politischen Establishment einen Riesen Aufschrei als man versucht hat, gleichgeschlechtliche Heiraten zu legitmieren.
Ein stoiber meinte noch, da könnte man ja auch erlauben, den teufel zu heiraten.
Und in deutschsprachigen Ländern wurden im Allgemeinen bis ende der 90er auch gerne noch schwule mit judikative oder legislative drangsaliert, selbst wenn alles offiziell “irgendwie” legal war.
Ich weiss ja nicht, was für dich lange her bedeutet. Die letzte Legislaturperiode?
> Ich kenne den Freund schon seit Anfang der 90, als wir gemeinsam Party gemacht haben. Da war sein Schwulsein praktisch Avantgarde. Wir (die ganze Gruppe) haben Zoten gerissen und uns köstlich amüsiert wenn er mal wieder davon erzählt hat welchen Club mit “darkroom” er besucht hat und das man da so herrlich anonym und ungezwungen vögeln könne, was bei den Heteros ja immer so schrecklich kompliziert wäre.
Ja, kenn ich auch. Das sind aber Blasen, aber keine gesamtgesellschaftliche Akzeptanz. Und manche der älteren Schwulen haben das spiel auch gespielt, weil es die einzige Möglichkeit war, akzeptanz zu erlangen. Gutbürgerlich und schwul war damals einfach noch nicht drin.
> Ich verstehe, dass alle Mensch gleich sind und je nach Fasson ihr leben gestalten sollen können. Und ich sehe, dass diese aggressive Herausstellung einer geschlechtlichen- oder sexuellen Orientierung die Diskriminierung der betreffenden Personen eher noch zementiert als normalisiert.
andersrum wird aus meiner sicht ein schuh draus. erst wenn LGTBQ Leute nicht mehr schrille Fasane sein müssen, ist das im normalen Leben angekommen. Vorher sind sie halt die Gesellschaftsclowns. Bei schwulen haben wir das schon grösserenteils. Warum dürfen das die restlichen Menschen nicht haben?
> Ich weiss ja nicht, was für dich lange her bedeutet. Die letzte Legislaturperiode?
🙂 Also die Elektroschocks hätte ich jetzt eher im erste Drittel des letzten Jahrhunderts verortet. Und ich muss zugeben, dass die angesprochenen Punkte bezüglich Ehe usw. vermutlich nicht so präsent bei mir waren, weil es mich nicht direkt betroffen hat. Ich denke das dieser Umstand des Denkens – Das eigene Betroffenheit mehr Eindruck hinterlässt und Empathie zu selten in ausreichendem Maße vorhanden ist. – verantwortlich dafür ist, dass generell Veränderungen in einer Population nur sehr sehr langsam vonstatten gehen.
Das LGTBQ Leute die schrillen Fasanen sein *müssen* erschließt sich mir nicht. Aber das es irgendwann keinen Grund mehr für eine derartiges Akronym geben sollte sehe ich auch als wünschenswerte Zukunft. Schlicht beliebige Menschen mit beliebigen geschlechtlicher- oder sexueller Orientierung, ohne weitere diskriminierende Attributierungen.
Das ist wie der Mechanismus bei Clowns in Schulklassen. Wenn du unterhaltsam bist, bedrohst du niemanden, weder physisch noch im sozialen status. Dann wirst du eher akzeptiert. Aber halt NUR in DIESER Rolle. Fällst du aus der Rolle, ist das soziale Gefüge wieder in Gefahr und du wirst angegriffen.
Eigentlich sollten wir über solche instinktiven Mechanismen hinaus sein, aber es passiert immer noch.
>andersrum wird aus meiner sicht ein schuh draus. erst wenn LGTBQ Leute nicht mehr schrille Fasane sein müssen, ist das im normalen Leben angekommen. Vorher sind sie halt die Gesellschaftsclowns. Bei schwulen haben wir das schon grösserenteils. Warum dürfen das die restlichen Menschen nicht haben?<
Das sehe ich genau so. Es ist eben auch ein Prozess, der gerne schneller ablaufen könnte.
Schade, dass jede Gruppe immer wieder die gleichen Kämpfe führen muss.
> non-(cis)male DPL
Was bedeutet den dieses “(cis)”?
Laut Wikipedia[¹]
> Cisgeschlechtlichkeit oder als Adjektiv cisgeschlechtlich oder (Anglizismus, nicht deklinierbar) cisgender[1] (aus lateinisch cis „diesseits“ und englisch gender „soziales Geschlecht“) bzw. kurz cis[2] bezeichnet Personen, deren Geschlechtsidentität mit dem in der Regel anhand äußerer Merkmale vor oder unmittelbar nach der Geburt bestimmten Geschlecht übereinstimmt.
Vielleicht liegt es halt einfach daran, dass es nicht so viele cisgeschlechtliche Menschen gibt, die sich auch noch für irgendein Computer-Quatsch interessieren.
Aber vielleicht finden man ja welche die man einfach zwingen könnte. Dann wäre die Sache ja wieder in Ordnung.
[¹] https://de.wikipedia.org/wiki/Cisgeschlechtlichkeit
> […] viele cisgeschlechtliche […]
Sollte natürlich “nicht”-cisgeschlechtliche heißen.
Sorry, wenn ich so antworte. Aber es nervt einfach nur.
Das ist wieder irgend so ein unwichtiges, nerviges Gendergedöns.
Völlig unwichtig ob Man oder Frau oder sonst was.
Der Bessere/Geeignetere soll den Job bekommen.
Fertig.
Frei nach Mario Barth: Ich gender nicht. Ich habe einen Schulabschluss.
Ich könnte dir gar nicht mehr zustimmen.
Nur gut, das es mittlerweile in einigen BL verboten ist in schulen behoerden oeffentl. Einrichtugnen etc.
Dem ist leider nicht so und die aktuelle Situation zeigt es ja auch sehr eindeutig. Andernfalls würden wir überhaupt nicht über dieses Thema diskutieren müssen.