Plasma 5.24

Ausblick auf KDE Plasma 5.24

Es ist nicht mehr lange hin bis zur nächsten Ausgabe des Plasma-Desktops. Bereits heute, am 13. Januar erscheint die Beta-Version zu Plasma 5.24, gefolgt von der stabilen Veröffentlichung am 8. Februar. Die Basis bilden KDE Frameworks 5.90 und Qt 5.15.2.

Neben dem neuen Wallpaper gibt es eine größere und viele kleine Neuerungen, auf die sich Plasma-Fans freuen können. Apropos Wallpaper: wer an dessen Entstehung unter Verwendung von Krita und Inkscape interessiert ist, findet die Geschichte dazu im Blog von Ken Vermette.

Neue Übersichtsseite

Die augenfälligste Neuerung bei Plasma 5.24 ist die neue bildschirmfüllende Übersichtsseite, die zwei Konzepte von Plasma optisch in einer Übersicht zusammenführt: virtuelle Desktops und Activities. Kurz erklärt, lassen sich mit verschiedenen virtuellen Desktops, die optional durch ihnen zugeordnete unterschiedliche Activities an die jeweilige Aufgabe angepasste Arbeitsabläufe erstellen. Dieses Konzept erhält nun mit der neuen Übersichtsseite mehr Aufmerksamkeit. Dort können auch weitere virtuelle Desktops eingerichtet werden.

Zusätzlich zeigt der neue Überblick alle offenen Fenster sowie eine Suchmaske, die bei der Funktionalität wohl an KRunner angelehnt sein wird und im Hintergrund Milou nutzt. Das Konzept erinnert ein wenig an die Übersicht in GNOME 40, die ebenfalls die virtuellen Desktops mittig an den oberen Rand des Fensters stellt und sich als benutzerfreundliches Design bereits etabliert hat.

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Systemeinstellungen aufgewertet

Die Systemeinstellungen erhielten eine Vereinfachung der Übersichtsseite und neue optische Gestaltungsmöglichkeiten. Die mit Plasma 5.23 eingeführten vordefinierten Akzentfarben lassen sich nun über einen Farbwähler individuell gestalten. In der KDE Roadmap für 2022 nannte Nate Graham unter anderem die Zusammenlegung der Unterpunkte Sprache und Formate unter dem Menüpunkt Regionaleinstellungen der Systemeinstellungen als eines der Ziele. Damit soll vermieden werden, dass inkompatible Einstellungen vorgenommen werden können. Ein erster Schritt dahin ist die mit 5.24 ausgelieferte überarbeitete Seite für Formate.

Erweiterte Suche in Discover

Die grafische Paketverwaltung Discover erhält eine erweiterte Suchfunktion, die im Falle einer leer ausgegangenen Suche in Discover selbst anschließend zu DuckDuckGo im Browser führt, um weitere Informationen zum Suchwort zu liefern. Zudem reagiert das Discover-Fenster bei Größenänderung nun responsiv. Um zu verhindern, dass Distributions-spezifische Probleme als Bugs in Discover gemeldet werden, wurde ein Schalter implementiert, der bei entsprechender Konfiguration Bugs an den Bugtracker der zugrundeliegenden Distribution senden kann.

Ein Ärgernis für mich war bisher stets die Vergesslichkeit, die das Modul für Multi-Monitor-Setups beim Ab- und Anstecken eines Displays an den Tag legte. Das soll nun ein Ende haben, Fenster sollen künftig wieder dort zugeordnet werden, wo sie vorher waren. Die Neuerungen von Plasma 5.24 können bereits beim derzeitigen Entwicklungsstand vorab bei KDE Neon Unstable und openSUSE Krypton getestet werden. Quelle dieser News ist das Blog Debugpoint.

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11 Kommentare

  1. Ein paar kleine Ergänzungen für KDE Plasma 5.24
    – Weitere Wayland Verbesserungen,
    wie die Unterstützung von DRM-Leasing für VR-Headsets.
    – Die Unterstützung von primären Monitorbezeichnungen.
    – Verbesserungen bei der Fensterhandhabung für höherer Bittiefen.

    Sonst gibt es nichts auszusetzen 😉

    Danke für die tollen und aktuellen News hier auf Linuxnews 🙂

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    1. Primäre Monitore in Wayland. Das ist das noch erleben darf. Wo ist hier das Party-Emoji?

      Wie war das noch bei Martin damals. Das kann man funktionial nicht umsetzen und braucht auch niemand? Na lassen wir das, Hauptsache es ist da.

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  2. Die kontinuierliche Arbeit an Plasma ist vorbildlich. Das ist kein Ein-Mann-Projekt sondern ein Ding, das auf breiter Basis steht und sich unter der Haube und im UI ständig aktualisiert.
    Bei weitem nicht alle Dinge sind für mich relevant aber es läuft bei mir seit vielen Jahren (opensuse) einwandfrei und mir fehlt nichts.

    Einfach toll! Dank an alle Entwickler und ihre Zusammenarbeit!

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  3. Wenn ich den Tag noch erlebe, an dem Linux mit Multi-Monitor-Umgebungen zuverlässig umgehen kann, dann ist wohl Weihnachten, Silvester, Ostern und Geburtstag auf dem gleichen Tag 😉

    Verbesserungen in dem Bereich nehm ich trotzdem gerne 🙂

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      1. Szenario: Laptop in Docking Station. Mal dran, mal nicht. Aber selbst wenn nicht abgestöpselt, merken sich die Fenster nach einem Neustart die Position nicht. Konsole und Dolphin gehen in einer abweichenden Größe an einem völlig anderen Platz auf. Allgemein suchen sich die Fenster immer irgendeine Position. Ist bei Passwortabfragen richtig ätzend. Vor dem Schließen maximierte Fenster machen idR weniger Probleme und landen meist auf der richtigen Position. Man kann damit arbeiten, aber ist noch viel Luft nach oben.

        Klappt unter GNOME minimal besser aber wirklich gut ist da tatsächlich nur Windows.

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    1. Hier in der Firma arbeitet die halbe Belegschaft mit Plasma und bis zu drei Bildschirmen. Völlig ohne Probleme. Selbst ab- und wieder anstecken von Monitoren funktioniert holperfrei.

      Aber gut möglich, dass es bei recht speziellen Setups mal hakt.

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