Debian 13 Trixie

Debian 13.4 »Trixie« veröffentlicht

Das Debian-Projekt gab heute am frühen Abend, rund zwei Monate nach Debian 13.3, das vierte Update seiner stabilen Distribution Debian 13 »Trixie« bekannt. Dieses Point-Release enthält hauptsächlich Korrekturen für Sicherheitsprobleme sowie einige Anpassungen zur Behebung schwerwiegender Fehler.

Das Update behebt insgesamt 111 Fehler und verteilt 67 Sicherheits-Updates. Der Kernel wurde auf 6.12.74-2 angehoben. Weitere Einzelheiten zu den Updates sind der Ankündigung zu entnehmen.

Aktualisierte Abbilder

Bestandsanwender, die ihr System regelmäßig aktualisieren, haben die Aktualisierungen bereits erhalten. Ansonsten hebt der Befehl sudo apt update && sudo apt full-upgrade das System auf den neuesten Stand. Aktualisierte Abbilder für neue Installationen werden in den nächsten Stunden ebenso verfügbar sein wie Live-Abbilder zum Testen mit KDE Plasma 6.3.6, GNOME 48, Xfce 4.20, Cinnamon 6.4.10, LXQt 2.1, MATE 1.26.1 und LXDE 0.11.1 und Net-Installer für die Architekturen amd64, arm64, armhf, ppc64el, riscv64 und s390x.

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21 Kommentare

  1. Ferdinand berichtet auch über andere Distributionen und ja, er hat sicherlich eine gewisse Affinität zu Debian & Co.😉.
    Am Ende unterliegt es halt seiner eigenen Präferenz worüber er berichtet.
    Ich finde, und da stecke ich mit drinnen, hier wird etwas über trieben und stoppen. Lassen wir es gut sein.

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  2. Bei Empfehlungen sehe ich immer wieder welche Distributionen, ob Debian-Derivate oder nicht, empfohlen werden. Ich habe viele ausprobiert und bin immer wieder bei Debian gelandet. Vor 25 Jahren habe ich damit meine ersten Erfahrungen gemacht. Diese Distribution ist anfängertauglich, sie ist zuverlässig. Daher habe ich beispielsweise meiner Mutter auf ihr Laptop Trixie installiert, wo es noch im Freeze war. Ich wollte ein System, das einfach funktioniert. Meine Mutter ist jetzt 88 Jahre und sie verwendet den Laptop täglich, schreibt Mails, bestellt ihr Gemüse beim Biohof (lässt es vor die Haustüre liefern), sucht nach Kochrezepten, nach News und anderen Sachen, die sie interessieren. Dafür ist Debian perfekt geeignet. Wenn manche sagen, “Debian ja, aber nur für Server”, dann ist das Quatsch. Debian ist letztendlich problemloser wie vieles andere. Ja, es würde bei meiner Mutter auch z.B. mit einem Ubuntu funktionieren. Aber nicht mit dieser für mich beruhigenden Zuverlässigkeit.

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  3. nutze auf dem Desktop Arch Original und auf dem Notebook, hab ich mich fuer Debian entschieden keine Update Orgien.
    Ein gemuetliches ruhiges Linux und selbst die Hintergruende strahlen ruhe aus.
    Auf meinen Homelab bin ich am ueberlegen ob ich nicht die VMs auf Debian umrueste, der Wartungsaufwand ist einfach geringer.

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  4. Debian 13.4 ist wieder genau diese Sorte Meldung, für die Debian bekannt ist: reguläre Systempflege wird als Ereignis auf die Bühne geschoben. 111 Bugfixes, 67 Sicherheitsupdates, Kernel 6.12.74-2. Das ist kein Fortschritt, das ist Instandhaltung. Notwendig, ja. Feierwürdig, eher nicht.

    Das eigentliche Problem bleibt die Debian Krankheit: strukturelle Langsamkeit als angebliche Qualität. Während anderswo moderne GPU Stacks, lokale KI Workflows, aktuelle Toolchains und praxistaugliche Integration gebaut werden, verwaltet Debian erst einmal sich selbst, diskutiert Grundsatzfragen und liefert dann Monate später ein Point Release mit dem Charme eines amtlichen Wartungsprotokolls.

    Technisch nutzbar, kulturell träge. Debian ist oft nicht deshalb relevant, weil es vorne mitspielt, sondern weil andere darauf aufbauen und die veraltete Basis erst mühsam in die Gegenwart ziehen. Stabil ist es. Aber Stabilität ist kein Freifahrtschein für Behäbigkeit. Debian lebt zu oft davon, dass seine Nutzer Geduld mitbringen und Ansprüche herunterschrauben.

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    1. Der ehemalige Projektleiter und Debian-Urgestein Bdale Garby hat schon vor über 10 Jahren postuliert, die Relevanz von Debian als Grundlage für Derivate sei in Zukunft vermutlich größer als der Stellenwert als stabile Distribution.

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    2. Wo feiern sie das?
      Ich sehe nicht, was du siehst!
      Du musst Debian weder gut finden, noch nutzen.
      Wenn es so schlecht wäre wie du sagst, dann gäbe es Debian nicht schon do lange und nicht so viele würden Debian vertrauen und darauf aufbauen.
      Schau ml genau hin, wo Debian überall eingesetzt wird und hinter Frage deine Worte.

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      1. @Christopher
        ‚Wo feiern sie das? Ich sehe nicht, was du siehst. Schau mal genau hin.‘

        Genau das ist der Punkt. Du siehst offenkundig nicht, was ich geschrieben habe ^^

        Ich habe weder behauptet, Debian sei unbrauchbar, noch dass es niemand nutzt, noch dass ihm niemand vertraut. Das alles kommt in deinem eigenen Kopftext vor, nicht in meinem Kommentar. Du widerlegst also keine meiner Aussagen, sondern eine bequemere Fantasieversion davon. Respekt, so diskutiert es sich natürlich angenehm.

        ‚Wenn es so schlecht wäre wie du sagst‘ ist besonders hübsch, weil ich genau das gar nicht gesagt habe. Ich habe Debian als technisch nutzbar beschrieben, aber kulturell träge und strukturell langsam. Das ist Kritik, keine Auslöschungsfantasie. Zwischen ‚nicht perfekt‘ und ‚dürfte nicht existieren‘ liegen ein paar Denkstufen. Die wären hier vielleicht hilfreich gewesen.

        Und ‚wenn es das schon so lange gibt‘ ist auch so ein herrlich robustes Argument aus dem Museum. Nach der Logik wäre alles automatisch gut, solange es alt ist und noch nicht zusammengefallen. Dann ist der vergilbte Nadeldrucker im Keller wohl auch ein Innovationsmotor, weil er seit Jahrzehnten durchhält.

        Dass viele Debian einsetzen und darauf aufbauen, war nie ein Gegenbeweis, sondern eher Teil der Ironie. Debian ist oft relevant, weil andere Projekte viel zusätzliche Arbeit investieren, um aus der trägen Basis etwas halbwegs Gegenwärtiges zu machen. Genau das war der Punkt. Den hast du nur leider gegen eine Wand aus reflexhafter Verteidigung gefahren.

        Du empfiehlst mir also, genauer hinzusehen und meine Worte zu hinterfragen. Solider Rat. Fang ruhig bei deinem eigenen Kommentar damit an.

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      2. Die Frage ist letztendlich, warum dieses Point-Release eine News-Meldung rechtfertigen soll. Die Antwort ist natürlich, weil Ferdinand Debian so gerne hat und darum darüber berichten will. Aber letztendlich wurden hier halt einfach nur ein paar Pakete aktualisiert, ohne dass sich dabei nennenswert was geändert hätte, und was bei anderen Distributionen auch keine Meldung wert ist.

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        1. Und warum soll es keine News-Meldung rechtfertigen? Ist ein News-Portal nicht dazu da News zu verbreiten? Wenn es dich/euch nicht intetessiert könnt ihr das ja einfach nicht lesen. Ich finde die News gut.👍 Bei Windows gibts ja auch bei jedem “Flick” eine News. So nach dem Motte “hey seht, wir haben endlich unsere eigenen Fehler korrigiert”. 😁

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          1. Mir ist das eigentlich egal und ich verlange auch gar nicht, dass sich hier etwas ändert. Wenn Ferdinand das so machen will, habe ich damit kein Problem, ich wollte nur anmerken, dass es hier auch keine News gibt, wenn Fedora, Ubuntu, openSUSE usw. mal ein paar Pakete aktualisieren. Denn letztendlich sind diese Point-Releases auch nur normale Updates, wie andere Distributionen sie jeden Tag verteilen, nur dass man sie bei Debian eben paketweise kriegt. linuxnews.de ist, ob man das gut findet oder nicht, halt tendenziell schon ziemlich Debian-lastig.

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            1. Jetzt muss ich mal eine Lanze brechen.
              Hier wird auch über andere Distributionen berichtet, wo kleinere Updates erfolgen.
              Die Entscheidung wann etwas berichtet wird, ist sicherlich subjektiv.
              Das geht aber mMn auch nicht anders.
              Bei Debian sind Point Releases ja auch “fast” 😉 schon etwas besonderes (oder mittlerweile eben auch nicht mehr).
              Eigentlich sollte ich das hier nicht schreiben um dir nicht wieder Futter zu geben @TRAV. Davon lebst du ja🤣. Ist auch irgendwie witzig, hat halt nur keinen Nährwert.
              Na ja, Sonntagnachmittag halt🤗.

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            2. Fedora hat keine Point-Releases, sondern ca. alle paar Monate eine neue Hauptversion mit dem dann auch schnellen Tod des Vorgängers.
              Ubuntu hat Point-Releases nur bei seinem LTS-Zweig, und darüber wird hier auch immer brav berichtet.
              Und ja, bei openSUSE Leap (der Rest ist Rolling Release) ist Ferdinand das 16.1 Point-Release nicht aufgefallen (zumindest gibt es hier keine News darüber). Kann bei den ganzen anderen Nachrichten jedem passieren.
              Ansonsten wird über neue Hauptversionen, und oft sogar RCs, berichtet. Auch jenseits von Debian!

              Kann hier echt nicht erkennen, dass da was unterschlagen wird.

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    3. @ZeroDayZara
      Ich verstehe Debian als eine RR Distribution, die alle zwei Jahre seinen rollenden Paketbestand einfriert und davon eine statische Ausgabe herausbringt.
      Ja, dieses Point-Release ist eine Instandhaltung der statischen Ausgabe und genauso soll es konzeptionell ja auch sein.
      Für die kontinuierlich fortschreitende Erneuerung ist Sid bzw. Siduction zuständig.

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            1. Klar, ist doch mein Baby. Aber siducation wäre was für den Bildungsbereich. Wir haben mal eine Edu-Distro namens Seminarix herausgegeben. Es war aber zu der Zeit sehr schwierig, Lehrer von der Notwendigkeit Medienkompetenz durch Kenntnis von mehr als Windows zu überzeugen.

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