Debian Libre

Debian Libre Live vorgestellt

Debian stellt mit den Debian Libre Live ISO-Images eine Möglichkeit vor, Debian ohne unfreie Anteile zu installieren, soweit dies im Rahmen des Debian-Projekts möglich ist. Das geht aus einem aktuellen Blogeintrag hervor.

Ohne Non-Free-Firmware

Debian lieferte bis 2022 seine offiziellen Images ohne Firmware-Blobs aus. Die Idee zu Debian Libre entstand, da seit der 2022 getroffenen Entscheidung, unfreie Firmware auf den Debian-Abbildern ausgeliefert wird, um damit die Installation auf moderner Hardware zu erleichtern. Das Debian Libre Live-Projekt veröffentlicht jetzt die ersten komplett freien Live-ISOs für die amd64-Plattform. Dazu wurden alle nicht freien Komponenten aus den Installationsmedien für Debian 13 »Trixie« entfernt, ohne dass der Anwender per Bootparameter für eine freie Umgebung sorgen muss.

Noch kein Repository

Nachdem das Image per wget heruntergeladen wurde, kann man es recht einfach mit KVM virtualisieren. Falls eine Desktopumgebung installiert werden soll, ist es ratsam, die im vorgegebenen Befehl kvm -cdrom live-image-amd64.hybrid.iso -m 8G veranschlagten 8 GB auf zumindest 12GB zu erhöhen. Der Blogeintrag erwähnt zwar die Vorteile eines Betriebssystems nach den Vorgaben der Free Software Foundation (FFS), unterschlägt aber die Nachteile wie vermutlich nicht funktionierendes WLAN/Bluetooth und Einschränkungen bei manchen Grafikkarten.

Für Enthusiasten

Das Projekt wendet sich derzeit eher an erfahrene Debian-Anwender. Der Debian-Installer versteckt sich im Startmenü unter Advanced …, konnte aber meine virtuelle Festplatte trotz Treiberzuweisung nicht erkennen. Im Live-Modus landet man im Terminal, da keine Desktopumgebung vorinstalliert ist.

Ich halte es für gut, dass es diese Option gibt, und sie wird vermutlich auch einige puristische Anwender finden. Debian ist damit wieder ein wenig universeller geworden. Für mich als Freund aktueller Hardware hat sie keine praktische Bedeutung.

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Ein Kommentar

  1. Stimmt schon.
    Für die meisten, praktisch nicht so relevant, dafür aber ungeheuer Wichtig.
    Es gibt noch nicht so lange Anbieter, die Notebooks mit vorinstallierten Linux anbieten. Und es müssten noch wesentlich mehr werden, bis Geräte mit freien Treibern für die Hersteller relevant werden. Bis dahin heißt es Geduld zu haben und das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

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