Wie ihr bestimmt schon bemerkt habt, nimmt die Kadenz von Beiträgen rund um Wayland auf diesem Blog stetig zu. Das spiegelt die anstehende Ablösung von X11 wider, auch wenn uns der Veteran noch einige Jahre im Hintergrund begleiten wird.
Wayland nativ
Gute Nachrichten in dieser Hinsicht kommen derzeit von Mozilla, die, wenn alles gut geht, Firefox 121 mit einem Wayland-Backend als Standard ausliefern werden. Das bedeutet, dass bei Anwendern, deren Distribution standardmäßig auf Wayland setzt oder die selbst auf Wayland umgestellt haben, Firefox nativ unter Wayland läuft und kein XWayland mehr benötigt.
Ein weiterer Schritt
Dazu wurde letzte Nacht ein vor zwei Jahren eröffneter Bugreport geschlossen. Ein Patch entfernt die Beschränkung auf EARLY_BETA_OR_EARLIER und setzt stattdessen return !gtk_check_version(3, 24, 30); als Bedingung. Somit kommen alle Wayland-Anwender mit mindestens GTK3 in Version 3.24.30 und aufwärts in vermutlich ab dem 19. Dezember den Genuss dieser Neuerung.

2024 Wayland Jahr – da habe ich nichts dagegen – aber dann muß es auch ordentlich und ohne Regressionen funktionieren.
Corner cases werden vermutlich noch eine Weile vorhanden sein. Andererseits bietet Wayland Funktionen, die X11 nicht hat. So etwa die individuelle Konfiguration von Displays (zumindest unter Plasma).
?? also ich fahre schon lange mit 2 byw. sogar 3 Displays unter X11.
Man wird sehen in wieweit es unter Wayland wirklich einen signifikanten Unterschied gibt.
Klar kann man schon lange mehrere Displays unter X11 betreiben, aber zumindest unter Plasma kann man sie nicht einzeln konfigurieren. Unter Wayland geht das mittlerweile.
Einzeln konfigurieren kann man die schon, aber Per-Screen-Scaling geht mit X11 nur über den Umweg manuell anpassen mittels xrandr.