Flatpak 1.16.2 bringt nach über einem halben Jahr das zweite Erhaltungs-Release für den stabilen Flatpak-Zweig. Bereits im November wurde Flatpak 1.17 aus dem noch experimentellen Zweig veröffentlicht.
Flatpak Bundles überarbeitet
Aus diesem experimentellen Zweig wurde die Aktivierung von VA-API Video-Beschleunigung für Intel Xe Grafikchips übernommen. Damit verbessert sich die Effizienz bei der Medienwiedergabe mit Intel-Grafikkarten. Ebenfalls direkt dem Anwender zugute kommt die Unterstützung für die Neuinstallation von Bundle-Installationen. Bisher mussten Anwendungen, die aus lokalen .flatpak-Bundle-Dateien installiert wurden, vor einer Neuinstallation oder Aktualisierung zunächst manuell entfernt werden.
Flatpak-Bundles sind komprimierte .flatpak-Dateien, die eine vollständige Anwendung inklusive aller Abhängigkeiten und Runtimes in einem einzigen Archiv enthalten. Sie ermöglichen die Installation ohne Zugriff auf ein Remote-Repository wie Flathub und sind damit ideal für Offline-Szenarien.
Fehlerbereinigung
Flatpak 1.16.2 behebt zahlreiche Fehler, unter anderem bei der Unterstützung von OCI-Images. Verschiedene Probleme im Zusammenhang mit flatpak mask und flatpak-pin konnten korrigiert werden, indem die Repo-Konfiguration nach Änderungen über den System-Helper neu geladen wird. Zudem sendet flatpak-kill kein SIGKILL-Signal mehr an alle Prozesse in der aktuellen Prozessgruppe.
Ein weiteres Problem, bei dem das Home-Verzeichnis versehentlich zugänglich war, wenn eine fehlerhafte Version von glib verwendet wurde, die App Zugriff auf einen Standard-XDG-Ordner hatte und dieser Ordner auf dem System nicht verfügbar war, wurde ebenfalls behoben. Darüber hinaus wurden einige Speicherlecks und Absturzursachen beseitigt. Die Release Notes halten weitere Änderungen seit Flatpak 1.16.1 bereit.

> Flatpak-Bundles sind komprimierte .flatpak-Dateien, die eine vollständige Anwendung inklusive aller Abhängigkeiten und Runtimes in einem einzigen Archiv enthalten. Sie ermöglichen die Installation ohne Zugriff auf ein Remote-Repository wie Flathub und sind damit ideal für Offline-Szenarien.
Hört sich wie AppImage an (leider eine minderbeachtete Lösung).
Sie ähneln sich in ihrer Portierbarkeit, unterscheiden sich aber beim sandboxing, denn AppImages haben keins. Dafür haben sie null Setup.
Ach ja, der Sandkasten, vielen Dank für den Hinweis.