Die Ankündigung des neuen Mozilla CEO Anthony Enzor-DeMeo, Firefox zu einem KI-Browser entwickeln zu wollen, trug nicht zum dringend nötigen Vertrauenszuwachs für den kriselnden Mozilla-Browser Firefox bei. Im Gegenteil, viele Anwender kündigten an, Firefox zu verlassen, sollte dieser Plan umgesetzt werden. Andere sahen die Ankündigung als Sargnagel für den letzten Browser mit einer unabhängigen Render-Engine, die nicht mit B wie in Blink beginnt.
Seither bemühen sich auf Mastodon Firefox-Entwickler klarzustellen, dass es einen Killswitch geben wird, also einen Schalter, mit dem sämtliche KI-Funktionen abgeschaltet werden und aus der UI verschwinden.
Waterfox bleibt KI-frei
Einen anderen Weg schlägt der Firefox-Fork Waterfox ein. In einem Blogpost als direkte Antwort auf Mozillas Ankündigung versichert Hauptentwickler Alex Kontos, dass Waterfox keine LLMs enthalten wird, und stellt seinen Fork damit als Alternative für KI-müde Firefox-Nutzer auf.
Waterfox will not include LLMs. Full stop. At least and most definitely not in their current form or for the foreseeable future.
Alex Kontos, Waterfox
Was ist Waterfox?
Waterfox ist ein auf Firefox basierender Webbrowser, der sich auf Privatsphäre, Geschwindigkeit und Kompatibilität mit älteren Erweiterungen konzentriert und auf Telemetrie verzichtet. Er wurde 2011 von Alex Kontos als 64-Bit-Optimierung von Firefox für Windows entwickelt, da Mozilla damals noch keine native 64-Bit-Unterstützung bot. Waterfox basiert heute auf Firefox ESR und ist für Linux, macOS, Android und Windows verfügbar.
Killswitch reicht nicht aus
Kontos sieht den für Firefox angekündigten Killswitch als unzureichend an, da »die Black-Box-Technologien der LLMs die Vertrauenswürdigkeit, Transparenz und Nutzerkontrolle untergraben«. Allerdings unterscheidet er transparente Machine-Learning-Tools wie Bergamot von undurchsichtigen LLMs, die Tabs umorganisieren oder Browserverläufe manipulieren könnten, wobei die internen Entscheidungsprozesse undurchsichtig und nicht nachvollziehbar sind.
Waterfox als Alternative
Kontos sieht die Gefahr, dass Mozilla durch den Fokus auf den Massenmarkt in Konkurrenz zu Chrome seine Kern-Community von Power-Usern und Datenschützern verliert, während der Marktanteil weiter sinkt. Ein durchaus nachvollziehbarer Gedanke, dessen Folgen Waterfox einigen Aufwind verschaffen werden.

Benutze Waterfox schon länger immer mal wieder.
Im gegensatz zum LibreWolf scheint das Waterfox team etwas offener mit änderungsvorschlägen umzugehen.
Allerdings basiwrt er auf lts und ist damit aus festure sicht nicht ganz auf dem stand.
Das kann man ruhig vernachlässigen was die Features angeht. Firefox kann bis heute nicht vernünftig synchronieren oder man erreicht diverse Einstellungen nur via about:config, wie das urtra-nervige Übersetzung-Popup auf dem Desktop. Von daher passt das schon.