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Flatpak auf Ubuntu-Varianten nicht mehr vorinstalliert

Canonical hat gestern bekannt gegeben, dass ab Ubuntu 23.04 »Lunar Lobster« die Mitglieder der Ubuntu-Familie, die sogenannten Flavors, keine Flatpak-Unterstützung auf den Images mehr ausliefern werden. Der Anwender kann eine Flatpak-Umgebung nach der Installation weiterhin installieren.

Flatpak nicht mehr vorinstalliert

Bisher hatten Flavors wie Kubuntu, Ubuntu MATE und Xubuntu auf ihren Images eine Flatpak-Umgebung vorbereitet, sodass der Anwender bei Bedarf Flatpaks ohne Vorarbeiten installieren konnte. Mit Canonicals Entscheidung wird die Ubuntu-Familie nun auf Debian-Pakete und Snaps vereinheitlicht. In der Ankündigung heißt es, »als Teil der gemeinsamen Bemühungen haben die Ubuntu-Flavors eine gemeinsame Entscheidung getroffen, einige der Standardpakete von Ubuntu anzupassen«. Dabei geht es hauptsächlich um die Kontrolle über die genutzten Repositories.

Bestandsanwender nicht betroffen

Anwender, die bisher bereits Flatpaks in ihren Varianten verwenden, sind bei einem Upgrade von der Entscheidung nicht betroffen, sie behalten ihre Flatpak-Umgebung und die installierten Flats. Ich wage zu bezweifeln, ob mit der künftigen Regelung neuen Anwendern geholfen ist, die sich für die Flatpak-Nutzung entscheiden, denn um Flatpak per Flathub auch in den Paket-Shops wie Discover zu integrieren sind einige Schritte zu gehen.

Auf seiner Webseite erklärt Canonical, was Flavors sind:

Ubuntu-Varianten bieten eine einzigartige Möglichkeit, Ubuntu zu erleben, jede mit ihrer eigenen Auswahl an Standardanwendungen und -einstellungen. Die Ubuntu-Varianten werden von Mitgliedern unserer weltweiten Gemeinschaft entwickelt und durch das gesamte Ubuntu-Archiv für Pakete und Updates unterstützt.

https://ubuntu.com/desktop/flavours

Mit der gestrigen Entscheidung gehört das wohl der Vergangenheit an. Canonical zementiert das hauseigene, auch in der Ubuntu-Community nicht unumstrittene Snap-Format und erschwert damit die Installation von Apps, die per Snap nicht verfügbar sind. Ob man damit dem Siegeszug von Flatpak Einhalt gebieten will?

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26 Kommentare

  1. Wie hei8t es immer auf den Webseiten von »ubuntuusers«?

    Die Benutzung fremder Quellen für Software sollte nach Möglichkeit auf das Notwendigste beschränkt werden, da sie einige gravierende Nachteile mit sich bringt.

    Von daher nutze ich nur den Certbot-PPA für meinen Webserver.
    Muss ich halt vertrauen-

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  2. Sagen wir, wie es ist:
    Ubuntu mit der GNOME Experience funktioniert für den Endanwender einfach schlechter als ein Plasma/MATE/etc. mit flatpak und aktiviertem Flathub.

    Unter Plasma kann Discover apt, snap und flatpak. Bei der Ubuntu shell kann die Snapstore App nur apt und snap, für graphischen flatpak Support braucht man das Gnome Software Center. Das könnte dann auch apt, snap und flatpak. Dann hat man aber den Snapstore, das Gnome Softwarecenter und den die eigene Ubuntu Updater App. Da hat es dann die meißten schon verloren.

    Bei einem Plasma gibts dann nur Discover, was alles von Installation und Updates macht.

    Die canceln Flatpak, weil es sie schlecht aussehen lässt. Logisch, aber userfeindlich.

    Man kann zwar alles nachinstallieren, aber die allermeißten halten sich an die Defaults, und deswegen finde ich das Mist, dass Canonical die Flavours bevormundet.

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    1. Für mich funktioniert Ubuntu mit Gnome perfekt. Ich brauche kein Flatpak und auch kein Flathub, da ich in main, universe und Snap alles vorfinde was ich brauche.

      Und wenn du Flatpak+Snap+DEB haben willst kannst du auch gnome-software installieren. Den Snap-Store kannst du dann deinstallieren, da du auch über gnome-software darauf zugreifen kannst.

      Es ist konsequent, dass Ubuntu für seine Flavours konsequente Richtlinien anwendet und auf einheitliche Paketquellen zurückgreift. Ich würde es auch nicht tolerieren, wenn meine Tocherfirma Werbung für die Konkurrenz macht. Wer die Ubuntu-Infrastruktur kostenlos nutzen will, muss halt bestimmte Bedingungen einhalten. Wer dies nicht will, kann gern auf die 1000 anderen Open-Source-Alternativen zurückgreifen.

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      1. Für mich hat das Ganze ein Geschmäckle und es liegt jetzt nicht so sehr daran, dass Ubuntu auf seine eigenen Paketquellen verweist. Welche Distribution tut dies nicht?
        Für mich stellt die Lizenz von snap das Problem dar. Und indem Canonical jetzt Schritt für Schritt flatpak aussperrt und zentrale Anwendungen wie z.B. den Browser aus seinem konventionellen Paketangebot verbannt, sperrt es seine User Schritt für Schritt in einen walled garden.

        Natürlich “darf” Canonical machen was es will. Die Frage, die sich der User dabei stellen sollte ist jedoch, will er ein freies System auf seinem Rechner oder eines intransparentes System das ausschließlich von Firmeninteressen geleitet wird. Wer snap benutzt, der kann genauso gut auch zu Apple oder Windows greifen.

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        1. Ich installiere mittlerweile alle Nicht-Gnome-Anwendungen auf meinem Ubuntu nur als Snap. Damit kann ich die Berechtigungen leicht verwalten und alle Apps lassen sich komplett rückstandsfrei entfernen, wenn ich sie mal nicht mehr brauchen sollte. Der Firefox kommt seit Ubuntu 22.04 offiziell von Mozilla als Snap. Für den Endanwender sehe ich jetzt keinen Vorteil darin aber auch keinen Nachteil.

          Die Lizenz von snap ist die GPL3 und die des snap-store ist die GPL2+. Was du meinst, ist dass das die Repositories von Canonical selbst verwaltet werden. Du könntest auch einen eigenen Snap-Server aufsetzen und snapd mit deinen URLs neu kompilieren. Alles bleibt freie Software.

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    1. Nicht jeder möchte für jeden Rechner Stunden in die Konfiguration reinstecken. Ubuntu funktioniert OOTB auch für dein Einsteiger, ohne das er viel machen muss. Debian ist toll aber bei Debian würde der durchschnittliche Windows-Umsteiger schon bei der Installation scheitern.

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  3. Die Ankündigung von Canonical ist ein derart triefender PR Text, dass es mich reizten würde eine entsprechende Persiflage zu schreiben. Es geht Ubuntu um die Kontrolle seiner User. Diese sollen jetzt alle dem canonischen snap shop zugeleitet werden.
    Wer jetzt nicht flieh,. ist selbst daran schuld wenn die Falle dann zu-snap-ed.

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        1. Danke, genau das meine ich. Canonical kann genau gar nichts auf erzwingen. Es ist ja nicht so, das das Shopangebot, exklusiv nur unter Ubuntu zuhaben ist.
          Wenn die Braut faxen macht, dann nimmst du einfach die daneben 😉

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    1. Tja und bei anderen Distribution wirds der Flatpak Zwang, finde beides Mist und nervt mich ein wenig. Weil dadurch einige mir lieb gewonnen Distribution plötzlich komplett nicht mehr in mein Konzept passen. Bald gibt’s nur noch Arch und Debian xD

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