Das alternative Paketformat Flatpak spielt vermehrt eine wichtige Rolle im Gefüge der auf Linux-Systemen verwendeten Software. Auch wenn das Format von traditionellen Anwendern nicht immer gutgeheißen wird, gibt es überzeugende Gründe für die Verwendung. Einer davon ist das Testen von Software, die noch nicht in den jeweiligen Repositories ist. Dabei können mehrere Versionen einer Software nebeneinander getestet werden. Verwendet man mehrere Distributionen, kann man dort jeweils das gleiche Flatpak installieren.
Die vermutlich am meisten genutzte Quelle ist Flathub mit seinem zunehmenden Bestand an Paketen. Die neue Browser-Erweiterung Flatline erleichtert nun die Installation von dort gehosteten Flatpaks für Anwender von Software-Shops wie GNOME Software oder Plasma Discover. Sie steht für Firefox, Chrome und darauf basierte Browser zur Verfügung und reduziert die Installation auf drei Klicks.
Neben der Installation der Erweiterung im jeweiligen Browser gelten folgende Vorbedingungen:
- Installation des Flatpak-Frameworks
- Hinzufügen von Flathub als Quelle im jeweiligen Shop
Flatline für Firefox
Flatline für Firefox kann direkt aus der Seite für Erweiterungen installiert werden und ist danach sofort einsatzbereit. Bei Ubuntu 22.04 funktioniert das aber nur, wenn der Browser als DEB installiert ist, da bei dem standardmäßig vorinstallierten Snap des Browsers derzeit viele Erweiterungen nicht funktionieren.
Für Chrome und darauf basierende Browser muss die Erweiterung zunächst heruntergeladen und entpackt werden. Dann kann Flatline im Erweiterungsmanager von Chrome installiert werden. Dazu muss oben rechts der Entwicklermodus aktiviert und die Erweiterung dann oben links per Entpackte Erweiterung laden installiert werden. Wie bei Firefox ist Flatline dann einsatzbereit.
Wird jetzt auf Flathub bei einer App der Install-Button betätigt, wird nach einer Abfrage, ob die entsprechende XDG-Anwendung gestartet werden soll (gemeint ist in diesem Fall der installierte Software-Shop), der Shop gestartet und das Flatpak kann installiert und anschließend gestartet oder wieder entfernt werden. Erlaubt man mit einem Haken, dass Flathub den jeweiligen Shop immer starten darf, reduziert sich die Installation auf zwei Klicks.

Verstehe ich nicht. GNOME Software oder Plasma Discover können doch auch so Flatpak installieren. Ja gut je nach Distribution muss man ein bisschen nachhelfen (Ubuntu möchte keine Flatpaks), aber grundsätzlich kann man direkt in diesen Apps nach Paketen suchen und auch direkt dort installieren. Noch einfacher kann es doch fast nicht werden.
Viel interessanter wäre eine Leigtgewichtige UI, welche die Befehle direkt auf der Konsole ausführt, ohne Abhängigkeit zu GNOME Software oder Plasma Discover. Das wäre eine Sinnvolle Alternative für Benutzer die diese Programme nicht nutzen möchten, beispielsweise weil sie… was weis ich, nehmen wir mal enlightment, als Desktop haben.
Betrifft jetzt nicht mich, ich lege sehr bequem mit der Integration von Flatpaks in Gnome Software.
Bei mir funktioniert es nicht. Nutze Linux MInt 20.2 und 19.3 auf einer andren Maschine. Drück ich bei Flathub auf der Website dann auf install, wenn das Addon installiert ist, im Firefox passiert gar nix mehr. So ein Müll – da es nicht lebensnotwendig ist, hab es wieder gelöscht.!
Es ist kein Müll. Hast du denn auch Flatpak installiert und im Software Center Flathub als Quelle eingebunden? Dann geht’s auch unter Mint.
Wie soll das gehen, wenn Flatpaks via Terminal ohne Probleme funktionieren! Oder ohne Addon wird halt die Steuerdatei runter geladen und dann ausgeführt geht auch. Aber mit dem Addon tut sich halt gar nix mehr, wenn man auf install drückt…
Du hast meine Frage nur zur Hälfte beantwortet. Ich habe es in zwei Distributionen und mit Firefox und Chrome getestet und es funktioniert.
Saugut, danke für diesen Artikel. Verwende gerne Flatpaks.
Das Plugin funktioniert auch mit Flatpak-Firefox. Sehr angenehm. Ich hoffe mehr Entwickler schwenken um und veröffentlichen primär nur noch als Flatpak. PPA und AUR braucht doch keiner mehr.
<°(((<
Vor allem .deb gehört verboten
lol, wieso?
Dont feed the troll.
Offizielle Repos ziehe ich Flatpaks vor. Beispiel? Cherrytree. Repo = 10 MB. Flathub ca. 900 MB. Das ist ja Wahnsinn. Ich weiss SSD sind saubillig, aber trotzdem möchte ich mir nicht die Platte voll müllen.
“…Repo = 10 MB. Flathub ca. 900 MB…”
Es erstaunt mich immer wieder, wie dieser Sachverhalt ignoriert wird…
Es lohnt sich halt bei einem Flatpak nicht. Und wenn du die gleiche Runtime direkt im Basesystem auch installiert hast, auch nicht. ABER:
Wenn du mehrere Anwendungen hast, ist die zweite Anwendung auch kein Gigabyte mehr gross.
Dafür kannst du aber mehrere Runtimes im System haben die nicht miteinander im Konflikt liegen.
Versuch doch mal das mit RPM/Deb dass 5 Generationen von QT/GTK libraries sich nicht überschneiden. Da nehm ich gerne mehr plattenplatz in kauf.
Und was nach dieser Schlussfolgerung dann der nächste Schritt?
Alpine ö. Ä. barebone installieren und die komplette GUI inkl. sämtlicher Multimedia Libs von Flathub ziehen, weil die Taschenrechner Flatpak dann nur noch 30kb schwer ‘aussieht’? Sollte ja ein effizienter Ansatz sein, oder etwa doch nicht?
Wenn du nur noch die eine Base runtime hast, sollte das von der Grösse dann ähnlich sein, wie ein normal paketierter Desktop (minusplus ein kleiner konstanter sockel verbrauch mehr vielleicht.
das oder debian und rpm kommen mal rum, dass wir für jedes Paket wie bei NixOS multiple Versionen installieren können. Da bräuchte man:
weisst du was wir immer noch nicht haben? isolierung der applikationen und des zugriffs voneinander. Filepicker wie bei android, die den zugriff kontrollieren. aber hey, hauptsache rumbolzen (damit meine ich nicht andre r., sondern leute wie horst oder max)
Vielen Dank für Deine informative Antwort.
Wieso muss es eigentlich immer 100 % oder 0 % sein, warum kann es nicht auch 17 und 83 sein? Ist die für mich passende Version in den Repos, dann apt install xyz; ist die aus dem Flatpak für mich sinnvoller oder nur dort verfügbar, dann nutze ich das flatpak 🙂
Dann gilt es halt abzuwiegen: 5 Kilo Byte auf der Platte zuviel an Gewicht und kann ich mit dem Rettungsring leben? *
Gruß
*Versuch, wortwitzig zu sein
Ich hab auch 32GB RAM eingebaut um den möglichst freizuhalten. Im Ernst: Die Runtimes lädt man nur einmal herunter. 🙄
[spoiler title=”Meine Apps”] PDF Slicer 35,5 MB
Flatseal 2,7 MB
Erweiterungs Manager 803,8 kB
Bottles 469,1 MB
Steam 43,2 MB
Shortwave 8,4 MB
Metadaten-Reiniger 80,6 MB
Amberol 5,5 MB
Login-Manager-Einstellungen 391,2 kB
Mousai 2,2 MB
ProtonUp-Qt 178,1 MB
Freedesktop Platform 562,8 MB
i386 256,8 MB
Mesa 313,2 MB
Mesa 387,5 MB
nvidia-515-48-07 1,9 MB
default 396,2 MB
nvidia-510-60-02 1,6 MB
nvidia-510-73-05 1,6 MB
nvidia-515-48-07 1,6 MB
ffmpeg-full 10,8 MB
i386 11,2 MB
openh264 778,2 kB
GNU Image Manipulation Program 366,0 MB
GNOME Application Platform version 3.38 958,9 MB
GNOME Application Platform version 41 772,9 MB
GNOME Application Platform version 42 754,8 MB
i386 390,1 MB
Pika Datensicherung 21,1 MB
GtkHash 240,6 kB
JDownloader 206,3 MB
KDE Application Platform 846,1 MB
KDE Application Platform 703,5 MB
QGnomePlatform 24,5 MB
QGnomePlatform 22,3 MB
QtSNI 3,3 MB
QGnomePlatform-decoration 25,9 MB
QGnomePlatform-decoration 23,8 MB
KeePassXC 37,5 MB
LibreOffice 722,2 MB
Firefox 241,8 MB
VLC 81,6 MB
DXVK 62,7 MB
Gecko 114,5 MB
Mono 242,3 MB
Warpinator 17,8 MB
Zim 18,1 MB [/spoiler]
GESAMT:
4,2G .var
9,1G /var/lib/flatpak/
—
13,3 GB. Lächerlich.
Hab ne 2 Terrabyte M2 und mich juckt es auch nicht. Im Gegenteil, nutze Software direkt vom Hersteller über flathub. Wie Libreoffice und Thunderbird.