Tux (Linux Maskottchen)

Linux 6.1 LTS erhält 10 Jahre Unterstützung

Auf dem Open Source Summit Europe in Bilbao im September verkündete Kernel-Entwickler Jonathan Corbet das Vorhaben, die Unterstützung von LTS-Kerneln von sechs auf zwei Jahre zurückzufahren. Derzeit erhalten sechs Kernel LTS-Unterstützung.

  • 4.14 vom November 2017, endet im Januar 2024
  • 4.19 vom Oktober 2018, endet im Dezember 2024
  • 5.4 vom November 2019, endet im Dezember 2025
  • 5.10 vom Dezember 2020, endet im Dezember 2026
  • 5.15 vom Oktober 2021, endet im Oktober 2026
  • 6.1 vom Dezember 2022, endet regulär im Dezember 2026

Als Gründe für die Verkürzung gibt Corbet an, dass nur wenige Unternehmen Bedarf für sechs Jahre Unterstützung haben. Deshalb sei wertvolle Entwicklerzeit anderswo besser eingesetzt.

Linux 6.1 erhält SLTS

Für Unternehmen, die mehr als zwei Jahre Unterstützung benötigen, bietet die Civil Infrastructure Platform (CIP) das SLTS-Programm (Super-Long-Term Stable). Damit erhalten bereits die Kernel 4.4, 4.19 und 5.10 mindestens zehn Jahre Unterstützung. Vor wenigen Tagen kam die Ankündigung, dass Linux 6.1 LTS nun ebenfalls einen 6.1-cip Kernel erhalten wird. Somit steht für kritische Infrastrukturen ein aktueller Kernel bereit, der bis mindestens 2033 unterstützt wird.

Bild: Pixabay

Teilt den Beitrag, falls ihr mögt

16 Kommentare

  1. Das hat eigentlich nur im Business-Bereich Sinn, da man dort langfristig eine Sicherheit benoetigt.
    Im priv. Bereich isses Quatsch und 10 Jahre , naja halte das eher mehr fuer den Webegeck, weil Keiner Haengt 10 Jahre auf einer Version.

    0
    1. weil Keiner Haengt 10 Jahre auf einer Version.

      Schon mal in der Industrie gewesen? Nicht selten wird eine Industrieanlage 10+ Jahre betrieben. Die zugehörigen Steuerungscomputer laufen ebenso lange. Hängen am Besten im Internet.

      0
          1. Jetzt musst du nur noch erklaeren warum man staendig den neuste bzw neue kernel braucht? leuchtet mir nicht wirklich ein.
            Ich zb. brauche das nicht, weder im business noch im privaten Bereich.
            Ich hab meinen Kernel auf das jeweilige Geraet abgestimmt da brauch ich keine Upgrades drauf wegen Kleinigkeiten.

            0
            1. Ich bin mir jetzt nicht sicher, warum Du meinst, dass genau ich das jetzt machen muss, aber nun gut.

              Unabhängig davon, ob der kernel auf die eigene Hardware konfiguriert ist, oder nicht, sind neue Features nur in neuen Kerneln enthalten.
              Beispiel? EEVDF ist der neue Prozess-Scheduler, der mit 6.6 ausgeliefert werden wird. Auch wenn Du es jetzt vielleicht noch nicht weißt, aber Du *willst den haben*, wenn Du was anderes als ein Uniprozessor-System benutzt – außer Du stehst auf „Sand im Getriebe“, dann steht es Dir natürlich frei, Dir jeglichen Grund auszudenken, warum das Ding nicht nötig ist.

              0
              1. Ja neuer Kernel installieren ist ja kein Problem auch auf alten systemen. Das ist Linux, der Kernel ist vollkommen unabhaengig, den musste nicht mal aus der Distro nehmen sondern kannst den direkt von kernel.org runterladen und reinpappen.

                “außer Du stehst auf „Sand im Getriebe“”
                also, dann wundert es mich wie mrd von Rechnern, servern etc bis dato super arbeiten konnten.man man man, klar sollte der besser sein, das wird sich zeigen, die veraenderung wird sich im msec-Bereich bewegen und gut ist.

                hier ne Kernel Aussage:

                “EEVDF replaces the existing CFS scheduler code. There is the likelihood of some performance regressions initially though but the developers will be working to address them as they arise.”

                Torwald dazu:
                “aber EEVDF ändert die Workload-Planung unweigerlich auf binäre Weise, hoffentlich in den allermeisten Fällen zum Besseren, aber in In einigen Fällen ist dies nicht der Fall, insbesondere bei gegnerischen Lasten, die mit dem vorherigen Code Glück hatten, wie etwa bei einigen Hackbench-Varianten. Wir geben uns alle Mühe, Fehler bei der Behebung aller Leistungseinbußen zu vermeiden, rechnen aber mit einigen unvermeidlichen Iterationen nach der Veröffentlichung dieses Prozesses.“

                0
                1. Bezüglich der upstream Versionen: klar, kein Problem, außer bei Android und dessen Treiber-Outsourcing.

                  Bezüglich der Regressionen:
                  Es macht einen Unterschied, welche workloads anstehen und im Privatbereich gilt sicherlich das gleiche für boinc/seti workloads. Aber die meisten Leute benutzen ihre Rechner privat zum Surfen/Office/Zocken und da bringt EEVDF klare Vorteile. Nicht unbedingt messbar im Hausfrauen Benchmark, denn hauptsächlich geht es um die Verringerung von störenden Latenzen, nicht um Leistungssteigerung per Takt.
                  War übrigens einer der ersten, die die Regression von EEVDF in stress-ng im Phoronix Forum observiert haben.
                  Im rc6 sind aber einige Schwachstellen bereits angegangen worden.

                  0
    2. Quatsch ist es nicht und nicht nur im Buisness ist das sinnvoll. Denke bitte auch an die Menschen die ihre Hardware mehr als 10 Jahre einsetzten, weil die Leistung mehr als ausreicht mit dem was sie machen. Ich denke spotan zum Beispiel an Hobby Musikproduzenten oder auch simple TV streamen uvm. Ich selber hab mir gerade einen kleinen Vollwertigen PC hinter den TV geklemmt den ich niemals öffnen werde, es sei denn der Speicherplatz geht aus. Es gibt 1000 Beispiele für 10+ Support.

      1
      1. Reicht also das CIP Programm mit 10 Jahren nicht?

        Was genau spricht gegen aktuelle Kernel? Es wird ja gerne das Mantra der Abwärtskompatiblität bei Linux vor sich her getragen.

        Wenn ein spezieller Uraltkernel benutzt werden muß, kann der Nutzer es selber machen oder dafür bezahlen.

        1
      2. sorry aber das stimmt so einfach nicht.
        Klar kann ich auf einem alten Rechner jederzeit und ohne Probleme einen neuen Kernel benutzen.
        Das ist gar kein Problem.
        Fuer einen TV-PC brauchste nicht mal updates, wenn der laeuft laeuft er..
        Warum, der ist ueberhaupt nicht Sicherheitsrelevant.

        0
          1. Also wenn ich einen haette, dann haette der keinen zugang zu meinem internen netz. Der haette seinen eigenen port mit eigenem Netzwerk und damit ist er nicht sicherheitsrelevant.
            Andererseit wuerde ich mir so etwas nie zulegen.

            0
  2. Indirekt haben auch folgende Kernel 10 Jahre Support

    Kernel 5.14: 10 Jahre unterstützt von Red Hat und SUSE SLE
    Kernel 5.15: 10 Jahre unterstützt von Ubuntu/Canonical

    Die kommenden Kernel von Ubuntu 24.04 LTS und RHEL 10 werden ebenso 10 Jahre unterstützt.

    Man muss sich nur die Kernel aus den jeweiligen Quellen des Herstellers holen.

    1

Kommentar hinterlassen