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Linux Mint 23 bringt vollen Wayland-Support für Cinnamon

Im monatlichen Report der Entwickler von Linux Mint für den Juni 2026 erklärt Clement Lefebvre Wayland als »fast auf gleicher Höhe mit X11«. Demzufolge wird die Unterstützung für Wayland nicht länger als experimentell ausgewiesen sein. Bei Mint 23, dessen Veröffentlichung um Weihnachten 2026 herum erwartet wird, wird der Cinnamon-Desktop sowohl Wayland als auch X11 unterstützen. Unklar ist bisher jedoch, welche Sitzungsform voreingestellt sein wird.

Verbesserungen dank Wayland

Konkret bringt die Wayland-Unterstützung durchgängige Hardware-Beschleunigung im Compositor, in der Desktop-Session sowie in Wayland- und Xwayland-Clients, dazu volle HiDPI-Unterstützung mit scharfen Icons und behobene Bugs bei Chromium-Anwendungen wie Slack oder VSCode. Auch praktisch: Firefox kann jetzt seinen Download-Fortschritt direkt im Panel-Button anzeigen, während root-Anwendungen, die über pkexec gestartet werden, künftig als native Wayland-Clients statt über Xwayland laufen.

Fensterparameter anzeigen

Für den Alltag interessant ist außerdem der neue Befehl cinnamon-list-windows, mit dem sich alle offenen Fenster samt Position, Größe sowie Details zu HiDPI-Skalierung, App und Backend auflisten lassen. Muffin, der Fenstermanager von Cinnamon, sorgt jetzt bei allen grafischen Elementen (den sogenannten Clutter-Actors) für gerundete Koordinaten und Abmessungen, was für gestochen scharfes Rendering sorgt und Unschärfe-Bugs behebt. Zudem gibt es jetzt Unterstützung für das systemd-Target graphical-session, was die Kompatibilität mit vielen Upstream-Projekten verbessert.

Log-in per Fingerabdruck erleichtert

Auch am Log-in-Bildschirm hat sich einiges getan: SSH-Keyring-Support wurde systemweit verbessert, es gab Fehlerbereinigung in der LightDM-Konfiguration, und die Fingerabdruck-Anmeldung in Slick Greeter funktioniert jetzt ohne zusätzlichen Druck auf die Enter-Taste. Sicherheitstechnisch meldet das Team eine schwere Lücke in mintupdate (CVE-2026-59159), die es lokalen Angreifern erlaubte, Code als root auszuführen, weil das Tool mint-refresh-cache Parent-Window-IDs, die an Synaptic übergeben werden, nicht korrekt validierte. Die Lücke ist bereits geschlossen, ein Update sollte also nicht aufgeschoben werden.

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