Vor über zwei Jahren wurde LongArch als neue Architektur zu den Debian Ports hinzugefügt. Das sind Portierungen von Debian auf verschiedene Hardware-Architekturen, die teils außerhalb der offiziell unterstützten Release-Architekturen gepflegt werden. Sie dienen dazu, Debian auf eher exotischen oder neuen Plattformen lauffähig zu machen, bevor diese eventuell als offizielle Debian-Architektur übernommen werden. Genau das ist jetzt mit LoongArch passiert, wie der Ankündigungsliste von Debian zu entnehmen ist. Somit soll Debian 14 »Forky« LoongArch als offizielle Architektur ausliefern.
Was ist LoongArch?
LoongArch ist eine unabhängige RISC-Architektur, die von der chinesischen Firma Loongson entwickelt wurde. Sie unterstützt 32- und 64-Bit-Operationen im little-endian-Format mit festen 32-Bit-Instruktionen und 32 Registern. Die Architektur ist gänzlich eigenständig und weicht von MIPS, RISC-V ab, obwohl Inspirationen von dort erkennbar sind. Im Jahr 2020 öffentlich angekündigt, wird LoongArch seit 2021 in Prozessoren wie dem Loongson 3A5000 eingesetzt, und ist seit Linux 5.19 in Mainline unterstützt. Derzeit läuft der initiale Build-Prozess, der in rund einer Woche alle Debian-Pakete für die neue Plattform baut.
